Reflexion, Wertung, Bewertung, Stöpler, meinen




Aus Anlass einer sich aus einer harmlosen Frage (Anlaß war die Frage über Erfahrungen und Hintergründe bei einem Hauskauf) sich entsponnenen Diskussion, möchte ich die Forumsteilnehmer zu Stellungnahmen einladen:

Beginn mit folgendem Beitrag:



---Forenreferenz-----------
Simplifizierung, Bilderstürmerei und Verschwörungstheorien -
Wie recht du hast Christian !

Wie ich bereits schon schrieb: "...in der nächsten wichtigen Phase nach dem Hauskauf, nämlich der eigentlichen Sanierung sind bei Auswahl der Planer, Bauleiter, Berater, Baustoffe, Techniken etc. ähnliche Entscheidungsstrukturen (Anm. d. Verf.: diffus, emotional) zu beobachten...."

Auch haben diese sich augenscheinlich nur auf der fachlichen Ebene bewegenden Diskussionen und Entscheidungsfindungen ungeahnte Tiefen.
Mich entsetzt es z.B. immer wieder, wie auch in der Forumsdiskussion verschiedene Fachleute sich bei Diskussionen in Ermangelung fachlich fundierter Argumente und selbskritischer Betrachtung in "Schwammiges" flüchten:

+ Normen interessieren mich nicht! - da steckt sowieso nur die böse Industrie dahinter
+ diverse wissenschaftliche Arbeiten - sind doch alle gekauft!
+ Stand der Technik - alles Murks, die Altvorderen waren viel besser!
+ vielfältige Untersuchungen - aber, ich habe da eine Untersuchung gefunden!
+ naturwissenschaftlicher Nachweis - also, ich habe da seit Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht!
+ technische Erläuterungen und Überlegungen - aber, das haben wir schon seit Jahren so gemacht
+ rechnerischer Nachweis - haben sie damals beim Dombau auch nicht gebraucht
+ chemisch, technische Produkte - das ist doch alles giftig oder höchst schädlich
+ Fachausschüsse, Fachverbände etc. - alles Klüngelvereine

Es ist zum Heulen, sollen wir denn wirklich mit dem stetigen überdenken und überprüfen fremder Argumente aufhören und nur noch selbstzufrieden bei unseren vertrauten und liebgewonnenen Ansichten bleiben?
Wo bleibt der respektvoll, sensible aber auch selbstkritische und klare Umgang mit unseren eigenen emotionsgeprägten Verhaltens- und Denkstrukturen?

Gruß

Lutz mehr ...
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Vielen Dank und die Bitte um Entschuldigung für mein Stören einer rein baufachlichen Disskusion.

Gruß

L. Parisek





Es folgte dieser Beitrag:


---Forenreferenz-----------
Simplifizierung, Bilderstürmerei und Verschwörungstheorien -
Ich habe nach meinem letztem Beitrag noch einige weitere doch sehr erschreckende Gespräche mit Baufachleuten geführt. Die Erscheinungen die ich mit meinem Beitragstitel "Simplifizierung, Bilderstürmerei und Verschwörungstheorien" angesprochen habe, scheinen doch weit verbreitet zu sein.

Die Tendenz zur Simplifizierung, Bilderstürmerei und zu Verschwörungstheorien ist aber nicht nur eine Erscheinung die uns im Bauwesen begegnet, sondern besitzt gemeinsame geistige Quellen, wie alltäglich an Alltags- und Weltgeschehen abzulesen ist. Dies sollte uns zu einem verstärkten Hinterfragen, Selbstkritik und tagtäglichen Überprüfen unserer Verantwortung veranlassen.

