Recycling alter Putz und Mörtel




Hallo liebe Gemeinde, ich hab mal ne Frage zur Recyclingfähigkeit von verschiedenen alten Baustoffresten.
Klar, Kunststoffe, Rigips und dergleichen müssen aussortiert werden. Aber was könnte man mit alten Mörtelresten aus Fugen machen, Bruchstücken von alten Mauersteinen. Zementreste aus alten Bodenbelägen etc. ?

Kann man z.B. gerade den alten Putz und Mörtel evtl. soweit kleinbröseln, dass er als Beton-Zuschlagsstoff so wie Sand verwendbar wäre ? oder bedenkenlos im Garten als sandähnliches Substrat eingebracht werden darf ?

Muss man hier streng zwischen Kalk und Zement unterscheiden, oder wäre das in der "bröseligen Darreichungsform" dann egal ?

Wie sieht das mit alten Ziegelresten aus ? Können die auch irgendwo "verbaut" werden ?

Also ich will jetzt nicht unbedingt zwangsweise alles verbauen, was sich so finden lässt, aber grad bei der Masse an Bausschutt die so anfällt, wäre es super, wenn man nicht alles unbedingt auf die Halde fahren muss, sondern das sinnvoll verklappen kann. Und wenns nur Betonstufen/-fundamente im Garten wären.

Saubere Lehmreste haben wir schon immer wieder dem frischen für den Grundputz mit untergemischt, das ist ja klar.

Danke und Gruß
Jörch



Bauschutt...



wird von Betonwerken recycelt, d.h. klein geschredert/gemahlen und dann als Recycling-Schotter in verschiedenen Korngrößen angeboten. Dieser RC-Schotter wird als Füllmaterial verwendet, im Straßenbau oder auch im Hausbau: Sauberkeitsschicht unter Betonplatten, Fundamenten, Unterbau für Pflasterflächen etc.

Es gibt da aber recht strenge Vorschriften, was in dem Bauschutt enthalten sein darf. Putz normal nicht, weil er viele Sulfate enthält und Farbreste o.ä. (das zählt dann als nicht verwertbarer Bauschutt und is sauteuer in der Entsorgung, zum Glück nimmts mein Stammbetonwerk nicht so genau ;-)
Im Prinzip nur harte Steine Ytong-Steine z.B. nicht) und Beton , Kalk und Zement ist aber gemischt.

Privat hätte ich keine Bedenken, Putzreste und den restlichen Bauschutt zu verwenden, das Problem wird blos sein, dass man keine Maschinen hat, um das Zeug zu schreddern ;-)



Betonreste



Hi, Danke für den Tipp schonmal.

Wir haben z.B. einen Teil des Hofes mit alten bröseligen Betonresten in Stückchen bis Schollengröße, die würde ich gerne an anderer Stelle mit verfüllen. Konrekt geht es dabei z.B. um ein Fundament für einen Wassertank draussen.
Dickes Fundamentloch, Zeuch rein und verdichtet bis zum Anschlag ;-)

Schreddern wäre wirklich schwierig, aber die Betonbrocken liessen sich handgerecht zerkleinern und der Putz/Mörtel zerfällt eh fast von allein zu Sand.

Apropos Sand, der Hinweis mit den Sulfaten und Farbresten ist natürlich von daher hilfreich, dass wir diese Rest dann eher nicht für den Garten benützen sollten.

THX und Gruß



Moin,



klar kannst Du Deinen Bauschutt bei Dir verarbeiten, die Sinnhaftigkeit ergibt sich wenn Du Proktordichte, Sieblinie, Korngruppe, LAGA usw verstanden hast.
........verdichten bis zum Anschlag.........
mal ehrlich oder?



Bauschuttologie



wollte ich jetzt nicht studieren, dann fahr ichs lieber weg und Kauf mir Füllmaterial teuer vom Fachhandel neu ...
Wenns nicht geht, gehts halt nicht.

Für einen Unterbau unters Fundament eines 1000 Liter IBC-Tanks im Garten, gibt es dann wirklich eine schädliche Verdichtungsgrenze die man überschreiten kann ? Verdichtet bis zum Anschlag heisst bei mir, solange es halt technisch möglich ist, der Untergrund eben und tragfest ist.

Gruß



Lass dich nicht



ins Bockshorn jagen! Da wollte nur einer mit tollen Fachbegriffen aus dem Studium prahlen. In deinem Fall: Zieh Muttererde weg, verteil den Schutt und zieh den Mutterboden wieder drüber. Dein Wasserfass kannst du sogar auf den Rasen stellen.



Moin,



nein da wollte keiner mit tollen Fachbegriffen prahlen, da wollte einer darauf aufmerksam machen, dass eine Verdichtung von Bauschutt so nicht funktioniert.
Die Rede vom 1m3 Fass kam auch erst jetzt zur Sprache.
Es ist tatsächlich sinnvoller den Schutt dahin zu fahren wo er hingehört nämlich auf die Deponie.



Hauptsächlich im Garten



soll das Zeugs als Füllmaterial verwendet werden, wie im Eingangspost erwähnt. Also definitiv keine Statisch bedenklichen Bauwerke. Einmal das erwähnte Wasserfass und dann evtl. noch der Unterbau einer Terasse, wobei es hier nur um eine Begradigung und Verdichtung des Untergrundes geht, da kommt später Holz mit Auflager drüber.



Moin,



Zum einen weis man nicht was man da im Garten verklappt viele machen ja auch den Ölwechsel im Garten,
zum anderen bieten gerade die entstehenden Hohlräume, die zwangsläufig aufgrund der ungünstigen Kornzusammensetzung enstehen werden ideale Brut- und Niststätten für Insekten und dann wird nach dem Kammerjäger gerufen weil alles voller Ameisen.......
Ich gebe nur Hinweise, die Entscheidung triffst Du