Taugt dieser U-Wert-Rechner was?

29.09.2010 Boris



Moin zusammen,
ich hab gerade diesen U-Wert-Rechner aus dem Netz gefischt und wollte mal eure Meinung dazu hören:

http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?cid=HB8C5ogJ&

Ich finde ihn sehr bedienungsfreundlich und das Diagramm könnte uns in Zukunft etliche Tauwasser-Problematik-Diskussionen ersparen, weil jede/r Fragesteller/In seinen Aufbau schnell selbst ableuchten kann.

Haltet ihr die Werte für brauchbar, decken die sich mit den Ergebnissen eurer Programme?

Konkret wüsste ich noch gern, was für Werte ihr bei der rel. Luftf. einsetzen würdet, ich möchte eine Wand zwischen Bad 2.OG und unbeheizter Scheune rechnen.

Grüsse, Boris



Für überschlägige....



... Berechnungen ganz brauchbar.
Der Ersteller dieser Webseite beschreibt auch am Anfang auf der Webseite bzw. Folgeseite "(weiter lesen)" die Grenzen dieses Online-Rechners. Er rechnet wie die meisten Programme nach dem Glaser-Verfahren, welches nur unter statischen Bedingungen (konstante Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten) gültig ist.
Somit lassen sich leider nur sehr schwer oder gar nicht die kapillare Leitfähigkeit der Baustoffe wie z.B. Naturdämmstoffe und Lehm berücksichtigen. Ein Dämmung mit Naturdämmstoffe und Lehm trocknet durchaus schneller als mit diesem Verfahren berechnet werden kann.

Gruß T.Bucher



Die Frage müßte eigentlich anders lauten:



Taugt der U-Wert was?

............

Viele Grüße
Achim Hecke



Uwertrechner



Welcher?
Deiner?
Meiner?
Der von der Wand unter meinem Kellerfenster?



@Tobias:



Kann man nicht durch Veränderung von Temp/Luftf. die verschiedenen Jahreszeiten quasi simulieren? Mit taugen meine ich, ob die Taupunktberechnungen einigermassen aussagekräftig sind.

@Achim: Wenns 1,9% Zinsen auf 10 Jahre bringt, schon.

@Georg: Na der, der auf deinem Schirm erscheint wenn du o.g. URL per copy & paste in die Navigationsleiste deines Browsers eingibst und auf "Enter" drückst.

Grüsse, Boris



Uwertrechner



Hallo Boris,
meine Gegenfragen bezogen sich nicht auf den
U-Wertrechner, der ist in Ordnung.
Sie bezogen sich auf die Frage von Achim:
"Taugt der U- Wert was?"

Natürlich hat so ein Rechner seine Grenzen, die sehe ich z.B. bei Dachausbauten mit ihren eingeschlossenen Luftschichten, den darin vagabundierenden Feuchtemengen und den völlig instationären klimatischen Verhältnissen darin.
Aber um zu überprüfen, was wieviel Dämmung an einer Außenwand bringt, ist er gut geeignet.

Viele Grüße



Zahlen über Zahlen



und alles wird der Bauherr "bezahlen"!

Warum wird denn immer noch geglaubt?

Diese Zahlenspielereien sind doch nichts anderes als miese Taschenspielerticks oder das "Hütchen-Spiel" - bevor man richtig hinschaut hat sich alles geändert.

Die aufgezeigten "Probleme" mit dem Tauwasser können nicht errechnet werden - sie werden sich dann in der Realität ZEIGEN!
Dann ist es zu spät und der Bauherr greift mal wieder in die Tasche und die Industrie und deren Lobbyisten greifen wieder in die Trickkiste der gekauften Wissenschaft und kommen dann mit einem xy-Wert und einer YZ-Wert-Tabelle - und wieder wird geglaubt!

Auch diese Wortklauberei mit den feuchteadaptiven Sowieso und Klimamembranengedöns und Kapillaraktivität von Innendämm- und Aussendämmputzen und Teilen ist doch populärwissenschaftlicher Problemmüll.