Einen schönen Sonntag noch

Lutz mehr ...
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Dann diese Meinung:


---Forenreferenz-----------
Hallo Lutz, -
ich bin dafür das dein Bild entfernt wird !
Es macht meiner Ansicht nach einen zu politischen Eindruck,und sowas ist in diesem Forum fehl am Platze !
Mit Bildern solcher Art soll doch in unseren Köpfen nur ein neues Feindbild propagiert werden,da das alte ja mit dem Zerfall der Sowjetrepublik abhanden kam !
Herzlichen Gru mehr ...
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Darauf dieser Beitrag:


---Forenreferenz-----------
Diskussionsformen -
Hallo Thomas

Natürlich siehst du auf dem Bild meines letzten Beitrags keine Handwerker die ihre Meinung zum neuen Beitragsbescheid der Handwerkskammer kundtun. Anderseits mag es auch sein, das hier einige freundliche Handwerksleute zu sehen sind, mit denen wir damals bei unserem letzten Urlaub an der Tür eines kleinen Basarladens bei herzlichem Plausch einen extrem süßen Pfefferminztee getrunken haben.

Was ich damit sagen wollte ist folgendes:
Geisteshaltungen, Denkstrukturen und Einstellungen die im Alltag lediglich zu einer unterhaltsamen und kurzweiligen Diskussion führen, können an bestimmten Schnittstellen durchaus Konsequenzen und Formen zeigen, die sehr erschreckend wirken.

Ich bin nicht der Ansicht, das ein kurzer Verweis auf diese Perspektive und ein assoziatives Bildzitat den Frieden unseres fachlichen Forums stören. Ich habe hier schon andere Diskussionen erlebt, deren Themen und Qualitäten unserem Forum richtig tief und nachhaltig geschadet haben. Auch die Kreation neuer Feindbilder liegt mir fern und trifft nicht den Kern meiner Gedanken.

Lutz

PS:
(ich hätte hier als Bild zum Thema durchaus passend auch Herrn Bush in seinem Sessel abbilden können, denn die Denkstruktur ähnelt sich. Damit wären wir aber noch mehr in einer politischen Diskussion und dies ist tatsächlich nicht Grundthema unseres Forums) mehr ...
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Und zuletzt jener Beitrag:


---Forenreferenz-----------
Freiheit der Rede -
Ich kann mit Bewertungen gut leben, aber kann mir jemand trotzdem einmal die gegebene Bewertung "widerspricht Forumsregeln" näher erläutern.

Forumsregeln:
Eine Diskussion (Zwiegespräch) ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Personen, in dem meist über ein oder mehrere bestimmte Themen gesprochen (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt.

Eine Diskussion sollte unabhängig vom Thema von gegenseitigem Respekt geprägt sein. Zu einem guten Diskussionsstil gehört es u. a., gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt sie vorschnell zu verwerfen. Auch Eigenschaften wie Gelassenheit und Höflichkeit können für beide Seiten von Vorteil sein.

Im günstigsten Fall steht am Ende einer Diskussion die Lösung eines Problems oder ein für alle Beteiligten annehmbarer Kompromiss.

Im Interesse aller Teilnehmer bitten wir Sie Folgendes zu beachten:
Die Redaktion behält sich vor, Beiträge (Links eingeschlossen) ohne vorherige Information des Verfassers zu löschen, deren Inhalt


* ehrverletzend
* beleidigend
* jugendgefährdend
* rechtsradikal
* pornographisch
* strafbar
* oder anderweitig inakzeptabel ist.



Gruß

Lutz

PS:
Wenn jemand einmal mit der Maus auf die letzten Bilder fährt, wird noch einmal klar, wie ich diese Begrifflichkeiten verstehe. mehr ...
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Meinungsfreiheit



hallo lutz ...also ich denke das deine bilder drin bleiben sollten...da ich auch der meinung bin das die menschen allgemein mal nachdenken sollten..

Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit wirkt auch auf privatrechtliche Normen und Urteile (mittelbare Drittwirkung von Grundrechten)

Generell genießen Meinungsäußerungen in jeder Form Grundrechtsschutz; sie können nicht wahr oder unwahr sein. Sie müssen aber aber gegen andere Rechtsgüter und Grundrechte abgewogen werden

Dagegen genießen unwahre Tatsachenbehauptungen grundsätzlich keinen Schutz; wahre genießen den Schutz, müssen aber auch gegen andere Rechtsgüter und Grundrechte abgewogen werden

gruß peter



Herr Schneider-keinesfalls



wollte ich den Lutz in seinen Grundrechten einschränken !
In meinem letzten Beitrag zum Thema können sie nachlesen wie ich zu der Aussage wegen des Bildes gekommen bin,denn auch ich bin der Meinung das Menschen allgemein mal nachdenken sollten !



