Fensterleibung aus Holzbalken wie streichen ?

08.04.2010



Hallo zusammen,

ich hätte mal an ein paar Fragen an euch. Wir haben auf der Vorderseite unsere Hauses vier Fenster, welche eine Fensterleibung aus Holzbalken haben (Balkenmaß ca. 10x10cm). Auf den Balken befindet sich aktuell noch ein uralter Lack, welcher überall gerissen ist und auch in größeren plastikähnlichen Stückern abbröckelt.

Wie kann ich diese Balken am besten aufbereiten und neu lackieren? Die ganze alte Farbe würde ich in mühsamer Arbeit runtermachen. Was ist aber mit den altersbedingten Rissen im Holz unter dem Lack? Soll ich hier mit irgendetwas verspachteln, die Balken abschleifen, anschleifen oder einfach nur lackieren?

Soll ich das Holz dann mit irgendetwas vor dem Lackieren behandeln und wenn ja mit was. Welchen Lack würdet ihr empfehlen?

Die Balken sind nicht wirklich schön und haben schon einige Jahre auf dem Buckel, so dass Lasuren oder nur Holzschutz hier eher keine gute Wahl sind. Die Leibungen sollten dann schon wieder zur Fassadenfarbe passen, damit es nicht so aufgesetzt aussieht.

Ich hoffe ihr habt gute Tipps für mich ;)))

Sascha



Lack ab



… und Öl drauf!

schau mal bei www.leinölpro.de rein

oder streiche mit Waid-Produkten aus Neudietendorf.

FK



Die Wirksamkeit...



...von Waid-Produkten ist umstritten.

Risse, die das Wasser nach innen leiten, sollten sie verschließen, vorzugsweise durch sauber Ausspänen unter Verwendung eines wasserfesten Leimes.

Statt (Lein)öl empfehle ich eine schichtbildende Leinöllasur oder -farbe, der besseren Schutzwirkung wegen.

Grüße

Thomas



Die Wirksamkeit …



… von Ausspänungen mit wasserfesten Leimen ist natürlich und ohne Zweifel anzuwenden.
Ebenso die Verwendung von Öl-Lasuren, die Schicht bildend sind.

So lange sie "bildend" sind kann man ja noch hoffen!

Was spricht gegen Waid-Farben?

In einem Holzschutzseminar kam der Schutz-Gedanke auch zur Sprache mit "Farben" die pigmentiert sind oder nur Öl oder gar nichts.

Man fand Turmfenster aus dem 14. Jhd. intakt ohne irgend etwas an "Schutz".

Wenn man aber schlechtes Holz nehmen will muss man natürlich mit anderen Mitteln die schlechte Qualität kompensieren.

Mein Verweis auf "Leinölpro" beinhaltete den Versuch einer Hinführung auf das Thema: Leinöl, Leinölfarben etc. im Vergleich zum angefragten "Lack", der wie man weiß ein "Schicht-Bildner" ist - mit allen Konsquenzen.

FK



Moin Sascha,



kleinere Risse kannst du mit Leinölkitt zumachen, dicker Lack geht manchmal besser runter, wenn ihn man vorsichtig mit dem Hammer bearbeitet (Holz, weich, federt - Lack, hart, platzt ab) - ausprobieren.

Mit ölbasierten Farben hab ich die besten Erfahrungen gemacht.

Gruss, Boris



Riß - Problem



Hallo

Das Problem bei den Rissen im Holz ist folgendes:

Wasser kommt rein!
aber
Dann auch schlecht wieder raus, wenns zu dicht ist.
Wenn also das "Dichtmaterial" nicht 100% dicht ist entsteht zwischen Material a und B eine kleine Fuge die dann Wasser zwar einsaugt (Kapillarität) aber nicht mehr (oder schlecht) rauslässt.
Dadurch kommt mehr Feuchte in das Innere des Holzes und richtet dort mehr Schaden an, als wenn der Riss offen währe, denn der offene Riss trocknet schneller aus.
Das Argument, dass durch Kapillarität nur wenig Wasser eintritt stimmt leider in so weit nicht, dass durch kleine Kapillaren Wasser in Bäumen von unten nach oben steigt (teils auch durch osmotischen Druck) - und da gehts manchmal richtig weit hoch!
Und je schmäler der Spalt, desto schneller und stärker die Kapillarität.