Seit der Verwissenschaftlichung der Baustoffe im Zuge der Wirtschaftswunder- und Lobbyistenära sind die Ergebnisse der Bauten immer schlechter geworden - die Schäden gehen in die Milliarden und keiner reagiert - Ausser die Politiker - die brabbeln irgend einen Blabla nach der auf den Zetteln steht, die sie vorlesen und kommen sich vor wie Robin Hood für die Eisbären!

Bleibt doch einfach auf dem Boden der Tatsachen un dnicht in den abgehobenen Regionen der falschen Fufziger!

FK





Na, ob dem Boris mit dieser Antwort geholfen ist?
Ich bezweifele das mal.

Ich schieb den Beitrag mal in die Schublade “verbalen Sondermüll”.


Grüße aus Schönebeck



Stimmt so weit …



wie die Forumsregeln halt es so definieren:

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass alle Antworten als freie Meinungsäußerungen und nicht als Beratung angesehen werden müssen.

FK





@Florian Kurz

Das ist schon klar, darum kam ja der Beitrag genau auch diese Schublade.

Da gehört der eben meiner Meinung nach hin.


Grüße aus Schönebeck



@Georg:



kennst du Programme, mit denen man diese Variablen zumindest Szenarienweise erfassen kann?

@FK:
"Bleibt doch einfach auf dem Boden der Tatsachen un dnicht in den abgehobenen Regionen der falschen Fufziger!"

Was für Tatsachen, wenn es um die Kombination unterschiedlichster Baustoffe geht, mit denen teilweise noch keine 50 Jahre Erfahrung bestehen?
Oder meinst du: "Lieber weiter 2000€ Gas/Jahr zahlen, da weiss man was man hat"???
Dass sich die Tauwasserprobleme in der Realität zeigen - wie lang studiert man für so eine Erkenntnis?
Und ich Bauherr versuche gerade einen möglichst sinnigen Wandaufbau hinzubekommen, ohne in ein paar Jahren nochmal in die Tasche greifen zu müssen.

Also Meister, dann sach doch mal: 12cm Holzständerkonstruktion plus 10-12cm Dämmung: Womit ausfachen und dämmen, um die vorgegebenen 0,3 W/m²K zu erreichen (Innenwand zur Scheune hin)?

Grüsse, Boris



Ganz genau



Zitat:

Und ich Bauherr versuche gerade einen möglichst sinnigen Wandaufbau hinzubekommen, ohne in ein paar Jahren nochmal in die Tasche greifen zu müssen.

Genau das meine ich.
Wenn Sie sich darauf verlassen wird das passieren - Sie werden wieder und wieder in die Tasche greifen müssen, wenn Sie den Zahlen glauben.

Warum haben die alten Hütten überdauert?
Warum sind die Hütten aus den 60ern ff denn mittlerweile Müll und die neuesten werden bald zu Sondermüll!

Und Alles zahlt der Bauherr. - Und Alles ist : Glaubenssache - anscheinend.

Mal ehrlich:
Glauben Sie wirklich, dass die Regierung mit Ihren Gesetzen will, dass Sie "sparen"?
Will das denn die Lobby der Bauindustrie auch oder gar die Energiewirtschaft?
Die einen wollen Stimmen - die anderen Ihr Geld.
Was machen die, wenn Sie weniger Gas oder Öl oder weniger Strom mehr verbrauchen - die erhöhen die Preise für den Rest.

Verwenden Sie einfach Aufbauten, die schon hunderte von Jahren funktioniert haben.

Es ist nämlich NIEMAND erfroren und wegen Kälte in den Häusern umgekommen, sondern an Unterernährung und Kriegen gestorben, die den Leuten von oben her geschenkt wurden.

FK



@FK:



Nochmal ganz langsam und für Diplom-Ingenieure:

Ich glaube weder an den U-Wert, unsere duften Politiker noch die Dämmstofflobby, habe aber für mein KfW-Darlehen und dank der LBO konkrete Werte nachzuweisen und mein Energieberater ist nur begrenzt bestechlich.

Von daher wäre ich auch für einen konkreten Vorschlag ihrerseits für einen Wandaufbau sehr dankbar.