In der Ruhe liegt die Kraft



Da Meinungsfreiheit ja auch die der Anderen ist, finde ich diesen Aufstand ziemlich unnötig.

Vielleicht bedarf das Bewertungssystem einfach einer Differenzierung weg von der digitalen Bewertung zu einer mit mehr Abstufungen. Müssten denn nicht mindestens 3 Möglichkeiten vorgesehen sein, wie "Daumen hoch", "Daumen runter" und "verboten"?
Bei nur zwei Möglichkeiten bleibt doch alles ausser "Lob" zwangsläufig am "regelwiedrig" hängen.

Ausserdem gibt es in dieser Zeit schon genug aufgebauschte Reaktionen auf unwesentliche Anlässe: wenn jemand sich aufregen WILL, kann er auch eine Kampagne über ein Foto wie ganz oben starten, nicht wegen des Fotos, sondern weil er WILL.
Da hilft dann Vernunft nur noch wenig.

In diesem Sinne

Alles Gute



Courage



Hallo Thomas

Ich bin der Ansicht, dass die Bewertungen grundsätzlich namentlich erfolgen sollten, um einen persönlichen Bezug für weitere Diskussionen haben zu können.

Da dies zur Zeit leider noch nicht als Forumsfunktion verankert ist, würde ich den Forumskollegen, welcher durch seine Bewertung seiner Meinung Ausdruck verschafft, ich verstoße hier gegen Forumsregeln, bitten, sich der Diskussion zu stellen.

Lutz



Wozu genau,



hättest du denn gern eine Stellungnahme? Zu einer speziellen Aussage oder zu dem Bild? Oder zu der Bewertung? Oder zu den Antworten?



Authentizität



Hallo Jan

Ich bin nicht der Ansicht das hier ein "Aufstand" oder eine "Kampagne" gemacht wird. Es geht hier einfach um klare authentische Verhaltensweisen im Forum, die in ein offenes Gespräch münden.

Lutz



Herr Stöpler,



ich finde auch das diesem Bewertungssystem der anonyme Rahmen genommen werden sollte ! Dadurch werden Mißverständnisse untereinander vermieden,und man könnte auch mal bei jemanden nachhacken warum derjenige jetzt das eine oder andere gut oder schlecht fand ! Man lernt doch aus Fehlern, nur-wenn einem die nicht gesagt werden,kann man sich auch nicht verbessern !





Hallo Hartmut

Um deine in den Raum gestellte Frage zu beantworten:

1. Ist die Auswahl dieses mich doch sehr faszinierenden Bildes ein Fehlgriff?

2. Erscheinen meine Überlegungen (z.B. zur Simplifizierung, Verschwörungstheorien, Klarheit der Aussage etc) unangebracht und fehl am Platz?

3. Verstoße ich hier wirklich gegen Forumsregeln?

4. Bin ich wirklich ein Hysteriker der einen "Aufstand" oder eine "Kampagne" inzenieren WILL?


Ich bin da wirklich ein wenig verunsichert, ob ich die Forumsgemeinde mit meinen Beiträgen langweile oder gar verärgere. Da ich jedoch Unklarheiten gerne beseitigen will, wirke ich in meinen Gegenreaktionen und Nachfragen bestimmt oft unangenehm penetrant und schaffe mitunter erst einmal Polarisierungen.

Das in der Ruhe Kraft liegt ist die eine Seite, die andere Seite ist, das Bewegung oft Wandel schafft.

Lutz



grrrrrrrrrrrrrr



ich finde es mehr als schade was hier schon wieder passiert..ich denke gerade an den lieben konrad fischer der wurde seinerzeits aus diesem forum entfern weil er unangenehm wurde...zum glück ist er heute wieder da.

ich bin der meinung jeder hat das recht zu sagen was er will solange er nicht anmaßend oder verletzend oder gar beleidigend wird

gruß peter





@ Lutz

„Ich bin da wirklich ein wenig verunsichert, ob ich die Forumsgemeinde mit meinen Beiträgen langweile oder gar verärgere.“

Als Teil der Forumgemeinde kann ich beides verneinen :-)



Lutz-



dem Beitrag von Johannes Hoffmann schließ ich mich an !



