gold(ring?) in der Deckenschüttung vom Fachwerkhaus entdeckt

06.10.2010



einen ungewöhnlichen Fund machten wir beim Säubern der Deckenschüttung, unseres ca.200 Jahre alten Hauses.
Ein zusammengedrücktes Stück Gold mit einer umlaufenden zweizeiligen Text-Gravur ... Ich halte es für einen Ring, zusammengedrückt und an der Naht gebrochen.
Nun ist die Frage, Gibt es Bräuche, so etwas als Schutz und Hausbehüter mit einzubauen oder ist der Ring(?) zufällig vom Finger gerutscht und verschwunden... WAS BEDEUTET DIE GRAVUR???
(auf der unteren Zeile -Täl könnte auch Läl oder Cäl sein- entziffert: "...das*Täl*Du*...was*Du*w...".
obere Zeile:"...Gehe s*Im..h ???.."
Gehe s kann auch Liebe s oder Gebe s sein) Für Anregungen und Wissensbekundungen bin ich dankbar!
herzliche Grüsse Katharina



Glück gehabt



Ein Goldring geht ja noch, bei mir war es ein abgetrennter Daumen eines vermeintlichen Handwerkers aus 1902.
Ob das Glück bringt?Zum Ring selbst kann ich aber leider nichts beisteuern.





Mir ist nur bekannt das es Glück brachte, wenn man lebendige Katzen mit einmauert.

Vermutlich ist jemandem der Ring beim Arbeiten vom Finger gerutscht.

Aber spannend ist es trotzdem



Zwischen den Dielen...



...lauert so allerlei: Brille, mumifizierte Ratte, Geld, Briefmarken...

Schön, so ein außergewöhnlicher Fund. Einen Brauch, Ringe zwischen Dielen zu versenken, kenne ich nicht.

Grüße

Thomas



Gold?



hallo!
ein "richtiger" Goldschmied (= nicht ein Juwelier, der nur Zeugs verkauft) kann mit wenig Aufwand (ein wenig Abrieb vom Objekt wird mit verschiedenen Säuren bestrichen) testen, ob es Gold ist und dir auch sagen, ob der Ring sich wieder richten läßt, falls gewünscht.
herzlichen Glückwunsch zum Fund! Ich habe allenfalls leere Flaschen gefunden...



Bei mir



habe ich 2 Rosenkränze gefunden. Einer davon eingeputzt.
Das ist sicher ein Brauch um das Haus zu schützen.
Ansonsten kenne ich den Brauch Münzen mit einzumauern.
Ich würde den Ring jemandem zeigen, der sich mit diesen Dingen auskennt. (Archäologe, etc.)



Habe in meinem Haus...



...(ca. 1750) auch so allerlei gefunden.

Vom Zinnsoldaten, über eine Haarnadel aus Horn, dünnwandige Glasware (ein Zeichen für wohlhabende Vorbesitzer, so ganz im Gegenteil zu mir, lächel) bis hin zu Zeitungsschnippseln aus den 20`igern des letzten Jahrhunderts.

Wenn ich mir die Gravur so anschaue, denke ich, dass der Ring deutlich älter sein könnte als euer Haus.

Aus dem (archäolgisch interessierten) Bauch heraus würde ich da altersmäßig durchaus noch 200 Jahre "draufpacken".

Ich kann den Ratschlag von Gunther Glöckner nur unterstützen.

Geht mit dem Ring zur Kreis- oder Stadtdarchäologie (je nachdem wer zuständig ist). Wohnt ihr in der Stadt oder im dazugehörigen Landkreis?. Zeigt den Mitarbeitern euren Fund und fragt um eine Einschätzung der zeitlichen Zuordnung.

Nach meinen Erfahrungen sind das echte "Freaks" die sich in eine Antwortfindung förmlich hinein knien.

Grüße
Martin

P.S. Bitte die Berichterstattung über den Fortgang, hier im Thread, nicht vergessen ;-)