Dachneudeckung - Schichten, Aufbau?

20.07.2005



Hallo zusammen,

Ich habe mich schon mühsam durchs Forum gekämpft, aber leider keine Antwort auf meine Fragen finden können. Ich muß zugeben, daß ich technisch und handwerklich nicht so sehr bewandert bin, wie manche hier im Forum. Mein Mann und ich müssen uns aber die Arbeit etwas aufteilen, sonst gehts nicht vorwärts, also macht er die praktische Arbeit, meine Aufgabe ist Infos einholen!
Wir haben uns ein Haus BJ 1890 gekauft. Das Dach muß neu gedeckt werden.Momentan sind die Ziegel von innen sichtbar. Die Balken/Sparren sind lt. dem Sachverständigen o.k..
Wir wollen möglichst einfach und ökologisch, also ohne viel schnickschnack arbeiten. Später soll, wenn das Dach ausgebaut wird, auch gedämmt werden.
Wir haben schon unterschiedliche Vorschläge über den künftigen Aufbau erhalten.

1) Sparren Aufdoppeln (damit später bei Zwischensparrendämmung die nötige Dicke des Dämmaterials erreicht werden kann, Dampfbremse drüber, Konterlattung, Lattung, Ziegel
spätere Dämmung: Zwischensparrendämmung mit Hanf o.ä., Verkleidung (z.B. Nut und Federbretter innenseitig an den Sparren anbringen.

2) außenseitig Rauhspund, Dachpappe o.ä., Konterlattung, Lattung, Ziegel


3) außenseitig Nut- und Federbretter, Konterlattung, Lattung, Ziegel

Fragen:
- für was braucht man Rauhspund, macht er das Dach u.U zu schwer für die Dachkonstruktion?
- hat Rauhspund Nut und Feder, ist 2) also dasselbe wie 3)
- Zu Pkt1)braucht man unbedingt eine Dampfbremse? Die Ökomaterialien wie Hanf, Holz usw. sind doch sicher auch Atmungsaktiv.
- Zu Pkt 2) bzw 3)braucht man über dem Rauhspund bzw. über den Nut- und Federbrettern unbedingt Dachpappe? Eigentlich sind ja die Ziegel dazu da, die Nässe aufzuhalten.
- wenn wir Rauhspund machen und innen dann später mit Holz verkleiden, brauchen wir dann unbedingt Dämmaterial? Luft soll doch auch prima dämmen. Über unserem Gewölbekeller ist z. B. Sand aufgeschüttet zum Boden ebnen, und auf ca. 15 - 20 cm Höhe, erreicht durch Balken unterlegt mit Steinen, die Dielung aufgebracht. Die Leute haben das in der Wohnstube ja jetzt auch schon über 100 Jahre überlebt.

Kurz und gut: Was ist die einfachste, ökologischste, günstigste Form eines Dachaufbaus?

Ich bin schon gespannt auf eure Ratschläge!!

Grüsse Sabine



eine von vielen Möglichkeiten



ist die Aufsparrendämmung, der Vorteil liegt in der Ersparniss die Sparren aufzudoppeln, es gibt die unterschiedlichsten Materialien dafür, ich habe schon mit Holzweichfaserplatten gearbeitet, diese gibt es auch in unterschiedlichen Ausführungen. Das System das ich zuletzt verwendet habe ist unter www.steico.de/webseite/pdf/datenblatt_10_de.pdf beschrieben, hier ist die Seite 4 am interessantesten. Andere Hersteller sind z. B. Gutex (www.gutex.de), Pavatex (www.pavatex.de), DWD (www.glunz.de), mineralisch gibt es auch Aufsparrendämmung, die ist aber nicht sofort regendicht. Zu beachten wäre noch die Art der Imprägnierung, Bitumen oder Latex wird meist angeboten, von Bitumen würde ich abraten. Bei diesem System entfällt auch die Rauhspundschalung und evtl. die Unterspannbahn.
Viel Erfolg beim Entscheiden für die richtige Konstrulktion wünscht
Klaus



toll - ich glaub jetzt weiß Sie auch nicht mehr als vorher.....



... denn zumindest mir geht es, der ich zufällig das gleiche Problem habe. Ich denke die Posterin hatte doch genügend Alternativen die Sie bevorzugt geschrieben, als daß man mit so nem Quatsch wie Aufsparrendämmung und ähnlichem kommen sollte. Ich möchte ebenfalls ein Dach ohne Schnickschnack, möglichst einfach und althergebracht und vielleicht meldet sich ja noch jemand, der dazu etwas weiß.... Grüsse FachwerkwAnderl P.S.: Gut gedämmt ist halb verrottet!