Hallo Lutz, damit kann ich was anfangen



1. Ist die Auswahl dieses mich doch sehr faszinierenden Bildes ein Fehlgriff?

Einen Fehlgriff würde ich es nicht nennen. Das Bild ist im Kontext zur Aussage:

"Die Tendenz zur Simplifizierung, Bilderstürmerei und zu Verschwörungstheorien ist aber nicht nur eine Erscheinung die uns im Bauwesen begegnet, sondern besitzt gemeinsame geistige Quellen, wie alltäglich an Alltags- und Weltgeschehen abzulesen ist. Dies sollte uns zu einem verstärkten Hinterfragen, Selbstkritik und tagtäglichen Überprüfen unserer Verantwortung veranlassen."

veröffentlicht worden. Der Bezug zum aktuellen Weltgeschehen ist im Text hergestellt. Das Bild ist als Symbolbild (davon macht ja gerade die Blödzeitung reichlich gebrauch) einzuordnen. Fraglich ist ledlich, ob der Bogen Bauwesen zu religiösem Fundamentalismus oder der Manipulation schlichter Gemüter nicht zu weit gespannt ist. Das entscheidet aber der Autor, der dafür - in der Regel - gute Gründe hat. Kurz: Das das Bild provizierend wirken kann, sollte dir klar gewesen sein. Ich persönlich habe damit keine Probleme. (Am Rande bemerkt: @Peter - Mit Meinungsfreiheit das in diesem Fall gar nichts zu tun.)

2. Erscheinen meine Überlegungen (z.B. zur Simplifizierung, Verschwörungstheorien, Klarheit der Aussage etc) unangebracht und fehl am Platz?

Nein, nein, nein! Sie sind, meine ich, sehr wohl richtig plaziert - noch besser wären sie als eigenständige Frage gewesen und dort würde ich sie auch sehr gern diskutieren. Das brennt mir sogar richtig unter den Nägeln.


3. Verstoße ich hier wirklich gegen Forumsregeln?

Nein, nicht für mich erkennbar. Nimm es nicht so ernst. Bei dem Bild, dass die Ursache war, hätte es schlimmer kommen können.

4. Bin ich wirklich ein Hysteriker der einen "Aufstand" oder eine "Kampagne" inzenieren WILL?

Na! Jetzt wäre wohl ein bischen "Kuchenbacken" angesagt, oder? Ich bin derzeit auch ein wenig dünnhäutig, aber dann denke ich an die Linde und den Schatten und die gemütlichen Stühle - dann geht es wieder. Also mach mit: ohmmm ... oooooohhhhmmmmmmm ... ooooohhhhmmmmm ...

@Thomas Lingl
Tja, Freud läßt grüssen: Die Anonymität soll genau ihr nachhacken vermeiden, sondern maximal ein nachhaken erreichen. Prinzipiell meine ich, dass eine negative Bewertung (sofern sie nicht offensichtlich schwachsinnig ist) zur Reflexion dessen führen sollte, was dazu geführt hat. Die Bewertung ist ein Feedback, eine Rückmeldung - jemand will uns was sagen. Wer das ist, ist in der Sache (sofern es sachlich ist) unwichtig.



@Hartmut Stöpler



Da hat sich doch glatt ein Fehler eingeschlichen-natürlich will ich nicht "nachhacken",sondern nachhaken ! Eine Reflexion dessen was zur negativen Bewertung geführt hat, findet normalerweise bei Bewerteten automatisch statt!
Ihren letzten Satz will ich nicht zustimmen ! Der Lutz dachte,meiner Ansicht nach, die negativen Bewertungen kamen von mir-und spätestens dann,wenn irgendwelche Keile zwischen Leute getrieben werden ,gehört sich doch die Schmarre mit der Anonymität aufgehoben !



@Thomas Lingl



Eine Reflexion dessen was zur negativen Bewertung geführt hat, findet normalerweise bei Bewerteten automatisch statt!

