Putzträgerplatten (Holzfaser )

20.02.2014



Frage von Rudi:

Kennt sich jemand mit den Inhaltsstoffen von Holzfaserplatten als Putzträger aus?

Ich suche eine Hersteller-Firma, die Putzträgerplatten für ein Holzhaus anbietet.

Die mir bekannten Herstellerfirmen, die Holzfaserplatten als Putzträger im Nassverfahren herstellen,
fügen bei der Herstellung dem Holzfaserbrei als Hydrophobierungmittel 2% Paraffin hinzu, ferner den Zusatzstoff Aluminiumsulfat 2%, oft als Alaun bezeichnet, das dazu dienen soll, dass sich das Paraffin an die Holzfaser anlagert.

Nun wurde in der ZDFsendung Planet e „Aluminium, die geheime Gefahr“ vom 21.04.2013 vor allen Verbindungen mit Aluminium-ionen gewarnt, die in Verpackungen,
in Werkstoffen und sogar in Lebensmitteln vorkommen und als Ursache von Alsheimer und Krebserkrankungen gelten. Aluminium-ionen können sowohl als Base wie als Säure fungieren und reagieren sehr leicht.

Frage:
Kann mir jemand eine Herstellerfirma von Holzfaser-putzträger-platten, nennen, die die Platten im Naßverfahren herstellt (wodurch das Lignin des Holzes gleichzeitig als Klebstoff/Bindemittel genutzt wird und kein künstlicher Leim erforderlich ist ) jedoch auf die Zugabe des gefährlichen Aluminiumsulfat verzichtet?

Oder gäbe es noch andere Alternativ für schadstoffreie Putzträgerplatten?

Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.
GRUSS RUDI



Aluminiumsulfat



Lecken Sie an den Putzträgerplatten?
Spass beiseite, es gibt auch zementgebundene Holzwolle- Leichtbauplatten.
Da ist aber der böse Zement drin- Sie wissen schon, Chrom der Allergien auslösen kann.
Dann gibt es die Platten auch mit Sorelzement gebunden, also Magnesiumchlorid- klingt auch nicht gesund. Da es aber in vielen Lebensmitteln enthalten ist (E 511) und sogar zur Tofugewinnung als Gerinnungsmittel eingesetzt wird kann man das wohl tolerieren.
Ziegeldrahtgewebe wäre eine weitere Alternative- das kann aber radioaktive Strahlung aussenden, aber nicht soviel wie Natursteine wie z.B. Granite die als Bodenbeläge in Bädern und als Küchenarbeitsplatten beliebt sind.
Also die Menge machts.
Außerdem wirkt es abschirmend bei elektromagnetischem Smog.
Sie können auch gleich Trockenbauplatten nehmen, das erspart ihnen die Gefahr sich Umweltgifte über Putzzusätze ins Haus zu holen. Außerdem ist Kalkputz und Kalk als Bindemittel stark ätzend und bei Hautkontakt kann das zu Schäden führen. Ein Spritzer Kalkputz im Auge ist ein ernsteres Problem als die Alufolie in dem die Schokolade eingewickelt ist.
Allerdings müssen Sie mit dem Gedanken leben das die Platten aus Reha- Gips hergestellt werden. Der stammt aus Rauchgasentschwefelungsanlagen von Kraftwerken, Drehrohröfen und Müllverbrennungsanlagen.
Wie eklig!
Noch mal zum Alaun (das als Flammschutzmittel zugesetzt wird:
Alaun bzw. Aluminiumsulfat finden Sie in vielen Lebensmitteln; Sie können sich also die Mühe mit dem Lecken an den Platten sparen.
Schauen Sie auf das Kleingedruckte; wenn da E520 draufsteht ist Aluminiumsulfat drin.
Ihr Trinkwasser wurde übrigens mit großer Wahrscheinlichkeit mit Aluminiumsulfat versetzt, man benutzt es in Wasserwerken als Flockungsmittel.
Prost!