FK



@ Florian Kurz



Immer noch dieselben Lieder, Märchen und Geschichten, verbunden mit der Ignoranz dessen, was mann nicht lesen will?

"Was spricht gegen Waid-Farben?" vs. "Die Wirksamkeit von Waid-Produkten ist umstritten." Der immer mal wieder behauptete Holzschutz wurde bislang nicht wirklich nachgewiesen. Bitte nicht wieder die Verschwörungstheorien, das das Gute und Einfache von Lobbyisten unterdrückt wird. Das haben Sie hier nun schon so oft behauptet, daß gemeinsam mit KF's gleichlautenden Behauptungen ein kleines separates Forum entstehen könnte :-) Deshalb muß daß Kahlschlagsargument noch lange nicht passen.

Was machen Sie denn so in Risse, die das Wasser nach innen leiten können? Stopfhanf, Solubel Reinkalkmörtel, magische Steine oder komprimierte Hoffnungen? Ich lerne gern dazu.

Die von Ihnen vorgenommene Gleichstellung aller Lacke ist flach und dumm, und für einen, der es besser weiß, schlicht unverständlich. Für den Rest meine Auffassung dazu: Leinölbasierte Lacke und Lasuren, insbesondere die der Naturfarbenhersteller, sind hochwertige Leinölfarben und in hinreichendem Maß diffusionsoffen, um über Eckverbindungen etc. eindringendes Wasser als Dampf auch wieder abgeben zu können. Auch die anempfohlenen Leinölprofarben müssen zur Erreichung einer hinreichenden Schichtdicke und Schutzwirkung mehrfach aufgetragen werden. Im Unterschied zu Leinölpro haben andere Naturfarbenhersteller lediglich natürliche Harze zugegeben und natürliche Lösemittel. Damit unterscheiden sich alle Leinölfarben (zu denen eben auch Leinöllasuren und -lacke gehören) grundlegend von vielen wasserbasierten Dispersionslacken gängiger Systeme.

"Man fand Turmfenster aus dem 14. Jhd. intakt ohne irgend etwas an "Schutz"." Und was genau schlußfolgern Sie daraus? Und jenseits Ihrer vagen Vermutungen, was beweist das? Hat "man" nachgewiesen, daß da nie was drauf war, oder nur immer wieder Waidfarben, oder ein magisches Feld? In Pyramiden hat man intakte Stühle gefunden, und in Sibirien 'mal wieder ein vereistes Mammut, und in jedem Frühsommer Steinpilze am Valtenberg. Einfach klasse.

Erheitert

Thomas



"Mut zum Holz …"



Hallo Herr Böhme

Sie schreiben:
"… was mann nicht lesen will? …"
Es zwingt Sie keiner!

Sie schreiben:
"Der immer mal wieder behauptete Holzschutz wurde bislang nicht wirklich nachgewiesen."
Annahme oder Wissen von Ihnen?

Sie fragen:
"Was machen Sie denn so in Risse, die das Wasser nach innen leiten können?"
Antwort:
Siehe oben - NICHTS!

Sie schreiben:
"Die von Ihnen vorgenommene Gleichstellung aller Lacke ist flach und dumm, und für einen, der es besser weiß, schlicht unverständlich."
Heißt wohl:
Ich schreibe: flach und dumm!
Sie sind es, der es besser weiß!
… und es nicht versteht.

Sie schreiben:
"Hat "man" nachgewiesen, daß da nie was drauf war, oder … ?
Ja!

Sie wissen:
"In Pyramiden hat man intakte Stühle gefunden, und in Sibirien 'mal wieder ein vereistes Mammut, und in jedem Frühsommer Steinpilze am Valtenberg."

Spricht für Ihre unglaubliche Intelligenz und Ihren grossen unendlichen Horizont.
Respekt!

in tiefer Ehrfucht den Hut ziehend

FK



Da antworte ich doch gern!



Sie schreiben:
"… was mann nicht lesen will? …"
Es zwingt Sie keiner!