Ist das so? Oder neigt man nicht dazu, verärgert nach demjenigen zu forschen, der sich, warum auch immer, nicht der eigenen Interpretation anschließt? Neigt man nicht dazu, sich zu fragen, welches Mitglied nicht verstehen will, wie man es meinte, statt, warum die Reaktion so ausfiel? Lutz hat einen wundervollen Absatz geschrieben:

Es ist zum Heulen, sollen wir denn wirklich mit dem stetigen überdenken und überprüfen fremder Argumente aufhören und nur noch selbstzufrieden bei unseren vertrauten und liebgewonnenen Ansichten bleiben?
Wo bleibt der respektvoll, sensible aber auch selbstkritische und klare Umgang mit unseren eigenen emotionsgeprägten Verhaltens- und Denkstrukturen?


Der gilt auch für eine Bewertung, die subjektiv unverständlich oder gar ungerecht erscheint.



Ihren letzten Satz will ich nicht zustimmen ! Der Lutz dachte,meiner Ansicht nach, die negativen Bewertungen kamen von mir-und spätestens dann,wenn irgendwelche Keile zwischen Leute getrieben werden ,gehört sich doch die Schmarre mit der Anonymität aufgehoben !

Wenn die Ursachenforschung auf der objektiven Ebene bleibt, das Handeln (das geschriebene Selbst) in Frage gestellt wird, die möglichen Auslegungen und vermutlichen Reaktionen bei den Rezipienten erfragt werden, dann ist der Bewerter völlig nebensächlich. Welches Gewicht man einer einzelnen negativen Bewertung zuordnet, sollte dabei ebenfalls in Betracht gezogen werden. "Jemand" hat für sich entschieden, dass er diesen Beitrag als "forumswidrig" empfindet. Respektieren wir es doch einfach.



NachgehaKt



Hallo Hartmut

Ich möchte auch noch schnell einige Anmerkungen zu deinem Beitrag an Thomas beifügen.
Es geht mir nicht unbedingt darum, dass aus einem ausgeprägtem Harmoniebedürfniss heraus, mich nun jeder verstehen muß. Aber anderseits entfällt für mich und den Anderen jede Möglichkeit, mißverständliche Äußerungen zu klären, Vorbehalte wahrzunehmen, Projektionen zu beleuchten etc. wenn wie hier ein Missfallen anonym aus einer Masse geäußert wird. Natürlich ist es mühselig auch im Alltag nur beifällig vor sich hingegrumpelte Missfallensäußerungen eines Anderen aufzunehmen. Ich habe jedoch immer wieder die Erfahrung gemacht, dass durch direktes Ansprechen eines "Grantlers" und Nachhaken, sich aus diesen verdruckten Äußerungen gute Gespräche entwickelten und neue Pespektiven eröffneten.

Natürlich gelingt dies nicht in jedem Fall, oft steckt z.B. eine Verbitterung so tief, dass es kaum gelingt eine Brücke zu bauen. Hier führt ein weiteres Insistieren oft nur zu einer Vertiefung der Gräben.

Ich gehe jedoch in diesem Forum davon aus, dass die freiwillige Teilnahme an dieser Internetplattform unter Anderen einem Interesse an einer offen fachlichen und inhaltlichen Auseinandersezung bzw. Diskussion entspringt. Um der Sachlichkeit und Klarheit eine gute Basis zu verschaffen, denke ich, dass auch anonymes Bewertungsgegrummel eines immerhin eingetragenen Mitglieds per Regel in eine offene Äußerung übergeführt werden sollte.

Daher möchte ich meinen ersten von dir zitierten Satz noch einmal bestärken, obwohl deine ersten Ausführungen den Schluß nahelegen, ich würde meiner eigenen Ansicht durch mein Handeln Hohn sprechen.

@ Thomas Lingl
Ich hatte übrigens von Anfang an nicht den Eindruck, dass die Bewertungsgrummelei von dir kam.