Ich



muß bei Georgs antworten manchmal ein wenig schmuntzeln. Aber Recht hat er! Wobei das Aluminuim(-sulfat) in den Lebensmitteln und im Trinkwasser seit geraumer Zeit in Verdacht steht, Altzheimer zu fördern. Es soll - entgegen früherer Annahmen - nicht vom Körper abgebaut, sondern sich einlagern und dann über einen sehr langen Zeitraum schädlich aufs Gehirn wirken. (das steht z.B. bei Tabletten gegen Sodbrennen als Nebenwirkung). Also keinen Jogurt, keine Tabletten usw. Wer schafft da sofort ? Auch das Auto könnte aus Kunststoffe und Lösungsmittel enthalten - also laufen. In Schuhen aus Kunstleder oder mit Chrom gegerbten echten Lederschuhen ......

Ansonsten würde ich als Hersteller UNGER nennen wollen - auch weil es aus Sachsen kommt: http://www.unger-diffutherm.de/



Putzträger



Genau das versuche ich auszudrücken.
Man sollte den Verzehr von solchen Putzträgerplatten auf ein Minimum beschränken.
Dann kann man sie auch ohne weiteres im Innenbereich einsetzen.





Antwort:
Georg Böttcher beschreibt im obigen Beitrag ein grundsätzliches Dilemma, dass man heutzutag kaum mehr Materialien oder gar Lebensmittel findet, die frei von Schadstoffen sind. Aber sollte man dies fatalistisch einfach so hinnehmen?
Wir brauchen ein Umdenken, weg von der Petrochemie zur Solarchemie. In der Landwirtschaft ist bereits ein Umdenken imgange vom herkömmlichen Landbau zum biologischen Landbau oder in der Energieerzeugung, weg von Kohle- und Atomstrom hin zu Regenerativen Energien.
Nur wenn einzelne anfangen, nach schadstoffreien Materialien zu fragen, und andere ihnen folgen, werden Hersteller firmen sich umstellen und entsprechendes produzieren.
Vergleiche die Thesen von Auro-planzenchemie-Firmenchef Hermann Fischer in seinem Buch. (siehe weiter unten)

Speziell zu:
Aluminiumsulfat in Putzträger-holzfaserplatten im Außenbereich kommt mit saurem Regen in Berührung und reagiert sofort, und Aluminiumionen geraten ins Regenwasser (auf dem Balkon, wo man sich aufhält) und in die Hauszisterne, das dann zum Waschen der Wäsche, die man trägt, oder zum Giessen der Gemüseplanzen verwendet wird und so in den menschlichen Körper gelangt

Daher ist oben gestellte Frage relevant:

Kann jemand eine Herstellerfirma von Holzfaser-putzträger-platten, nennen, die die Platten im Naßverfahren herstellt (wodurch das Lignin des Holzes gleichzeitig als Klebstoff/Bindemittel genutzt wird und kein künstlicher Leim erforderlich ist ) jedoch auf die Zugabe des gefährlichen Aluminiumsulfat verzichtet?

Oder gäbe es noch andere Alternativen für schadstoffreie Putzträgerplatten?
Vielleicht können noch andere etwas dazu schreiben und raten.


Hier die Thesen von Hermann Fischer:

Die neun Kernthesen einer Sanften Chemie
von Dr. Hermann Fischer
erschienen in „Plädoyer für eine Sanfte Chemie“, C. F. Müller Verlag Karlsruhe, 1993, S. 21-24
These 1: Analyse der gesamten Produktbiographien

Die Erkenntnis der Notwendigkeit einer Sanften Chemie ergibt sich aus der kritischen Untersuchung der real existierenden Chemie in ihrer Theorie, Forschung, Produktentwicklung und technologischen Praxis im Hinblick auf deren pädagogische, philosophische, ästhetische, toxikologische, ökologische, ökonomische und soziale Grundlagen und lokale wie globale Auswirkungen.

