Kellerboden erneuern - Feuchtigkeit

26.12.2010



Hallo zusammen,

meine Frau will unbedingt in den Keller ziehen ...

... nein im Ernst: Wir wollen aus unserem Keller unseres teilunterkellerten Hauses (Baujahr 1948) einen Wasch-, Werkzeug- und Abstellkeller machen.

Aktuell haben wir in den Wänden im Sommer etwas Feuchtigkeit und im Winter sind sie trocken. Der Fußboden allerdings ist immer an bestimmten Stellen sehr feucht aber nicht nass.

Da es nun die richtige Jahreszeit für solche Aktionen ist, habe ich angefangen den Boden aufzustemmen. Ziegelsteine mit einem mal mehr, mal weniger dicken Belag (0,1-1,5cm). Darunter direkt Sand (sehr feucht - habe bis ca. 20cm ausgehoben).
Um die Deckenhöhe - aktuell 1,80m bei einer Mannhöhe von 1,82m - noch etwas zu erhöhen wollte ich gleich noch 5 bis 10cm tiefergehen. Aber an der Bodensohle findet sich sofort das Fundament bzw. der Anfang der Mauer auf einer Sandschicht beginnend. Diese ist doppelt gemauert also zweimal normale Ziegelbreiten. Auf der einen Seite Klinker auf der anderen Seite Kalksandstein. Das Fußbodenniveau liegt genau 1,55m unter dem draußen. Der Boden bei uns ist sehr sandig.

Letztes Jahr als wir die Heizung erneuert haben, spendierten wir dem Keller (ca. 17m2) einen Heizkörper der immer bis zum Anschlag läuft. Das Feuchtigkeitsproblem hat sich damit nicht vermindert. Mit regelmäßigem Lüften genausowenig.

Der einfache Wunsch ist eigentlich ein gefliester Fußboden und eine teilgeflieste Wand (bis ca. 50cm Höhe) und ein Raum in dem man nicht aufpassen muss einen Karton auf den Boden zu stellen ohne dass man Gefahr läuft den Inhalt nach dem Anheben immer noch auf dem Boden stehen zu haben.

Bzgl. der feuchten Wand (wie gesagt nur im Sommer) habe ich mich schon mit der Tatsache angefreundet das Haus zur Hälfte auszubuddeln, mit Bitumen zu verspachteln, thermisch zu Isolieren und eine Drainage zu legen. Ist ja nur das halbe Haus und ca. 20m. Das aber im Sommer.
Nun aber der Schock mit der mir nicht denkbaren Verbesserung der Raumhöhe.

Was habe ich bzgl. des Fußbodens an Möglichkeiten bevor ich mich im Frühjahr an die Wände mache?

Vielen Dank für die Unterstützung und beste Grüße



Feuchte Wände im Keller



Euer Problem kommt nicht von ungefähr.

Als erstes solltet ihr den Heizkörper stillegen.
Dann jetzt in der Kalten jahreszeit den Keller regelmässig lüften.
Im sommer die Fenster geschlossen halten, bzw nur in den kühlen frühen Morgen- oder späten Abendstunden lüften.

im Sommer sind die Kellerwände wesentlich kälter als die warme Aussenluft, dringt diese in den kalten keller ein, schlägt sich die warme Feuchte Luft an den Wänden nieder und bildet Kondenswasser. Das Selbe gilt für den Boden, sofern kein dementsprechender Lastfall wie Grundwasserspiegel, Oberflächenwasser oder Drückendes Wasser vorliegt. Dieser sollte vor einer Massnahme auf jedenfall geprüft werden.

Grüsse Thomas



Lüften und Lasten



Danke für die Antwort.

Für das Thema Lüften habe ich zur Genüge hier lesen dürfen. Es wird regelmäßig gelüftet allerdings scheinbar nicht genug. Einmal am Tag 5-10 Minuten... Im Sommer nur in den sehr frühen Morgenstunden wenn die Temperatur im Keller unter der draußen ist. Ich beachte alles. Auch die Tür zum Keller habe ich entsprechend abgedichtet.

Viel mehr interessiert mich eigentlich die Thematik der baulichen Maßnahmen für den Fußboden und ggf. für die Erstellung der Drainage. Habe kurzer Hand etwas Respekt vor Grundbruch...

Lasten wie Grundwasser, Oberflächenwasser etc. sind auch ausgeschlossen. Grundwasser ist in ca. 30m tiefe und es gibt keine Indizien dafür, dass es feuchter ist wenn es stark geregnet hat oder nur bestimmte Stellen der Feuchte.



fliesen



... wichtig ist vor allem was ich machen muss damit ich Fliesen kann. Wenigstens als Waschkeller sollte ich ihn doch nutzen können.





Der Respekt vor einem Grundbruch ist schon mal die halbe Miete ;-)
Den Keller kann man (Statiker+ Fachfirma) durch Unterfangung tiefer legen.
Eine Dränage nutzt nur wenn aufstauendes Sickerwasser ansteht.
Wenn die Wände nur im Sommer feucht sind dürfte das aber nicht Ihr Problem sein.


Grüße aus Schönebeck



fliesen?



oje ... das hört sich nicht nach harter Arbeit sondern nach viel Geld ausgeben an. Gibt es einen Daumenwert andem man mal kalkulieren kann? Also pro cm tiefer mal laufender Meter oder so?

Da kommen auch gleich Zweifel auf wenn ich anderswo lese, dass man solche Keller niemals zu 100% trocken bekommt bzw. man ihn nicht als Wohnraum nutzen kann...

Grüße in die alte Heimat nach Schönebeck





Pauschale Preise kann man kaum nennen da das ganze sehr Objektspezifisch ist.
Im Idealfall kann mit einer Unterfangung auch eine Innenabdichtung einhergehen die dann auch funktioniert und das auch bei von außen drückendem Wasser.
Die Kosten hierfür belaufen sich allerdings in Größenordnungen derer eines Neubaukeller z.B. aus WU Beton.

Grüße aus Schönebeck