Putzträger oder nicht?

30.10.2017 Carsten L.



Hallo zusammen!

Nachdem ich nun schon seit Tagen das Archiv durchforste, aber nicht zu einer überzeugenden Lösung komme, versuche ich es nochmal über diesen Weg.

Ich bin mir immer noch sehr unsicher, wie ich meine Fachwerkaussenwand auf der Innen seite (west) neu Verputzen soll, die Gefache sind alle samt mit Bimssteinen und reinem Kalkmörtel ausgemauert, wahrscheinlich um die Jahrhundertwende. Zuerst beschreibe ich euch mal den ursprünglichen Zustand, der aber völlig desolat war und ich dem zufolge alles entfern habe. Vorab entschuldigt, wenn ich evtl. nicht immer die richtigen Fachbegriffe verwende. Bei Unklarheiten einfach mal nachfragen ;-)
Die untere Schwelle und die senkrechten
Ständer sind alle aus Eichenholz im Maße 14x14, Schwelle 14x17 die Riegel und die schrägen Balken sind alle 12x12 (alle Maße in cm) Die Holzkonstruktion ist aussen bündig aufgebaut uns so entsteht natürlich im Innenbereich ein Versatz. Dieser Versatz wurde innen mit Pliesterlättchen ausgeglichen (Bestand) Das habe ich nun auch wieder so hergerichtet. Unterhalb der Schwelle sind drei Reihen Ziegelmauerwerk auf Bruchsteinfundament. Die drei Reihen Ziegel habe ich mit den Original Steinen, mit Kalkmörtel neu aufgesetzt und zwischen Bruchstein und Ziegel eine Bitumen Horizontalsperre eingebracht. Das Mauerwerk steht innen etwa bündig mit der Holzkonstruktion. Teilweise war im alten Putz im Bereich des Holzes, wie soll ich es nennen...ein Kaninchendraht aufgenagelt, zusätzlich zu den Pliesterlättchen. Ausserdem war im unteren Bereich (Ziegel und untere Schwelle) Streckmetall und Zementputz aufgebracht. Scheinbar wegen dauerhaften Feuchtigkeitsproblemen mangels Horizontalsperre.
Soweit sollte das, denke ich mal, reichen.
Nun zum Neuaufbau des Putzes. Wie sollte ich am besten im unteren Bereich vorgehen? Wenn ich lotrecht verputzen will, dann habe ich hier gerademal 10-15mm Putzstärke, an der Schwelle gemessen. Ausgangsmaß für den Putz sind die Bestandsfenster, scheinbar noch die originalen und die bleiben auch drin. Also bis auf Aussenkante Blendrahmen bündig geputzt. Auf der übrigen Wand hätte ich dann Putzstärken von 25-40mm.
Soll ich unten auch wieder einen Putzträger verwenden, wenn ja welchen? Und auf die restliche Wand einfach so verputzen, also in zwei Lagen, erstmal anwerfen un darauf den Oberputz? Oder im Holzbereich ausser der Pliesterlätchen noch irgendwas anderes verwenden?
Wenn mehr Bilder benötigt werden, kein Problem.

Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten.



Noch ein Bild vom unteren Bereich



Damit tatsächlich alles zu sehen ist, hier auch nochmal die untere Schwelle mit den Ziegeln.



Fachwerkbalken innen ünberputzen



Ich w?rde f?r den Zweck zB Stauss-Ziegelgewebe oder auf den Holzlatten nur Kaninchendrahtgewebe
- ohne untergelegte Folie- und nur Kalkputz verwenden.

Der trocknet ohnehin relativ schnell und sp?ter kann Feuchtigkeit in jeder Richtung diffundieren und kapillar abgeleitet werden.
Bei zwischengelegter Folie kann sich eher ein sch?dlicher Hohlraum bilden.
Bei Innenw?nden w?re Folie ok, da kein Kondensat anfallen kann, falls nicht zu hohe Holzfeuchtigkeit m?glich ist.

Andreas Teich