Dabei werden die verwendeten Verfahrenstechniken, Umwandlungsprozesse, Energie- und Stoffströme (prozessualer Aspekt) mindestens gleichrangig bewertet wie die eingesetzten und resultierenden Substanzen (stofflicher Aspekt). Sanfte Chemie entsteht folglich nicht allein aus einer angestrebten Alternative zu den real existierenden Chemikalien und Produkten mit deren toxikologischen und ökotoxikologischen Zahlenwerten (MAK, ADI, LD50, LC50, WGK etc.), sondern noch mehr aus einer ganzheitlichen Sichtweise der gesamten Biografie, den Prozessketten und Produktlinien der betreffenden Produkte. Dieser prozessuale Aspekt setzt bei den primären Rohstoffen an, betrachtet alle Zwischenschritte der Produktion, das Produkt selbst - und zwar vor, während und nach dem Gebrauch - sowie die Schritte bis zur Entstehung der letzten Zersetzungsprodukte und deren Verbleib in der Umwelt.

These 2: Stoffbildungsprozesse der Natur als Vorbild

Sanfte Chemie ist die Chemie auf der Grundlage der Stoffbildungsprozesse der Natur. Sie nutzt die Syntheseprinzipien, die sich im Verlauf der Evolution als langfristig bewährt entwickelt und durchgesetzt haben. Sie geht von der Überzeugung aus, dass die Herausbildung dieser Prinzipien - vor allem der Photosynthese - im evolutionären Wettbewerb die beste Garantie dafür darstellt, dass auf dieser Grundlage auch auf lange Sicht der stoffliche Bedarf der Menschheit und ihrer pflanzlichen und tierischen Mitwelt ohne Beeinträchtigungen von Umwelt und Gesundheit gedeckt werden kann.

These 3: Nutzung von Vielfalt und Komplexität

Sanfte Chemie geht von der Überzeugung aus, dass die enorme, noch nicht einmal voll übersehbare Vielfalt der aus Naturprozessen entstandenen Stoffe sowie die beeindruckende stoffliche Komplexität vieler dieser Naturstoffe bei intensiver Anwendungsforschung vielleicht nicht alle, aber doch alle wesentlichen stofflichen und auch viele energetische Grundbedürfnisse des menschlichen Lebens ohne einschneidende Einschränkungen an Lebensqualität zu befriedigen vermag. Eine solche Anwendungsforschung ist leider mit dem Aufkommen der organisch-chemischen Synthese Mitte des vergangenen Jahrhunderts weitgehend abgebrochen worden und sollte durch den neuen Impuls für eine Sanfte Chemie einen Neuanstoß erfahren.

These 4: Die Gewalt gegen die Stoffe wirkt auf uns zurück

Die Grundkonzeption einer Sanften Chemie orientiert sich an der These, dass die gewaltsamen Einwirkungen, die bei den Produktionsstrategien der Harten Chemie den gewählten Ausgangsstoffen zwangsweise auferlegt werden, nicht ohne Wirkung in den Stoffen selbst bleiben. Je gewaltsamer diese Erzwingung bestimmter Reaktionsabläufe erfolgt, um so größer ist das Risiko, dass die so erzeugten Stoffe die ihnen auferlegte Gewalt weiter in sich tragen und - im Sinne einer reziproken Wirkungsbeziehung - auf die Lebenswelt über kurz oder lang gewaltsam zurückwirken. Viele negative Phänomene im Zusammenhang mit der zunehmenden Chemisierung unserer Welt können mit einer solchen Arbeitshypothese eher verstanden und neu bewertet werden. Damit wird deutlich, dass das Konzept der „Gewaltsamkeit“ und ihres Zurückwirkens im Sinn eines heuristischen Prinzips nicht als eine metaphysische, in den Stoffen nicht verifizierbare Qualität zu verstehen ist. Die damit verbundenen Überlegungen, die eine Zurückhaltung und Behutsamkeit im menschlichen Handeln nicht nur gegenüber der Mitmenschheit, der Tier- und Pflanzenwelt fordert, sondern auch gegenüber der unbelebten Welt der chemischen Stoffe, gehört dennoch zu den Ideen, die von den in heutiger naturwissenschaftlicher Denkweise geprägten Fachleuten am schwierigsten nachzuvollziehen sein werden. Und doch ist die Begründung der Sanften Chemie ohne eine neu zu gewinnende Ethik auch gegenüber dem Umgang mit der unbelebten Welt unvollständig.

