Referenz-Objekte mit Heizleisten-Technick

20.12.2018


Hallo,
wir planen, ein ca. 170 Jahre altes Bauernhaus zu sanieren. In der Theorie sind wir von Heizleisten und Strahlungswärme bereits überzeugt. Allerdings ist ein solches System zu teuer, um es in gutem Glauben einfach mal auszuprobieren.
Daher meine Frage, ob es jemanden hier im Forum gibt, der Heizleisten verbaut hat, zufrieden damit ist und bereit wäre, uns diese Technik "erleben" zu lassen. Sprich wir suchen ein Referenzobjekt, welches wir einmal besuchen können. Idealerweise im Norden zwischen Hamburg und Rostock.

Danke und Gruß,
Mark



Heizleisten-Alternative für Abenteurer: Blaffert



Je nach Design-Ansprüchen ist http://www.interberges.eu/blaffert.html bzw. https://blaffert-heizsysteme.com/index.php/heizungen/wastra/ eine kostengünstige Alternative. Erst recht, wenn man es mit den Preisen für zwei Kupferrohre und Fussleisten vergleicht.

Der Herstellungsprozess ist einfach Extrusion.

Die schwarze Oberfläche strahlt optimiert ab. Selbst-Lackieren in Wunschfarbe sollte möglich sein.
Ähnlich zu einem Kachelofen?

Gerade in einem alten Bauernhaus kann man mit einer hölzernen Abdeckung der Anschlüsse und einer Abdeckleiste, wie man sie bei Systemanbietern findet, vom Schreiner/DIY in passender Oberfläche dies integrieren. Die Abdeckleiste scheint in Verbindung mit dem Coanda-Effekt eine Art von Wärmevorhang an der Wand zu bilden. Dadurch ist die Hüllfläche wärmer als die Raumluft, was Kondensation verhindert.

Ein Referenzobjekt in der Nähe (= Schweinestall) sollte zu finden sein, da der Anbieter in Sachsen-Anhalt sitzt und sicher Kunden in MeckPomm hat.



Heizleisten...



...erzeugen leider weniger Strahlungswärme als alle anderen gängigen Heizsysteme.

Schauen Sie sich lieber echte Flächenheizungen an.

Der "Coanda" - Effekt ist in Bezug auf Heizleisten reine Effekthascherei.

Viele Grüße

Thomas Böhme



Wer nicht an Coanda glaubt, der kann die Abdeckleiste weglassen ...



auch wenn es mit Holzabdeckleiste schöner ist.

(Mein Zugang ist eher Strömung bei Spritzsystemen, aber für mich sind auch langsam strömende Systeme ähnlich - und ich glaube man könnte die Schwärzung über den Fenstern von Küchen und Bädern durch 'Abrisskanten-Stuck' reduzieren. Perfekt wäre dazu noch Strömungsmultiplikation ähnlich wie bei Dyson-Ventilatoren oder Druckluft-Saugern von Eputec.)

In einem Prüfbericht der DLG wird die Wärmeabgabe in W/m2 mit rund 300 W/m2 bei 45° und rund 650 W/m2 bei 75" Vorlauftemperatur angegeben. (Habe leider nur ein pdf ... und ist mir zu mühsam es in jpg umzuwandeln ... gibt es beim Hersteller.)

In Schwarz ist dies ein Dunkelstrahler. Aber in anderen Farben wohl auch, wenn auch weniger effizient.

Man muss einfach die Meter- bzw. Flächenpreise sehen und bei den Ferkel- und Schweinepreisen achten die Bauern auf Effizienz. Und nicht auf Dekor.
Wenn ihnen die Ferkel wegsterben würden wegen Unterkühlung, dann würde es nicht funktionieren.

Hier ist ein Plattenheizkörper 60 x 140 cm und bei gleicher Vorlauftemperatur und 1000 cm Heizleiste wäre es mit Sicherheit viel wärmer als jetzt. (Hat jemand schon eine Katzenklappe, die den 'Blower door test' besteht?) Und statt Zulaufleitungen hat man Heizleiste.
Im Keller (Ausbauvision Wellness) mit entsprechender Dämmung wäre ich zuversichtlich die Temperatur von 12° auf 20+° zu pushen. Ohne Kilometer Flächenheizung.

Darum hatte ich auch die Überschrift mit 'Abenteurer' gewürzt, weil man so etwas nicht einmal denken will, sondern dogmatisch wie deutsche Bürokraten ist.

Für mich ist ein Forum Schwarmintelligenz, Hypothese und Verifikation ... und man wird nicht vorankommen ohne Dinge in Frage zu stellen.



