Kalkputz oder Kalkzementputz

03.08.2012



Sehr geehrtes Fachteam,

wir haben ein altes Fachwerkhaus, welches zwischen den Balken ausgemauert wurde, im unteren Bereich besteht das Haus bis zur Höhe von 2 m aus einem gemauerten Teil. Daher ist auf das gesamte Haus eine Holzfaserdämmplatte gekommen. Nun ist die Frage, wie das Haus (liegt in der Innenstadt und ist von daher sehr der Verschmutzung durch Abgase und evtl. Stößen durch Fußgänger/Fahrräder etc. ausgesetzt)verputzt werden soll. Der Maler bietet einen Kalkzementputz v.d. Fa. Alsecco zuerst Armatop L - Aero und dann Alsilite), da dieser fester ist und für die Innenstadt am besten geeignet. Wir haben die Befürchtung, dass durch den Kalkzementputz evtl. die Balken beschädigt werden können. Ist dies auch Ihre Meinung? Die Fa. Alsecco bietet diese Putze auch nicht für Holzfaserdämmplatten an. Sollte man lieber in reinen Kalkputz gehen wie z.b. von der Fa. Haga aus der Schweiz. Wir sind jetzt so unsicher geworden und wollen auf keinen Fall etwas falsch machen. Das Haus haben wir jetzt von außen mit viel Eigenarbeit und viel Geld soweit saniert. Vorher war reiner Zementputz aufgebracht worden (ca. vor 50 Jahren) und die Balken waren total vergammelt.

Es wäre sehr freundlich, wenn Sie uns Ihre Meinung zu Kalkputz und Kalkzementputz möglichst bald mitteilen könnten, da wir uns schnell entscheiden müssen.
Danke im Voraus.
Mfg.
M. Beck



wäre



der Maler (??? Putzer ??) bereit, mit 2 Putzen zu arbeiten - auf dem reinen Mauerwerk Kalkputz mit Zement (Verhältnis?) und im Fachwerkbereich Kalkputz ?



Dämmplatten?



Ist das gesamte Haus mit Holzfaserplatten bekleidet worden oder nur das EG?

Prinzipiell würde ich zu Kalkputz raten, da mir der Kalkzementputz auf "arbeitenden" Fassaden zu hart wäre.

Bei Holzfaserdämmplatten, die quasi zu einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) gehören, ist es allerdings notwendig, im System zu bleiben - sowohl baurechtlich wie auch zivil- und ggf. sogar strafrechtlich - , denn ansonsten liegt keine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) vor.
Hier kann ich nur den dringenden Rat geben, sich den Putz betreffend an dem zu orientieren, was der Systemanbieter, von dem die Dämmplatten bezogen wurden, vorgibt (meist mehrere Varianten).



zement



ist in jedem fall wie sie selber beim entfernen feststellen konnten das am wenigsten geeignete Material an fachwerkbauten.vermeiden sie die in anspruchnahme irgendwelcher fertigprodukte wenn sie vom Hersteller nicht genaueste auskunft über die Zusammensetzung bekommen können. in fertigprodukten wie kalkputzen sind meist zementanteile beinhaltet,wenn auch zum teil in geringen mengen,die sich nicht günstig auswirken an ihrem häusle. wer auch immer sich dieses problems annehmen wird sollte sich mit mit den eigenschaften des materials und vor allem mit den gegebenheiten rund um ihr haus auskennen. es kann nicht sein das man ihnen trotz der augenscheinlichen schäden durch den zementputz erneut zu einem zementhaltigen zeug rät. da sollten sie als erstes ansetzen,denn dann haben sie nichts gut gemacht und ihre freude wird bei der alsbald anfallenden großsanierung dann richtig riesig sein.

in jedem fall:

kein zement



@ Andreas



das Untergeschoss ist massiv - da kann ein minimaler Zementanteil zur Stoßfestigkeitserhöhung dem Fachwerk im OG wohl kaum Schaden zufügen. Außerdem muß er ja ein Putzsystem, geeignet für diese Platten, nehmen.
Die Ausßwahl des Systemes sollte sehr wohl, wie Du schon schreibts, mit Bedacht getroffen werden.
Gibt es denn überhaupt Putzsystem auf Holzfaserplatten, die keinen Zementanteil enthalten ??