These 5: Eingriff in Naturstrukturen vermeiden

Im Hinblick auf die eingespielte und erprobte Perfektion, mit welcher Aufbau komplexer Strukturen in der Natur vor sich geht, will sich die Praxis der Sanften Chemie nach Möglichkeit jedes tiefwirkenden Eingriffs in die so gebildeten stofflichen Strukturen enthalten; sie geht von der Überzeugung aus, dass ein solcher Eingriff in die molekulare Integrität je nach Art und Umfang allein aufgrund des Energieaufwandes, möglicher Nebenreaktionen, vermehrter Abfallbildung usw. die durch die ursprüngliche Natursynthese gegebenen ökologischen Vorteile zu einem erheblichen Teil wieder aufheben wird. Ziel der Sanften Chemie sollte daher allenfalls eine vorsichtige Abwandlung der gegebenen Molekülstrukturen mit einem Minimum an Anlagen- und Energieaufwand sein. Die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Substanzen aus den natürlichen Produktionsprozessen legt statt einer starken Abwandlung vielmehr die Suche nach anderen natürlichen, für den Einsatzzweck besser passenden Naturstoffen nahe.

These 6: Die Nutzung der Sonnenenergie als optimale Quelle

Das Konzept der Sanften Chemie orientiert sich an den Naturprozessen auch deshalb, weil diese als wesentliche Energiequelle eine Quelle außerhalb des eigenen globalen Systems nutzt: Sonnenenergie. Im Vergleich zu den chemischen Prozessen in den Industrieretorten kommt damit die zur Strukturbildung notwendige Energie nicht aus Quellen, die durch die Erzeugung der Energie und die damit unweigerlich verbundene enorme Vermehrung von Entropie (strukturelle Unordnung) wieder selbst in erheblicher Weise zur Umweltbeeinträchtigung und Klimaveränderung beitragen.

These 7: Nutzung einer Pflanzen-Chemie ohne Störfälle

Die Idee einer Sanften Chemie wird getragen von der jedem bekannten und einleuchtenden Tatsache, dass es im Zusammenhang mit dem Stoffaufbau durch Naturprozesse keinesfalls zu den Störfällen kommen kann, die in den großen Chemiebetrieben beinahe zum üblen Alltag geworden sind. Der extremste Störfall im Pflanzenbereich ist der vollständige Ernteausfall. Dieser hat wohl ökonomische Auswirkungen, versperrt jedoch in keinem Fall die Möglichkeiten, im nachfolgenden Anbauzyklus ohne Beeinträchtigung wieder Stoffproduktion vorzunehmen. Der extremste Störfall im Bereich der chemischen Synthese besteht jedoch in der großflächigen Verseuchung nicht nur des Produktionsbetriebs selbst, sondern auch seiner näheren und weiteren Nachbarschaft. Neuere Untersuchungen zeigen, dass allein durch das mögliche Entweichen eines unvermeidlichen Schlüsselreagens für einen der bedeutendsten Massenkunststoffe (Phosgen für die Herstellung von Polyurethanen) schwere Vergiftungen und Zehntausende von Todesfällen noch im Abstand von 50 bis 100 km vom eigentlichen Fabrikstandort durchaus realistisch sind. Die schweren Störfälle in Bhopal, Seveso, Schweizerhalle und Frankfurt sind die traurigen Beweise, dass es sich dabei nicht bloß um theoretische Möglichkeiten handelt. Es kommt hinzu, dass bei der Betrachtung dieser massiven Störfälle die täglichen „normalen“ Emissionen aus solchen Anlagen noch nicht berücksichtigt sind.