Nun,



diese Sicherheit fehlt mir eben. Ich sehe einen sehr kleinen Konvektor, desssen bescheidene Wärmeleistung durch DIYGebrettel (oder auch professionelles...) noch weiter reduziert würde. Meine eigenen Heizleistenversuche sind für mich viel aufschlussreicher. Nix Coanda. Statt des Glaubens habe ich es mit dem Thermometer versucht. Und nun ist der Heizleistenraum der kälteste in der Wohnung.

Aus ebendiesem Grunde halte ich diese Ferkelerwärmungseinrichtungen für wohnraumuntauglich.

Grüße

Thomas



"Und nun ist der Heizleistenraum der kälteste in der Wohnung"



so eine Enttäuschung! Da habe ich mich durch die verschiedenen Innedämmungen und Heizysteme gelesen, gesucht, gehofft, abgewogen, wieder gesucht...und nun dieser Satz.
"Und nun ist der Heizleistenraum der kälteste in der Wohnung"
Sie können einem Suchenden aber auch die letzte Hoffnung nehmen. Wie unfair.



Schweine habe ich keine...



@ Castell Berges
... bin aber offen für alles. Die Blaffert Heizsysteme waren mir bislang nicht bekannt, werde sie mir aber genauer ansehen. Besten Dank!

Mit den Erfahrungen und Argumenten, die hier im Forum vertreten werden, habe ich mich natürlich schon beschäftigt. Mir geht es darum, Heizleisten einmal selbst zu erleben, bevor! ich mich für ein Heizsystem entscheide. Die Erfahrungen der anderen sind hilfreich, die Argumente hingegen selten fundiert. Und da ich höchst subjektiv in meiner Wahrnehmung bin, ist mir die eigene Erfahrung vor der Entscheidung am Wichtigsten ;-)

Viele Grüße
Mark



Naja...



...hier sollte differenziert werden. Ich habe zwar keine persönlichen Erfahrungen mit Heizleisten, doch wenn das Prinzip auf Strahlungswärme setzt, ist der Vergleich mit dem Thermometer nichts aussagend. Strahlungswärme baut gerade auf dem Vorteil auf, dass die Raumluft keine so hohe Temperatur haben muss, da Luft kein besonders guter Energieträger ist. Ein behagliches Gefühl stellt sich schon bei geringerer Raumtemperatur sein.



@ Tilman



Woher soll die Stahlungswärme kommen? Wenn Sie auf der Strahlungswärme setzen, aber nur mickrige Flächen haben, dann sitzen Sie halt falsch.

@ Leo

Wenn Sie es als unfair bezeichnen, das ich Ihnen sage, daß Sie gerade (obwohl Sie nach Rom wollen) nach Lappland unterwegs sind - ja, dann bin ich unfair.

Sie brauchen mich aber gar nicht. Blättern Sie statt in Werbebroschüren in Physikbüchern, hinterfragen Sie bunte Bilder mit Ihrem gesunden Menschenverstand - und Sie kommen auch völlig ohne mich zu einem Ergebnis, das Ihre Baukasse nicht mit baumystischem Gedöns belastet.

Viel Erfolg wünscht

Thomas



Strahlungswärme



@Thomas:

Ich hab ja nichts über die Funktion oder Qualität dieser Heizung ausgesagt, sondern lediglich festgestellt, dass das Raumthermometer hier keinen Vergleich erlaubt. Auf der Zugspitze kann ich mich ja auch im T-Shirt in der Sonne braten, obwohl die Lufttemperatur -15°C ist.

Viele Grüße
Tilman



Wir lesen...



...immer 'mal wieder, daß wir uns bei Strahlungswärme wohler fühlen und die Termostate ca. 2 Grad zurückdrehen. Das mag stimmen. Aber eben nur bei großen, strahlenden Flächen. Und auch hier bleibt das Thermometer Bezugspunkt. Mit dem man ja auch die Wandtemperatur messen kann.

Ein Zugspitzenklima will wohl kaum einer im Wohnzimmer.



@Tilman



mein Beitrag sollte sarkastisch und augenzwinckend gemeint sein. Lesen wir nicht häufig genug über neue Systeme, neue Anwendungen. sind begeistert... und dann kommt jemand der es bereits ausprobiert hat und sag:. April, Apri, klappt leider nicht. Das Argument mit der Fläche, die doch relativ gering zu sein scheint ist einleuchtend.



Wärmevorhang statt Flächenheizung, Strahlungswirkung, Flächen-Fetischismus und Kostenfrage



Ob mit Coanda oder nicht: Ist die Wand über einem Heizkörper oder einer Heizleiste geheizt?
Reicht dieser Wärmevorhang aus, um Kondensation zu verhindern?

Offensichtlich wirkt die Strahlung auf Ferkel. Und Konvektion auf Feinstaub.

Die Behauptung, dass 26 x 1000 cm besser heizen als 60 x 140 cm ist wohl nicht zu gewagt, wenngleich der Unterschied von Vorlauf- und Rücklauf-Temperatur hoch sein kann.