Meiner Ansicht nach ist es auch eine natürlich Regel wenn immer wieder jemand mit meinen Äußerungen nichts anfangen kann oder sie eventuell auch ärgerlich findet. Deswegen widersprechen sie aber nicht umgehend den Forumsregeln. Diese Bewertung sollte nach meinem Verständniß nur etwaigen totalen Entgleisungen wie in den Forumsregeln formuliert vorbehalten bleiben.
Es bleibt ja immer noch die Möglichkeit unliebsame Beiträge mit Nichtbeachtung zu strafen.
Vielleicht geben wir uns aber auch anderseits zu wenig Mühe, engagierten, guten Beiträgen öfter ein Bewertungslob auszusprechen.





Herr Stöpler, worin besteht nun der sachlich begründbare Widerspruch zur Aussage von Thomas Lingl? Was Sie beschreiben ist doch „Reflexion“. Das Ermessen (oder das wahrhaft Werden) der Subjektivität anhand externer Referenzen. In welcher Form, ob selbst (subjekt-)hinterfragend oder das Gegenüber (objekt) hinterfragend, ist für das Wesen der Reflexion unerheblich.

So weist Ihr Vorschlag doch darüber hinausgehend eher in Bereich der Ethik. Ein Verhaltensvorschlag sozusagen, der möglicherweise Ihre Vorstellung spiegelt, wie man mit der Sache umzugehen hat.

„Wenn die Ursachenforschung auf der objektiven Ebene bleibt....“

Ein leichtes einzuwerfen, dass dieses künstlich generierte und anonyme Bewertungssystem, welches vorsätzlich Differenzierungen auscheidet, und Polarisierung provoziert, ursächlich sein könnte. Oder weniger radikal formuliert, Konflikte kreiert, die in keiner angemessenen Äquivalenz zum Inhaltlichen stehen.

Hier Ursachenfoschung auf objektiver Ebene einzufordern, bedeutet den Teilnehmern Einverständnis für das Verfahren abzuverlangen.

Imho, wenn schon liberal, dann sollte jedem auch das Recht vorbehalten sein, allein das Bewertungssystem und seine daraus entstehenden Konflikte nicht gutzuheißen. Ich weiß auch nicht, was einem dazu zwingen sollte, die Entscheidung eines Anonymen zu respektieren.

Trotzdem Ihr Aufruf dazu in allen Ehren, und soweit mal mein kleiner Einwand.

MfG



@Johannes Hoffmann



Herr Stöpler, worin besteht nun der sachlich begründbare Widerspruch zur Aussage von Thomas Lingl?

Im Automatismus. Reflexion ist eine bewußte Handlung, im Gegensatz zum Reflex.


Das Ermessen (oder das wahrhaft Werden) der Subjektivität anhand externer Referenzen. In welcher Form, ob selbst (subjekt-)hinterfragend oder das Gegenüber (objekt) hinterfragend, ist für das Wesen der Reflexion unerheblich.

Das wäre mir neu. Reflexion beschäftigt sich, meines Erachtens, mit dem Denken des Denkens. Mit dem "Ich". Mit dem "was habe ich" getan, was hat meine Handlung verursacht. Reflexion führt zum "Ich". Letztlich kann ich nur über mein Handeln reflektieren - das Handeln des Anderen enzieht sich, bis auf das Ergebnis, meiner Erkenntnis. Ich kann nicht in seinen Kopf schauen. (Gott sei Dank)

So weist Ihr Vorschlag doch darüber hinausgehend eher in Bereich der Ethik. Ein Verhaltensvorschlag sozusagen, der möglicherweise Ihre Vorstellung spiegelt, wie man mit der Sache umzugehen hat.

Was hat das mit Ethik zu tun?

„Wenn die Ursachenforschung auf der objektiven Ebene bleibt....“

Ein leichtes einzuwerfen, dass dieses künstlich generierte und anonyme Bewertungssystem, welches vorsätzlich Differenzierungen auscheidet, und Polarisierung provoziert, ursächlich sein könnte. Oder weniger radikal formuliert, Konflikte kreiert, die in keiner angemessenen Äquivalenz zum Inhaltlichen stehen.