These 8: Sondermüll kann vermieden werden
Auch unter dem Gesichtspunkt der Abfallbildung sind die Naturprozesse, wie sie die Sanfte Chemie nutzen und einsetzen will, den Syntheseprozessen der chemischen Industrie in qualitativer (Art der Abfälle) und quantitativer Hinsicht (Menge der Abfälle) so haushoch überlegen, dass ein direkter Vergleich fast unfair erscheint. Während die Abfallprodukte der pflanzlichen Produktion in Gestalt von Sauerstoff und kompostierbaren Pflanzenteilen direkt zur Aufrechterhaltung des stofflichen Kreislaufes beitragen, sind die Abfälle der chemischen Industrie in der Regel mehr oder weniger problematischer Sondermüll.

These 9: Die Sanfte Chemie schließt Stoffkreisläufe

Die Überlegungen zu einer Sanften Chemie stützen sich nicht zuletzt auf die schlichte Tatsache, dass in einer endlichen Welt die gängigen Produktionsverfahren ohne wirklichen stofflichen Kreisschluss keine Zukunft haben werden: In bald absehbarer Zukunft werden die bislang genutzten fossilen Ressourcen als Quellen aufgezehrt sein, während andererseits auch die zur Verfügung stehenden Deponierungsmöglichkeiten für die unvermeidlichen Abfall- und Reststoffe chemischer Produktion als stoffliche Senken ausgeschöpft sein werden.

Ein Buch als Wegbereiter zu einer ökologischen Chemie
Die gesamten Gedanken finden sich in diesem Buch.
Hermann Fischer, Plädoyer für eine sanfte Chemie, Vlg C.F.Müller.



Nein.



Ergänzend zu den bisherigen Beiträgen kann ich auch keine konkreten "sinnvollen" Mitteilungen beisteuern...
... Vielleicht ist der Hinweis, dass Kokain rein pflanzlich ist und die Wirkstoffe absolut natürlich allein durch sonnenenergie-generiertes Wachstum entstehen , hilfreich bei der Einschätzung des Einflusses der bösen Chemie in Baustoffen.
Ansonsten hilft nur Auswandern nach Island, welches gemeinhin als das "harmloseste" Land der Welt gilt, allerdings ist das Risiko an einem Vulkanausbruch, einem Geysir oder als Allergiker einem Hummelstich zum Opfer zu fallen auch nicht wirklich zu verachten...

Freundliche Grüße,
Sebastian Hausleithner



Alaun



Das halte ich für schlichtweg übertrieben, das Aluminiiumsulfat "sofort" mit "saurem" Regenwasser reagiert und Aluminiumionen ausgewaschen werden.
Übrigens: Sulfate sind Salze einer starken Säure. Schwache Säuren wie Kohlensäure führen nicht zu einer Ionenaustauschreaktion.
Aluminium ist eines der häufigeren Elemente in der Lithosphäre, wir sind von Aluminiumionen umgeben. Unser Körper ist genetisch darauf eingestellt.
Der Boden im Garten den Sie gießen besteht auch aus Aluminiumverbindungen auf den Regen fällt.
Wenn Außenputz so angebracht wird das die Dämmlage beim ersten besten Regen so durchnässt wird das Wasser Stoffe lösen kann und in flüssiger Form wieder herausläuft dann muß man sich sehr anstrengen um das an einer Fassade hinzukriegen.
So reagiert kein Fassadensystem. Also die Kirche im Dorf lassen.
Das heißt nicht das ich unnützen Einsatz von eigentlich unnützer Chemie gutheiße. Ich mag keine industriell hergestellten Lebensmittel die mit dutzenden von Zusatzstoffen aufgehübscht sind. Deshalb esse ich so ein Zeugs auch nicht, ich koche mir lieber selber was. Da ist das frische Gemüse vom Bauern nebenan allemal besser auch wenn es nicht "Bio" ist.
Was mich nervt ist das viele von den selbsternannten Ökofreaks und Rettern der Umwelt sich auf der einen Seite plötzlich vor Dingen fürchten die zufälligerweise zur selben Zeit in irgenwelchen Magazinsendungen oder Frauenzeitschriften angeprangert werden. Da laufen Leute plötzlich mit Mundschutz durch die Gegend weil im Fernsehen Berichte über Feinstaubemissionen häufen und erzählen das sie plötzlich immer husten müssen. Wenn der Hype in den Medien vorbei ist fühlen sie sich nicht mehr krank.
Da werden Dichtbahnen unter dem Estrich plötzlich krebserregende PAK- Schleudern die man auf keinen Fall im Haus haben will. Das vor dem Fenster eine Straße in Bitumenbauweise verläuft wird geflissentlich übersehen- das so was im Umkehrschluß dann noch viel gefährlicher wäre auf die Idee kommt man nicht.
Stand nicht im Internet.
Eine PE- Folie unter dem Estrich mutiert zur puren Giftschleuder die man nicht haben möchte und Schaumpolystyrol schon gar nicht. Da kann man sich nach seiner Protestation im Forum darüber zu Hause beruhigt ein Steak braten, reines Biofleisch vom Fachfleischer, schön hygienisch verpackt in der Schaumpolystyrolschale und einer PVC- Folie, kühl gehalten im Partikelschaum gedämmten Kühlschrank.
Aktuelles Beispiel: ein älterer seriöser Herr in einer gestrigen Magazinsendung, der treuherzig in die Kamera schaute und erzählte er kenne die Wurzel allen Übels, aller Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, ja sogar Krebs: Vitamn D- Mangel. Hosianna!
Also:
Esst mehr Vitaminpillen!
Die Kosten zwar Geld aber sind sicher leichter zu schlucken als das Gläschen Morgenurin.

