Quarzsand als Feinputz?

18.12.2017



Ich renoviere unseren Altbau und habe in langwierigen Arbeiten die Wand mittels Sumpfkalk und Sand renoviert. Die Wand besteht nun wieder vollständig aus Kalkputz. Zum Schluss soll die Wand mit Kalkfarbe gestrichen werden. Ich habe eine Frage:

- QuarzSand wird hier im Forum kontrovers diskutiert. Was spricht als Feinputz dafür, was dagegen? Besonders interessiert mich ob Quarzsand einen erheblichen Einfluss auf die Wasseraufnahmefähigkeit der Wand hat. Momentan ist die Aufnahmefähigkeit sehr gut und das soll auch so bleiben.

- Sollte Quarzsand wirklich nicht geeignet sein, welchen Sand mit welcher Korngröße sollte ich wählen (Feinputz)?

Vielen Dank!





Prinzipiell kannst du aus feinem Quarzsand einen Feinputz erstellen. Besser wäre die Verwendung von Kalk- oder Dolomitbrechsanden bzw. -mehlen wie sie in jeden Kalksteinbruch angeboten werden.

Für Edelputze bietet sich gar die Verwendung feiner Marmorsande an. Da kannst du mal vor Ort bei der Fa. Marmor Ponzo, in Berlin fragen. So bis 15 Euro pro 25kg Sack wäre ganz konkurrenzfähig.



Warum nicht



gleich eine Kalkglätte oder Kalkspachtel drauf?





Ja, dass muss man sich überlegen was man haben möchte. Sichtbares oder unsichtbares Korn, bis hin zu "spiegelglatt". Mit Kalkmaterialien kann man viel machen.

Am besten du schaust mal zur Anregung bei

www.limestone-kalkbaustoffe.de und

(Dullinger Kalk) www.kalk.at

rein. Diese Verarbeiten professionell reine Kalkmaterialien.





Ja, dass muss man sich überlegen was man haben möchte. Sichtbares oder unsichtbares Korn, bis hin zu "spiegelglatt". Mit Kalkmaterialien kann man viel machen.

Am besten du schaust mal zur Anregung bei

www.limestone-kalkbaustoffe.de und

(Dullinger Kalk) www.kalk.at

rein. Diese verarbeiten professionell reine Kalkmaterialien.



Warum immer alles....



....neu erfinden, wenn es Dinge fertig gibt und diese auch noch bezahlbar sind!
Eigenrezepturen ganz gut und schön, aber die modernen Putzmischungen und auch Ansprüche an unsere heutigen Oberflächen, sind da eine gute Symbiose.
Klar muss man schauen, wieviel Kunststoffanteile in den feinputzen der Großanbieter sich befinden und wieviel diese dann die Atmungsfähigkeiten herabsetzen.
Wenn du z.B. Kalkfeinputze von Hessler Kalk benutzen möchtest, hast du gar keinen Quarzsandanteil darin.
Sie machen alles mit ihren Kalken und Marmormehlen.

Doch warum möchtest du diesen Aufwand betreiben, wenn deine Wände bereits fertig sind?
Dekorativen Charakter oder läßt deine Endfestigkeit zu wünschen übrig?

Grüße



Danke an alle für die tollen Informationen



Ich danke allen für die wirklich sehr hilfreichen Informationen.
Ich möchte noch kurz ein paar weitere Dinge anmerken bzw. Fragen:

1. Ich bin sehr an dem Dolomitbrechsand interessiert, auch der Marmorsand ist sehr interessant. Liegen die Vorteile gegenüber Quarzsand in der Verarbeitung?
Ich habe nach Quarzsand gefragt, da er sehr gut verfügbar ist und ich ihn mir auch nach Hause liefern lassen kann.

Zu der Frage von LehmHandWerk Udo Mühle....
2. Es liegt definitiv an der Oberfläche, die ich erzielen will. Es sollte schon glatt aber leicht strukturiert sein. Womit ich noch keine Erfahrungen habe sind Fertigprodukte von wie die erwähnten von Hessler. Ich habe im Keller 2 Fässer mit Sumpfkalk stehen und habe bisher alles damit gemacht. Spricht etwas dagegen damit weiter zu machen oder ist es besser hier auf ein Fertigprodukt zu setzen?



Ich wünsche allen frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebe Grüße



Feinputz



Sand, das ist das stinknormale Zeugs was überall rumliegt und in Sandgruben abgebaut wird ist
Quarzsand.
Jedenfalls der überwiegende Anteil davon. In jedem Putz ist Quarzsand.
Sie müssen also nicht auf dem Begriff herumreiten als wenn es was Besonderes wäre.
Wenn der Spachel bzw. der "Feinputz" schleifbar sein soll dann Kalksteinzuschlag. Der sorgt auch für ein besseres Wasserrückhaltevermögen.



Wenn Unerfahrtenheit...



...vorliegt, kann ich aus eigener Erfahrung die Feinputzprodukte von Hessler nur wärmstens empfeheln.
Gaben mir selbst die Sicherheit, gute Endergebnisse zu schaffen, was es dann auch wurde.
Und kaum komplizierte sache!
Feinputze, Marmorino etc.





Der Empfehlung vom Udo kann ich nur beipflichten. Beim "Hessler Kalk" kannst du eigentlich nichts falsch machen.

Es ist wirtschaftlich auch empfehlenswert, den Grundputz mit einer günstigen Baustellenmischung zu richten und für den Feinputz Werkmörtel einzusetzen. Da der Verbrauch etwa um die 2 Kilogramm pro Quadratmeter liegt kommt man mit einem Sack auch ein Stück weit.

Den Kalk-Feinputz HP90 gibt es in der Körnung 1, 0,5 und 0,3 mm. Bei 0,5 mm ist das Korn noch leicht sichtbar.

Die Marmorkörnung liefert der Hessler auch "blanko" aus so das auch die Möglichkeit bestünde das mit deinem Kalk anzumischen. Das Verhältnis Bindemittel : Zuschlag liegt bei Sand unter 1 mm bei 1 : 2.

Schaue mal beim "lehm-laden.de" der liefert das säckeweise (25kg) recht günstig aus. Kleinabfüllungen von all den Sachen zum ausprobieren bekommt man auch beim "kalkladen.de".



Ich werde den Rat bevolgen!



Danke nochmals an alle, die geantwortet haben. Ich
werde mich für einen Feinputz der Firma Otterbein
oder Hessler entscheiden. Wenn dies gut klappt werde ich
Auch die Methode in den anderen Zimmern anwenden!


Liebe Grüße



Du bist aus Berlin?



Gib doch mal eine kurze Rückmeldung per Telefon, dakönnen wir vielleicht auch noch einmal fachlich schwatzeln.
Habe in Berlin auch gute Ansprechpartner



OK ich rufe morgen an.



Bin schon im Urlaub aber ich hoffe das geht bei Dir noch einen Tag vor Weihnachten.

Liebe Grüße



No Problem



ich bin eigentlich fast immer erreichbar.
..und wenn's paßt, dann paßt es!