Bericht aus FRONTAL im ZDF:

07.05.2005



So etwas kann nur in Deutschland passieren.
Ein Rentner hat im vergangenen Jahr ordnungsgemäß mit seiner Schreibmaschine seine Steuerklärung gefertigt. In dieser hat er Zinseinkünfte von 11.000 Euro angegeben.

Tatsächlich hatte er jedoch 18.000 Euro an Zinseinkünften. Als ihm sein Fehler auffiel, informierte er prompt die Sachbearbeiterin beim Finanzamt.

Im Steuerbescheid traute der Rentner seinen Augen nicht ... die Sachbearbeiterin hatte die Zinseinkünfte hintereinander weg geschrieben und auf 1100018000 EUR (1,1 Mrd. Euro) beziffert. Seine Steuerschuld errechnete das Finanzamt auf mehr als 200 Mio. Euro.

Daraufhin rief der Rentner beim Finanzamt an und wies die Sachbearbeiterin auf Ihren "Flüchtigkeitsfehler" hin. Umgehende Änderung wurde ihm zugesagt.

Einige Wochen später wurde dem Rentner seine EC-Karte vom Bankautomaten eingezogen. Seine Bank wies den Rentner darauf hin, dass das Finanzamt eine Steuerrate von 13 Mio. Euro eingezogen habe.

Daraufhin maschierte der Rentner zu seinem Rechtsanwalt. Der Rechtsanwalt fertigte ein Schreiben an das Finanzamt an und innerhalb weniger Tage wurde der Beschwerde abgeholfen. Der Rentner bekam natürlich sein Geld vollständig zurück.

Jetzt aber der Hammer: Der Rechtsantwalt bezifferte gegenüber dem Finanzamt seine Kosten, die er abhängig vom Streitwert errechnete. Der Streitwert (mehr als 200 Mio. Euro) hatte einen Kostenersatz von 2,5 Mio. Euro zur Folge. Das Finanzamt weigerte sich, den Betrag auszuzahlen. Der Rechtsanwalt klagte seinen Anspruch ein und gewann vor Gericht.

Ein Schreiben ans Finanzamt gefertigt und 2,5 Mio. Euro reicher! Der Mann hat alles richtig gemacht! Die Kosten für das Verfahren trägt übrigens der Steuerzahler. Die Beamtin
wurde auf einen besser bezahlten Posten wegbefördert.

Der Anwalt und der Rentner sind seitdem gute Freunde.



Warum --



-- bin ich kein Anwalt geworden ?
- wird sich nach diesem Beitrag so mancher
Mitmensch gefragt haben.

-
Andreas



Anschluß



Schließe mich dem Andreas an unf frage mich, wie es in diesem Lande noch weitergehen soll!!!!
Gesetzeslücken, Steuerschlupflöcher, Gummiparagraphen, Handwerkerdaumenschrauben und Beamtenstellenschmarotzertum.
Klar muß es gestze geben, doch nicht zu Ungunsten der Handwerkergilde und der ehrlich am Markt agierenden Arbeiterschaft!

Grüße zur nach aus der Lausitz von Jens und Udo, den lehmHandWerker(n).





Hallo Udo
Wie es weiter gehen kann hat unser Gerhard doch jetzt aufgezeigt.
Die Regierung geht in die Opposition was ich erstmal nicht so gut finde, Deutschland bekommt den ersten weiblichen Budeskanzler, und dann haben wir einen Verein an der Regierung den ich zwar persönlich nicht so gerne da habe, aber dafür mit einer deutlichen Mehrehit im Bundesrat.
Das bedeutet vermutlich wieder bittere Einschnitte aber es macht auch Hoffnung denn es ist meines wissens dann die erste Regierung seit ewigkeiten die Gesetze beschließen und auch durchsetzen kann.
Für mich ein Schritt in die richteige Richtung, wenn auch in die Falsche :-()
Gruß
Hartmut