Jetzt muss ich wieder mal Buddha zitieren:


Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters;
sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmet.
Buddha (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautama (Pali: Siddhattha Gotama),
Stifter der nach ihm Buddhismus genannten Religion

(Scheiße, eigentlich wollte ich mein Gutachten Korrektur lesen)



Danke Georg



... das hat verdammt noch mal gut getan. In einer "naturbelassenen" feuchten Höhle fühle ich mich auch nicht wirklich wohl...

LG, Sebastian



Putzträgerplatte für Holzhaus



Die Schwierigkeiten beginnen für mich im falschen Lösungsansatz: Ein Holzhaus soll nach Außen ein Steinhaus darstellen. Warum eigentlich? Wer so künstelt muss auch mit künstlichen Stoffen umgehen wollen. Anders herum: Wer keine künstlichen Stoffe will, der sollte auch bei einfachen Aufbauten bleiben.

Eine hinterlüftete Boden- Deckelschalung wäre der konsequentere Weg. "Slow-House" würde dazu ein anderer sagen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Sprachlos



In Lebensmitteln ist es zugelassen sogar in Medikamenten. Ich reagiere auf so viele E-Nummern allergisch, dass ich als Versuchskaninchen fungiere, wenn ich etwas einnehme, dass ich noch nicht kenne (Achtung Generika: nicht alle Hilfsmittel sind die selben!!!).

Vor über 10 Jahren wüssten interessierte Menschen schon, dass sich Aluminiumverbindungen im Hirn ablagern. Das führt nicht automatisch zu Alzheimer, aber Alzheimer betroffene haben solche Ablagerungen im Hirn.

Auch der Gen Mais Nr... funktioniert nicht mehr. Aber wir wollen in trotzdem in Europa!!!!

Übrigens habe ich bereits vor Jahren aufgehört die Holzdämmplatten zu essen!

Wir können uns gegen diese ganze Unnatürlichkeit nur wehren, wenn wir nicht mitmachen. Also nur noch selbstgemachten Joghurt aus dem Glas?

Ihr habt ja recht, das ganze auch ein bisschen Zynisch anzugehen, aber ich würde mir auch wünschen, dass jemand wie Rudi in seinen POSSITIVEN Anliegen mehr Unterstützung erhält.

@ Rudi: Mit Putzträgerplatten habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Ich wünsche Ihnen aber bei Ihrer Suche viel Erfolg und teilen Sie uns doch mit, für was Sie sich am Schluss entschieden haben.

Viele Grüsse
Nicole



Aluminium



http://www.bfr.bund.de/cm/343/keine_alzheimer_gefahr_durch_aluminium_aus_bedarfsgegenstaenden.pdf