Die marktüblichen Heizleisten haben der Erinnerung nach Preise, die einem die Tränen in die Augen treiben, wenn man die 'sauguten Ferkelheizungen' kennt.
Sie (die Ferkelheizungen) können besser als einfache Rohre bei www.Haustemperierung.net wirken. (Die Einbindung in Mörtel ist nicht getestet, aber ein wandbündiger Einbau oder wandschlüssiger Aufbau sollte möglich sein. Die Frage der Rissbildung im Putz könnte heikel werden, weil Aluminium ...)

Wandheizungen sind natürlich Luxus pur, doch die Frage ist, ob man mit weniger leben kann. Sicher kann man auch die Kirchen, Museen, Schlösser etc. mit Wandheizung ausrüsten, aber selbst dafür fehlt das Geld.

Bei Wandheizungen erscheint das System von www.hypothermal.de attraktiv, aber man braucht ein System, was auch im sozialen Wohnungsbau funktioniert, wo in Wände gebohrt oder gehämmert wird ohne Thermosuchfolie ... und da ist 'Aufwandinstallation' perfekt. Mit Trocknung der Aussenwände.
(Thilo Sarrazin ist ein Dummkopf, wenn er vom Pullover im Winter faselt, weil heute der Feuchteeintrag erhöht und der Luftaustausch verhindert wird. Wäscheständer, 3fach-Fenster und Kondensation ist gleich Schimmel. Dies könnte man durch - eingebauten - Trockenschrank auf dem Balkon lösen ... mit https://www.beckmann-kg.de/Wäschetrockner und Lüfter ... wenigstens Lüfter.)
Was in der Ferkelbucht funktioniert, ist 'heavy duty'.

Die Intonacatrice Tigre, der PutzSpritzTiger, ist das perfekte Gerät, um schnell 20 oder 30 qm Wandheizung zu Verputzen und gerade mit Kalk- oder Lehmputzen, wo man zwischen den Schichten warten muss. (Heute wurde zur Kompressorkopplung ein 200/10/24 ölfreier Kompressor zum 450/10/50 gekauft. Die Räder fehlten und dafür kostete er nur 59 EURO, doch zum Ziehen müsste man sowieso Liliputaner sein. 5 Jahre Garantie. Damit kann in der Kombination auch hoffentlich wohl hochvergüteten oder selbstvergüteten 'Kaugummi-Putz' [aus der Türkei mit Perlit und 16 Vergütungen hat überhaupt nicht funktioniert] verarbeitet werden ... es gibt hier Methylcellulose, aber auch Kartoffelmehl, Hanffasern 1 mm, Hanfkollerschäben 4 mm, ... Wasserglas und Tiefengrund ..., während Weissfeinkalk beim Baustoffhandel ein Problem zu sein scheint.)
Darum sollte ich Fan von Wandheizungen sein. Wo es Sinn macht oder wo man es sich leisten will.

Aber mit Ferkelheizung verhält es sich zur Wandflächenheizung wie mit Trockenbau zu Massivbau. Nicht immer ist das Bessere des Guten Feind. GEQ (good enough quality), Spatzen in der Hand sind besser als Tauben auf dem Dach. (Vor Kurzem habe ich einen Bericht über Appartments für Millionen USD gesehen, die strukturell eigentlich nur Gipskarton waren mit ChiChi-Verkleidung. Und man weiss natürlich, warum 'suprime' für US-Häuser normal ist, die im Zeitraffer verfallen, was aber höchstbezahlte Vorstände von deutschen Banken mit höchstbezahlten Beratern nicht wissen 'konnten'.. Holzständerbauweise mit OSB und Folie ist genauso. Da ist Hanfschäben-Beton in Holzständer-/Stäbchen-Bauweise so seriös.)

Wer heute in der Immobilienblase und Zins-Delirium-Blase in ein Haus investiert, sollte sparsam sein oder Jahrzehnte Zinsbindung haben, während Millionen von Hausbesitzern nie Eigentümer ihres Hauses werden werden. Ganz automatisch über Zinsniveau und nicht wegen Krankheit oder Scheidung.

PS: Jetzt höre ich auf, aber der Geist der Erbauer des Bauernhauses kann weiter schwadronieren. Die Unvollständigkeiten und Inkonsistenzen sind mir bewußt. Die Inkontinenz überlasse ich anderen.

PPS: Von Blaffert erhalte ich keine Provision und ich habe es nur entdeckt.



Ich hoffe mal,



daß wenigstens der Castellanus selber weiss, was er mit seinen Auslassungen meint. Klingt etwas hyperaktiv, aber das ist ja jetzt so trendy wie Shabby-look.

Erhellend ist das nicht, aber wenigstens erheiternd.