Ausfachung Ytong

11.03.2002



Die Sünden der Vorbesitzer: Fachungen wurden in der Mitte der 80er Jahre mit Ytong ausgemauert und mit "Kunstoff"putz versehen. Teilweise platzt der Verputz nun ab. Welcher Putz sollte bei Ytong gewählt werden, wenn er erneuert werden muss. Leider kommt ein neues Ausfachen mit Lehmbausteinen nicht überall in Frage. Danke!



Sünden der 80er...



Liebe Frau Schürmann, auch unser Haus ist in den 80ern des vorigen Jahrhunderts mit Gasbetonsteinen renoviert worden. Wir leben damit dennoch recht gut, die einzigen Schäden gab es bislang an der schlagregenbelasteten Westfassade. Zum Glück war kein hydrophobierter Putz ("Kunststoffputz") aufgebracht, sondern Zementputz. Zur Reparatur der Anschlüsse Gefache/Hölzer wurde uns Kalkputz (Mörtelgruppe P1c) empfohlen, der ist diffusionsoffen und das ging gut so. In Ihrem Fall würde ich ebenfalls mit Ytong weiterleben, den Putz aber abschlagen und mit o.g. Kalkputz, evt. darunter mit Kalk-Zement-Putz, neu verputzen. Sie müssen nur schauen, dass der Kalkputz auf dem Porenbeton Halt bekommt (etwa durch "Warzen" aus Kalk-Zement-Putz). (Genauere Informationen aber: siehe M. Gerner "Schäden an Fachwekfassaden", Fraunhofer IRB-Verlag (1998)) Dann würde ich mit Silikonharzemulsionsfarbe oder besser Kalk-Kasein streichen. Bei Interesse maile ich Ihnen das Rezept für den historischen Kalk-Kasein-Anstrich gerne zu. Viele Grüße