Die deutsche Sprache gibt nur eine Deutung meiner Zeile
her: Ich behauptete, daß Sie bestimmte Sachen bewußt überlesen, um wirkungsvoller tönen zu können. Es kann keine Rede davon sein, lieber Florian Kurz, daß ich Ihre Beiträge nicht gern lesen täte. Sie sehen doch gerade wieder, wie sehr ich mich freue.

Sie schreiben:
"Der immer mal wieder behauptete Holzschutz wurde bislang nicht wirklich nachgewiesen."
Annahme oder Wissen von Ihnen?

Mein Wissenstand, der nicht vollkommen sein muß. Beweisen Sie doch bitte die Wirksamkeit der werbewirksam behaupteten Holzschutzfunktion von Waidfarben. Ich wäre ganz flink als Neuanwender aktiv, wenn's denn was bringt. Allerdings: Ein nach rund 8 Jahren absterbendes Gartentürchen, das hier bei mir mit Waid behandelt wurde (damals der allerletzte Schrei in einem Naturfarbenverkauf), besonders intensiv die Hirnenden der Latten, sah um keinen Deut besser aus, als der unbehandelte Zaun daneben.

Sie fragen:
"Was machen Sie denn so in Risse, die das Wasser nach innen leiten können?"
Antwort:
Siehe oben - NICHTS!

Auch in Risse, die aufgrund Ihrer Lage (z.B. bei waagerechten Balken, nach dem tiefer liegenden Kern zu) das Wasser nach innen leiten, das nicht ablaufen kann? Pfusch pur. Ihre Abhandlung über Kapillarität strotzt von Halbheiten. Sie ignoriert, daß über kapillare und andere Wassertransporte Wasser nicht nur in das Holz, sondern genauso auch zurück an die Oberfläche des Holzes erfolgt. Wenn mit Holz ausgespänt wird, ist das Dichtmaterial eben nur Holz, von etwas Kleber am Fleck gehalten. Da wird nichts abgedichtet, nur ein Riss mit dem gleichen Material geschlossen. Lassen Sie Fenster ohne Verleimung bauen? Logisch wär's.

Sie schreiben:
"Die von Ihnen vorgenommene Gleichstellung aller Lacke ist flach und dumm, und für einen, der es besser weiß, schlicht unverständlich."
Heißt wohl:
Ich schreibe: flach und dumm!
Sie sind es, der es besser weiß!
… und es nicht versteht.

Das heißt genau das, was ich da geschrieben habe. Sollten Sie etwas zum Thema Lacke wissen, was ich nicht verstehe, haben Sie es jedenfalls durch all die Jahre hier im Forum konsequent und vollständig versteckt.

Sie schreiben:
"Hat "man" nachgewiesen, daß da nie was drauf war, oder … ?
Ja!

Und wie? Über diese Sensation gibt es doch sicher Papierberge aus Restauratoren- oder Materialprüferhand?

Sie wissen:
"In Pyramiden hat man intakte Stühle gefunden, und in Sibirien 'mal wieder ein vereistes Mammut, und in jedem Frühsommer Steinpilze am Valtenberg."

Spricht für Ihre unglaubliche Intelligenz und Ihren grossen unendlichen Horizont.
Respekt!

in tiefer Ehrfucht den Hut ziehend

Danke. Über den Unterschied zwischen groß und unendlich sollten Sie aber noch 'mal googeln.

Grüße

Thomas



"Mut zum Holz … 2"



Aber Hallo

Sie schreiben:
"Holzschutzfunktion von Waidfarben"
siehe u.a. bei meinen Fotos, da ist ein Beispiel
Es gibt's ja darüber Literatur, Berichte, Gutachten etc.

sonst halt einfach weiter suchen.

Wenn man gerne "lackt" ist natürlich so ein Waid oder KEIN Anstrich nix: Gelernt ist gelernt.
Allerdings: Ein nach rund 8 Jahren absterbendes Gartentürchen, das hier bei mir mit Waid behandelt wurde (damals der allerletzte Schrei in einem Naturfarbenverkauf), besonders intensiv die Hirnenden der Latten, sah um keinen Deut besser aus, als der unbehandelte Zaun daneben.
Dann ist vielleicht das Holz zu gut gewesen, der Erbauer nichts gekonnt oder das Waid falsch gewesen oder eine andere Möglichkeit.

