Neubau eines Bauernhauses mit Reetdach

26.03.2005



Hallo,

ich plane zur Zeit ein Haus zu bauen. Dabei ist mir sehr günstig ein Fachwerkhaus mit optionaler Rettdachdeckung aufgefallen. Ich frage mich allerdings, ob es bei Neubauhäusern Probleme geben kann. Kann mir jemand sagen mit was für Sonderauflagen ich rechnen muß? Was kostet mich wohl eine Versichrung für das Dach pro Jahr?

Vielen Dank und Beste Grüße,

der Marc



reetdach



hallo,
kurz und bündig; Fals es Auflagen gibt, fragen Sie den zuständigen Baubehörden. Auflagen sind nach Region unterschiedlich, vorallem bei Neubauten.
Was die Versicherung betrifft, ist es die Versicherung zu fragen. Am besten mehrere Versicherungen.
Siehe auch rechts im Bild unter dem Titel; "haben Sie das schon gelesen"; Reet und Stroh als historisches Baumaterial.
von Mila Schrader. Zu bestellen bei amazon.de.
m.f.g
J.E.Hamesse





hallo,
Probleme dürfte es in Berlin/Brandenburg nicht geben. Es müssen natürlich vorgeschriebene Abstandsflächen zu Wald und anderen Häusern bzw. Grundstücksgrenzen eingehalten werden. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die Ämter dort oben (hatte zwei Baustellen in Mecklenburg-Vorpommern) sehr zugänglich sind. Auch bei meinen Objekten in und um Berlin hatte ich keine Schwierigkeiten.
Aber am besten Sie gehen vorab zu dem zuständigen Bauamt und besprechen dieses direkt mit dem zuständigen Bearbeiter. Es kann ja auch sein, dass Sie in einem B-Plan Gebiet bauen möchten wo nur Ziegeldächer vorgeschrieben sind. Dort wird es nur über eine Ausnahmegenehmigung gehen. Wir hatten in der Nähe von Dresden das Problem, dass der Bauherr ein Grundstück in einem B-Plan gebiet bereits hatte und dort ein Fachwerkhaus traditionell bauen wollte. Der B-Plan sah dies jedoch nicht vor und die Gemeinde ließ auch nicht mit sich reden und lehnte ein Fachwerkhaus ab. Und mal ehrlich, in den meisten B-Plan Gebieten sieht ein Fachwerkhaus auch kitschig aus, dass musste an dieser Stelle der Bauherr auch einsehen. Es kommt also neben der Behörde noch auf die direkte Umgebung an.

Noch ein Tipp am Rande. Wie sieht denn der Wandaufbau des Fachwerkes aus? Wenn es mit Mineralwollen, Gasbetonsteinen oder gar mit Klinkern und innenliegender Dämmung ausgefacht ist, dann würde ich es an Ihrer Stelle in Hinsicht der Langlebigkeit des Objektes überlegen. Lassen Sie sich Häuser zeihen, die mind. schon 15 Jahre stehen. Schauen Sie sich in den alten Bundesländern um.

Viele Grüße
Michael Reisinger