Von (absolut berechtigter) Gesellschaftskritik allein ist meines Wissens noch kein Bauvorhaben verbessert worden.....

Gruss, Boris



Wieder der Glauben!



oder: "Wider des Glaubens!"

Sie schreiben: KfW-Darlehen und dank der LBO konkrete Werte nachzuweisen und mein Energieberater ist nur begrenzt bestechlich

Eine klassische: Wenn - Dann Beziehung
Wenn Sie einen KfW Kredit bekommen wollen, dann müssen Sie dies und das machen!
Wenn Sie vorher gerechnet hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass der Mehraufwand an Auflagen sich nicht rechnet mit der Verbilligung der Zinsen - da muss man das ganze Paket anschauen.
Ich habe Ihnen das nicht vorgeschlagen.

Zum teilweise bestechlichen E-Berater hätte ich eine Frage.
Müsste der Ihnen nicht seine "Energiesparvorschläge" berechnet vorlegen mit allen Hüh und Hotts drinnen?
Natürlich hieb- und stichfest zum Annageln an die Wand und Verklagen, wenn das nicht eintrifft, was er denn so versprochen und berechnet hat.
Das ist ja nur das EINE - das ANDERE wäre dann noch: was passiert, wenn aus den abgearbeiteten Vorschlägen mit K-Wert xy dann Schäden am Haus entstehen:
Muss das der E-Berater zahlen, zahlt das die Softwarefirma, die die Software geliefert hat oder bleibt der dann noch Kredit abzahlende Bauherr auch noch auf diesen Kosten sitzen.
Ich glaube: Letzteres!
Denn die Dämmmittel liefernde Industrie wird es nicht zahlen.

Jetzt können Sie weiter: Glauben, rechnen, nachdenken oder dagegen oder dafür sein - letztendlich bleibt es sowieso an Ihnen Kleben oder Sie haben den Nutzen davon.

FK



Grüß Dich Georg,



was soll denn diese Gegenfragerei? Du hast die Frage doch verstanden und sie lautet nach wie vor: Taugt der U-Wert im Allgmeinen überhaupt etwas? - Ein von der "Wissenschaft" künstlich ins Leben gerufenes Konstrukt, was von völlig abwegigen Bedingungen ausgeht, die vielleicht aufm Papier funktionieren.

In diesem Zusammenhang hast Du übrigens ein gutes Stichwort geliefert: "völlig instationär" (gibts auch ein "bißchen instationär"??)

Zeige mir bitte mal ein Bauteil an einem Haus, was einen stationären Zustand aufweist. Es ist nicht nur das Dach "instationär" sondern eigentlich doch das ganze Haus. - Das müßtest Du doch am besten wissen.

Meiner Meinung nach ist das Ganze nur eine pseudowissenschaftliche Berechnungmethode, die der Lobby dient, um den Dämmschrott, den sie an die Leute bringen will, schön zu rechnen. Und Papa Staat macht fleißig mit beim Täuschungsmanöver.

Diesen ganzen KfW 40/80/100 und was noch alles-Unfug sollte man einstellen, sofort.

Unsere Vorfahren wußten, wie man Häuser baut, die Jahrhunderte überdauern. Heutzutage werden tausende Beraterarten kreiert und höchst (pseudo) wissenschaftliche Berechnungen angestellt, weil man ja schließlich im 21. Jahrhundert angekommen ist und alles besser weiß und freilich alles im Dienste von nichts Geringerem als der Rettung der Menschheit, die blindlings auf den CO2 Kollaps hinsteuert. Und was kommt dabei raus? Ne Thermoskanne ;-)

An Boris: Du glaubst auch nicht an den U-Wert, aber eine KfW-Förderung soll es doch sein, die mit all den Dingen behafet ist, die Du nicht glaubst? - Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß? - Hast Du die Empfehlung von Florian Kurz mal ernst genommen und tatsächlich ALLES mit einberechnet. - Da kann bald jede Hausbank mithalten und Du kannst bauen, wie Du es für richtig hältst, nicht irgendein "Berater" (ulkige Bezeichnung übrigens, für jemanden, der einem im Zweifel die ganze KfW-Suppe in den Ausguß befördern kann).

