Rampe anstatt Treppe!

13.12.2007


Hallo!

Frage, gibt es Alternativen zu einer Rampe? Ich wollte anstatt einer Treppe eine Rampe aus Pflastersteinen machen, da ich die Treppe sowieso machen muss.

Jetzt habe ich gehört, dass man zwischen 9 und 20m bräuchte, was nicht machbar ist. Gibt es also Alternativen? Wir wollen unseren Hunden und später mal uns den Aufstieg etwas einfacher machen.

Gruss Andreas



2.Bild



Hier ein zweites Bild.



Moin,



meines Wissens ist die max. Steigung einer Rampe für Hunde nicht festgelegt, anderes sieht es jedoch aus wenn die Rampe als "Behindertengerecht" gebaut werden soll dann gelten max. 6% Steigung.



Rampe



Moin! eine barrierefreie Rampe sollte 6% Steigung haben (also 60cm Höhe braucht 1000cm Länge)- gehe ich mal davon aus, dass du einen 20 bis 23cm hohen Treppenstufen-Auftritt hast, müsstest Du so in etwa 110cm zu überbrücken haben. Somit müsste die Rampe also 18,3m lang werden.
Baust Du die Rampe nicht nach barrierefrei-Vorschrift, so würde die Rampe in der Länge der Treppe für einen Fußgänger zu steil - gerade im Winter wäre es die reinste Rutschpartie!
Hast Du die Möglichkeit, das auf dem zweiten Foto zu erkennende Pflasterstück neben der Treppe mit einzubeziehen? Welche Breite hast du ingesamt zur Verfügung?
Wie lang ist die (Weg-)Strecke vom Podest (rechts neben der blauen Tonne) bis zur Hausecke rechts neben der Treppe?
Meine Idee geht dahin, in Höhe des Podest mit der Wegführung / Rampe zu beginnen und in der 180° Wendung statt einer geraden Fläche das ganze anzukippen (Kipp-Punkt ist die gedachte Diagonale bzw. Gehrung, denn normalerweise werden diese Wendeflächen als gerade Podest ausgeführt - hat dann den Nachteil, dass viel Fläche verloren geht.
Aber ich müsste erst mal genauere Maßangaben haben...
Grüße
Silke



Anmerkung zu Rampe



Hallo

Ich habe mir gerade mal Silkes Vorschlag durch den Kopf gehen lassen und muss sagen, der ist gut! Da wir in der Familie eine Rollstuhlfahrerin haben achte ich immer sehr auf barrierefreie Konstruktionen im Alltag. Falls ihr dies platztechnisch ausführen könnt, dann denke ich, ist Silkes Vorschlag die optimale Lösung.
So nebenbei erinnere ich mich gerade an ein Restaurant, dass mit der selben Lösung rollstuhlgängig wurde, leider hatten die aber das barrierefreie Klo vergessen. Nur ein kleiner Hinweis, wenn ihr schon in diesem Bereich an barrierefreies Wohnen denkt,unter www.nullbarriere.de könnt ihr noch andere Infos zu diesem Thema finden.

Gruss
Marlene





@Marlene: Danke für dein Lob *rot werd*
Mein Vorschlag des Rampenverlaufs entspricht aber nicht den barrierefrei vorgaben, da ich nicht glaube, dass ihr beiden geraden Strecken + die gekippte 180° Kurve zusammengerechnet auf 18m kommt. ABER: der Aufstieg wird wesentlich flacher und sicherer zum gehen.
Zweiter Punkt, warum ihr damit nicht auf barrierefrei Vorgaben kommt,ist die Breite der Rampe - ich meine mich zu erinnern, dass diese 1m breit sein sollte.
Im Alltag haben wir die Erfahrung gemacht, dass eine Breite von 85cm - 90cm nötig ist, damit der Rollstuhlfahrer seinen Rollstuhl selbst auf der Rampe fortbewegen kann: Sitzbreite ist bei Erwachsenen ab 38cm, in der Regel meist 40cm + Kleiderschutz + Räder + Greifreifen (äußerer Ring am Rand) macht zusammen ca. 65cm. Zum eigenständigen Fortbewegen des Rollstuhls werden die Ellbogen angewinkelt nach außen gestellt. Hinzu kommt noch, dass durch den Schwung auf der schrägen Fläche man selbst den Rollstuhl nicht schnurgerade nach vorn bekommt, sondern etwas Schlangenlinien fährt/geht.
nun denn, diese Rampenbreite würde eine Fläche von ca. 180cm (inkl. Handlauf) erfordern, wenn der Verlauf so ist, wie von mir angedacht.



Ups



@Silke

Da hast du was falschverstanden. Ich gehöre nicht zu diesem Haus :)
Unser Haus haben wir genau aus der Überlegung barrierefreier Hauseingang ausgesucht. Doch stimmen deine Überlegungen zu der benötigten Breite einer eventuell mit Rollstuhl befahrbaren Rampe.

Bei diesem Haus ist jedoch ein Treppenlift für den Hauseingang in späteren Jahren auch eine Möglichkeit und die Hunde könnten eventl. durch den Garten (?) über eine portable Rampenkonstruktion ins Haus gelangen.

Gruss
Marlene





Hallo Andreas

Ich glaube fast nicht, dass eine Rampe euch das Betreten des Hauses sehr viel erleichtern würde. Ich habe zwar keine direkte Rollstuhlerfahrung wie Silke und Marlene, habe mir aber folgendes überlegt.Wenn alte Leute in einem Rollstuhl sitzen, werden Sie meist geschoben, da keine Kraft mehr zum Selberfahren da ist. Die Person, die schiebt braucht auch einen Platz hinter dem Rollstuhl, damit sie mühelos um die Ecke kommt.-> also beim Kurvenradius dran denken

Alte Leute verzichten meist solange es geht auf einen Rollstuhl oder verweigern diesen ganz (so erlebt bei verschiedenen älteren Damen u.a. meine Oma) Wenn überhaupt wird nur ein Gehwagen benutzt. Ich glaube aber nicht das eine "gewendelte" Rampe mit diesem leicht und mühelos zu befahren ist. Wenn ein Rollstuhlfahrer Schlangenlinien fährt ist das sicher mit einem Gehwagen nicht anders. Wenn ich mir jetzt vorstelle, wie eine ältere, gebrechliche Person versucht ihren Gehwagen, in Schlangenlinien, auf einer sich umkehrenden Rampe, hoch oder runterzusteuern, wird es mir ganz anders.

Da ist, glaube ich, eine leicht begehbare, rutschfeste Treppe mit beidseitigem Geländer in Reichweite wesentlich einfacher zu "erklimmen", auch für Stock- oder Krückenbenutzer. Wenn du die Treppe etwas länger machen kannst werden die Stufen niedriger(Schrittmass berücksichtigen !Gibt Formeln dafür) so das man die Füße nicht ganz so hoch heben muss, vielleicht schaffen es dann auch deine Hunde :)
Und falls wirklich der Fall mit dem Rollstuhl eintreten sollte, wäre neben der Treppe Platz für eine Hebeplattform.
Gruß
Dorothée