Sie fragen:
"Was machen Sie denn so in Risse, die das Wasser nach innen leiten können?"
Antwort:
Siehe oben - NICHTS!

"Ihre Abhandlung über Kapillarität strotzt von Halbheiten"
Na da bin ich aber froh, dass es Halbheiten sind bei mir.
Bei Ihnen ist es immer 100%iger …

Lassen Sie Fenster ohne Verleimung bauen? Logisch wär's.
Hat man früher wohl so gemacht!

Der Unterschied von einer formschlüssigen Passung bei einer Fenster Rahmen Verbindung und einem ausgespanten Riss besteht natürlich nicht - bei Ihnen.
Ich will Sie ja nicht belehren oder von etwas anderem überzeugen, was nicht in Ihr Weltbild reindarf.

Sie schreiben:
"Und wie? Über diese Sensation gibt es doch sicher Papierberge aus Restauratoren- oder Materialprüferhand?"
Sicherlich!
Müssen Sie halt suchen oder glauben.

Sie wissen:
Über den Unterschied zwischen groß und unendlich sollten Sie aber noch 'mal googeln.
Und Sie nachdenken!

Das schadet nie.

mvH

FK



Wieder das alte...



...immer gleiche Fenster, und kein konkreter Link.

Sie zitieren hier ein Fenster im Irgendwie und Irgendwo, verraten aber nichts weiteres dazu. Wozu soll ich da googeln? Ist es das auf dem Foto?

Das wird mir zu langweilig. Sollten Sie noch 'mal einen link einstellen können zu jemanden Ernstzunehmenden, der etwas Überzeugendes zu Waid sagt, lese ich das gerne später.

Jetzt widme ich mich der Vorbereitung einer Spargelmahlzeit.

Waidmannsheil.

Thomas

P.S. Ich kann's mir nicht verkneifen: Steht "mvH" für "mit voller Hose"? Nicht logisch, aber lustig :-)





Moin Moin,


ich hätte nicht gedacht, dass sich auf meine kleine Frage gleich wieder ein Forums-Gemetzel ergibt ;)

Es sind doch nur vier Fensterleibungen und kein Weltuntergang ;))

Viele Grüße
Morph



Guten morgen zusammen, ...



... ich habe mich jetzt, wo das Gerüs endlich steht, einmal dran gemacht und mit einem Heißluftfön die alten Farbschichten runtergemacht (zumindest am ersten Fenster).
Ging echt klasse ... in zwei Stunde war die erste Leibung fertig.

Die Balken sehen im großen und ganzen unter der Farbe nicht schlecht aus. Es gibt ein paar Fehlstellen unter der Farbe wo fürher wohl mal Klappläden montiert waren. Hier wurde das Holz nicht weiter ausgebessert sondern einfach nur dick Farbe drauf gemacht. Auch im Bereich des Anschlusses an die Fensterbänke ist wohl ein wenig Feuchtigkeit eingetreten und es gbt auch hier ein paar kleinere morsche Stellen, ist aber nicht wild. Soll ich diese Löcher und Macken auch am besten mit Leinölkitt zumachen ?

Senkrechte Risse werde ich versuchen auszuspahnen. Wir haben vom Dachabriss noch alte Balken, aus denen ich mir bestimmt die passenden Spahne machen kann. Diese dann mit wasserfestem Leim einsetzen bzw. einklopfen?

An den Balken gibt es umlaufen kleine Fugen zwischen Holz und Putz der Hauswand (1-3mm). Diese Fugen waren vorher wohl mit Acryl verschlossen und überstrichen, sind aber mit der Farbe der Holzbalken nun auch abgegangen.

Wie schließe ich diese Fugen am besten und verträglichsten für das Holz? Wieder Acryl nehmen? Oder mit Putz ausbessern , wird dann doch aber bestimmt wieder reißen?

Bin für jeden Rat dankbar ;))) ....

Sascha