Wie hat doch irgendein Philosoph mal gesagt: In der Regel sind die einfachsten Lösungen auch die besten.

Wohnst Du schon oder rechnest Du noch? Oder kaufst Du doch lieber ein X für ein U?

Viele Grüße
Achim





Hallo,

in wenigen Punkten zusammengefasst, läßt sich sagen

1. ein u-Wert ist besser als gar nichts, man muß aber die
Konstruktion verstehen.
2. ein ausgereiftes (kommerzielles) Programm erleichtert die Arbeit ungemein.
3. Für den Gelegenheitsanwender ist es besser, sich eine excel-Tabelle zu bauen.

Soweit meine Erfahrung damit.

Grüße vom Niederrhein



Ich mach das so wie Opa.......



@FK:
Dass der Glaube in den südlichen Bundesländern eine grössere Rolle spielt, war mir durchaus bekannt - bei uns hiess das lediglich: "Glauben kannste in der Kirche". Und dort wollen wir ihn dann auch belassen, gell? Mir wäre jedenfalls mit einem konkreten Vorschlag geholfen gewesen, nicht mit einer Predigt.

Dass es höchste Zeit wird die Industrie und Energieberater in die Produkthaftung zu nehmen, sehe ich auch so. Allein wer macht's? Arbeitet da schon jemand an einer Gesetztesvorlage? EU-weit?

@Achim:
Dass der U-Wert-Rechner lediglich einen Aspekt einer Konstruktion beleuchtet und das in einem Zustand der vielleich 2-3 mal im Jahr genauso eintritt ist mir schon klar.

Kannst du dir ansonsten vorstellen, dass ich dämmen wollte, es getan habe und dieses KfW-Darlehen mir genau das günstiger als meine Hausbank finanziert hat? Und ich jetzt bei dieser einen Innenwand mal an die Grenzen stosse, weil ich nur 10cm dämmen möchte, um meine Scheuneneinfahrt nicht zu verkleinern? Dabei auf diesen Rechner stosse, verschiedene mögliche Aufbauten mal durchspiele und dann hier nachfrage, was mir das sagt? Und sonst nix?

Aber nett mal deine Meinung gehört zu haben.......

Apropos: Ich wohne und rechne auch mal, aber vor allem Lebe ich.

Grüsse, Boris



Glaube



@Boris

Zitat:"Glauben kannste in der Kirche". Und dort wollen wir ihn dann auch belassen, gell?

Genau DAS meine ich auch.

Aber die meisten glauben nicht mehr an irgend einen Gott o.Ä. sondern glauben an U-Werte oder die Obrigkeit an Verordnungen und die Intelligenz der Regierenden oder dass eine Dämmung sparen hilft oder dass KfW-Kredite billiger sind.

Sich selbst irgend welche Werte schönreden oder schönrechnen ist doch auch nur ein Anzeichen von Glauben und dazu brauchen die einen ein Buch mit Kreuz drauf - die anderen eine Software, die einen Wert ausspuckt der "angenommen" und für gut befunden wird.

Glauben ist beides!

Amen

FK



Hmm,



so gesehen "glaube" ich natürlich zunächst das richtige zu tun...ob dem so ist "wissen" wir erst in 20-50 Jahren.

Bis dahin versuche ich mich der Wirklichkeit durch sammeln von Fakten (soweit möglich) wenigstens anzunähern.

Der Rest bleibt Versuch und Irrtum und an diesem Experiment nehme ich auch gern eigenverantwortlich teil und überprüfe Berechnungen und Aussagen am eigenen Objekt.

Ich denke nur so können wir zeitgemässe "Traditionen" für die Zukunft entwickeln.

Grüsse, Boris



Boris,



genau dies kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand freiwillig sein Geld verbrät, sonst hätt ich Dir sicher etwas anderes geschrieben.

Viel Glück, bei Deinem vermeintlich niedrig verzinsten Experiment wünsche ich Dir.

Gruß
Achim