Hm, mag sein. Aber wenn die Kategorien "Hervorragend" und "wider den Forumsregeln" die intellektuellen Grenzen der Teilnehmer dieses Forums sprengen, sollten wir dringend aufhören, über komplizierte Bauvorhaben zu diskutieren. Oder weniger radikal formuliert: Bleibt auf dem Teppich.

Hier Ursachenfoschung auf objektiver Ebene einzufordern, bedeutet den Teilnehmern Einverständnis für das Verfahren abzuverlangen.

Ja, verlange ich. Ich gehe nämlich davon aus, dass die Mitglieder damit umgehen können. Es ist Teil von Fachwerk.de und wird immer wieder gern diskutiert. Tradition, sozusagen. Im Allgemeinen funktioniert es übrigens prächtig. Wie unser Wahlverfahren in der Politik auch - nur wenn niemand mehr hingeht, sind die wenigen, die das System torpedieren, umso mächtiger.

Imho, wenn schon liberal, dann sollte jedem auch das Recht vorbehalten sein, allein das Bewertungssystem und seine daraus entstehenden Konflikte nicht gutzuheißen.

Ist es ja auch. Wo ist das Problem? Jeder kann sagen: "Finde ich [hier bitte Wertung eintragen]".

Ich weiß auch nicht, was einem dazu zwingen sollte, die Entscheidung eines Anonymen zu respektieren.

Das geht unseren Politikern auch so. Deshalb bleiben die Wahlen auch geheim.

Trotzdem Ihr Aufruf dazu in allen Ehren, und soweit mal mein kleiner Einwand.

Danke.

(Diskutieren wir jetzt weiterhin über das Bewertungssystem? Oder war eigentlich etwas anderes gefragt?)



Um es deutlicher zu machen,



weise ich jetzt die Bewertungen getrennt aus. Damit dürfte noch deutlicher werden, was mit "widerspricht den Forumsregeln" gemeint ist.





@Hartmut Stöpler

„Reflexion ist ein bewußte Handlung, im Gegensatz zum Reflex.“

Wie Sie nicht wenige Sätze später schreiben, beschäftigt sich die Reflexion mit dem Denken des Denkens. Wenn man diesem erkenntnistheoretischem Ansatz überhaupt etwas abgewinnen kann, muss man zugleich eingestehen, dass die Reflexion noch keine signifikant bewusste Handlung ist, sondern wenn schon, eine Handlung, welche Bewusstsein schafft.

„.... wenn die Kategorien "Hervorragend" und "wider den Forumsregeln" die intellektuellen Grenzen der Teilnehmer dieses Forums sprengen, sollten wir dringend aufhören, über komplizierte Bauvorhaben zu diskutieren.“

Und wer gibt solches von sich? Hartmut Stöpler, der Bauexperte? Oder der Hartmut Stöpler, der manche, voller gosssen und fäkalsprache strotzenden Beiträge in seinem Forum der komplizierten Bauvorhaben unbehelligt lässt, und statt dessen an anderer Stelle tragende Mitglieder über das Wesen der Reflexion (und recht eigentlich des Reflektierens) belehrt?

„Oder weniger radikal formuliert: Bleibt auf dem Teppich.“

Wäre es vermessen, zu behaupten dass es sich bei der Benutzung einer von mir zuvor verwendeten Formulierung um eine schnöde Retourkutsche handelt?

„Ja, verlange ich.“ (Als Antwort auf: Hier Ursachenfoschung auf objektiver Ebene einzufordern, bedeutet den Teilnehmern Einverständnis für das Verfahren abzuverlangen.)

Schön, Hartmut. Hätten Sie mal häufiger und deutlicher artikulieren sollen. Reflektieren nach Gutdünken. Tanzen nach ihrer Pfeife.

„Ich gehe nämlich davon aus, dass die Mitglieder damit umgehen können. Es ist Teil von Fachwerk.de und wird immer wieder gern diskutiert. Tradition, sozusagen. Im Allgemeinen funktioniert es übrigens prächtig. Wie unser Wahlverfahren in der Politik auch - nur wenn niemand mehr hingeht, sind die wenigen, die das System torpedieren, umso mächtiger.“

Die Vergleiche werden ja immer absurder, und Sie haben kein seltsames Gefühl dabei, wenn Sie Thomas Lingl auf Freud verweisen?

„Das geht unseren Politikern auch so. Deshalb bleiben die Wahlen auch geheim.“ (Als Antwort auf Ich weiß auch nicht, was einem dazu zwingen sollte, die Entscheidung eines Anonymen zu respektieren. )

Hier spätestens ist der Tatbestand der persönlichen Beleidigung erfüllt.

Erstens ist der Vergleich mit dem genannten Stereotyp Politker beleidigend (und an den Haaren herbeigezogen), zweitens stellt sich der Politiker freiwillig zur Wahl, währenddessen hier die Leute von Ihnen in ein Wahlverfahren gestellt werden (ohne Einvernehmen, denn für den größten Teil wurde dieses Verfahren nach der Anmeldung eingeführt) Zuletzt war es ja auch eine Frage mit Modellcharakter. Was micht zwingt, einer anonymen Entscheidung Respekt zu zollen kann ja wohl nicht alleine dem Willen eines Herrn Stöpler entspringen, oder? Die Frage in diesem Kontext auf mich rückzudeuten ist weder legitim, noch entspricht es dem hehren Bild der Streitkultur, welches Sie hier propagieren.

Hartmut, sie könnten mir vielleicht zum Vorwurf machen, dass ich das zu persönlich genommen hätte. (Am Rande angemerkt, so etwas ähnliches gab es schon einmal) Ihrem Vorwurf könnte ich nur entgegnen, dass ich nun mal eine Persönlichkeit bin, und wenig Lust verspüre mich am Rande der Geschehnisse von Ihnen instrumentalisieren zu lassen.

Ich meine, dass sie als Informatiker das Potential besitzen ein solches Forum zu realisieren. Das halte ich für einen wichtigen Beitrag. Ich wünsche damit weiterhin viel Erfolg, und auf dass vielen Hilfesuchenden Rat gegeben wird.

Der Fehler, imho, liegt im mangelnden Transfervermögen, dass sich eben spezifische Fachkompetenz nicht so ohne weiteres auf soziale Kompetenz oder baufachliche Kompentenz transferieren lässt.

Ich habe mich also entschieden.

Insofern bleibt zu sagen: Administrator, walte deines Amtes!

Lösche meinen Account!



@Johannes Hoffmann



Ich find es äußerst bedauerlich das sie sich aus dem Forum verabschieden wollen !
Durch meinen Beitrag,der solche Wellen schlug, bin ich ja sozusagen ein Auslöser ihrer Entscheidung,und trage daran eine gewisse Schuld !
All das stand nicht in meiner Absicht !
Hätte ich nicht geschrieben,daß das Bild entfernt werden sollte,sondern etwas weniger direkt wie-ich finde man sollte etwas besonnener mit dem einstellen solcher Bilder umgehn,weil...,wär es wahrscheinlich nicht soweit gekommen !
Der Lutz hat mit seinem Bild eine Reaktion bei mir hervorgerufen,die er so nicht gewollt hat,ich habe mit meiner unbedachten Wortwahl etwas ausgelöst für das ich mich nur entschuldigen kann !





Lieber Johannes Hoffmann

Ich bitte dich beim Forum zu bleiben.
Wir brauchen deine Stimme in diesem oft dissonanten Chor der Meinungen. Ich hoffe, dass du zu einem persönlichen Gespräch mit Hartmut findest in dem ihr wieder eine gemeinsame Basis findet.
Ich würde es wirklich sehr bedauern, wenn du das Forum verlässt.

Lutz Parisek



Bin auf Geschäftsreise, daher nur ganz kurz:



Was bitte habe ich geschrieben, dass diese Antwort von Johannes Hoffmann rechtfertigt? Ich kann nicht erkennen, ihn persönlich angegriffen oder gar beleidigt zu haben. Sorry, aber das ist mir dann doch zu hoch - bei allem Respekt.



Erledigt



Da ich keinerlei Nachricht mehr bekommen habe, bin ich dem Wunsch von Johannes Hoffmann nachgekommen.



Und ich brauch jetzt eine



Auszeit ! Gibt einiges zu überdenken !