Projekt Wohnstube -> wie gehe ich`s an?

26.07.2010


Hallo, wir haben uns ein nettes Haus gekauft, Baujahr 1905. Ist eine ehemalige Pension/Kurhotel und wurde seit ca. 40 Jahren als 3 Familien-Wohnhaus genutzt.
Renovierung/Sanierung wurde in soweit immer gemacht (Dämmung/Elektrik/Bäder/Dach/Heizung/Fenster) zwischen 1991 -2002). Vor dem Kauf habe ich es mit einem Bauingenieur und einem Trockenbauer grob besichtigt und beide hatten nur die üblichen Bedenken ;-) wegen altes Haus usw.

Bisher sind wir auch zufrieden, Erdgeschoss und Dachgeschoss sind im ordentlichen Zustand. Beide wurden Vermietet und sind bis auf Malern / Streichen / neue Armaturen zügig zu renovieren.

Problem ist die 1. Etage, hier wohnten die Eigentümer und habe sich "Ein - Paneelisiert" -> Decken, Wände in Stube, Schlafzimmer, Bad alles voller Paneele in guter Eiche - rustikal.
In der Stube sind sie jetzt runter aber was nun?

Decke wird bleiben unter der Lattenkonstruktion war eine Gipsdecke -> Löcher vergipsen -> Abschleifen -> neu streichen (erst Acryl, dann weiße Hagebau Farbe)

Wände ??? Hier ist ein altes Fenster zugemauert worden und die Balken mittig sollen auch bleiben.
Wie und mit welchen Mitteln stellen wir das an.
Handwerklich wollen wir das alles selber machen.



Projekt Wohnstube -> wie gehe ich`s an? Bilder



Hallo hier noch ein Bild "Vorher"





Hallo,

ich schieße aus der "Paneelisierung" zunächst, dass es den Vorbewohnern zu kalt war.
Es kann nicht schaden, für ungewohnte Arbeiten Handwerker einzusetzen. Ich würde zunächst einmal eine leichte Innendämmung aus Holzweichfaser einbauen und verputzen.

Grüße





Hallo,

Dämmung ist an der Außenwand schon angebracht, die unteren und oberen Räume haben fast den selben Schnitt und sind ungedämmt (von Innen) bisher recht problemlos warm geworden.

Die Vorbesitzer hatten nur Styropor mit ca 2cm Stärke auf die alte Wand aufgebracht, davor die Paneele (Wärmedämmung ???).

Die Decke wurde weil`s "schöner war" abgehängt. Lag wohl eher daran das die Balken, links, den Raum in 2 Räume früher trennten welche unterschiedliche Deckenhöhen hatten.

Handwerker suche ich noch, wir sind uns aber noch nicht ganz über den Ausbau einig:
1. "Loch" verkleiden/verputzen -> Tapezieren,
2. "alten" Putz (sieht aus wie Kalkputz mit Stroeinlage, grau) vorsichtig abklopfen und dann mit Lehm verputzen
3. Gewebe auf die Wände und mit Kalkputz komplett Verputzen -> Rat vom Innenausbauer -> gefählt uns weniger da die Balkenstruktur erhalten werden soll.

In Handwerklichen Sachen bin ich recht erfahren was Holz und Maler /Tapezierarbeiten angeht. Gerade im Trockenbau nun leider nicht, bin aber lernwillig und mit einer rechten und linken Hand ausgestattet ;-).

Grüße
Steffen

Edit: was wäre von Kalkputz für die Fehlstellen zu halten?
Einmal wäre ja das zugemauerte Fenster zu verputzen sowie die Stelle links daneben, hier war eine Blase an der sich der Putz lößte. Lag wohl an den Steinen und dem Nalken darunter.

Womit gleich ich am Besten die offenen Übergänge zwischen:

Gipsdecke und Deckenbalken und
Kalk (Gipsß) Wand und Wandbalken/Ständer aus?





Hallo,

habe mal ein bischen quer gelesen: "Holzweichfaser-Platten".

Die kann ich doch nicht einfach auf den alten Putz oder die offene Wand verschrauben sondern sollte sie schon Luftdicht mit Lehm auf die Wand kleben?

Gibt es nicht eine einfacherer Lösung? Der alte Putz hält noch sehr gut, bis auf das Fach des alten Fensters/Baken links.

Was noch offen ist: Plan für die Verkleidung der Fenster?

Grüße
Steffen



Einfacher wäre



die Fehlstellen wie Fenster mit stauss Fassadengewebe zu überspannen und mit Luftkalkmörtel zu verputzen.


Grüsse



Wohnstube



Hallo Waldpappa,


was spricht gegen Rigipsplatten mit Ansetzbinder einfach an die Wand kleben?
Geht super schnell, wird gerade und glatt und muss nur verspachtelt und dann grundiert werden.

Grüße aus Düren-Rölsdorf
Carsten



Das Ansetzen...



...der HWPl-Platten mit Lehm ist gar nicht so kompliziert, darauf ein Lehmputz. Das Arbeiten mit Lehm wird Euch sicher Spaß machen. Das schöne Raumklima hinterher auch. Von Gipskarton würde ich die Finger lassen.

Grüße

Thomas





Hallo,

- überspannen mit Gewebe und Verputzen klingt gut, bekomme ich hin.
- Luftkanakmörtel = Kalkmörtel? / Trocknungszeit ca. pro 1mm einen Tag?
- Unterputz ca. 4-er Körnung + 1-Körnung Feinputz oder alles besser mit einer Putzart?
Geht Fertigputz (Marke?) da ich keinen Mischer habe und alles im Kübel anmischen würde?
- mit dieser Art auch die Übergängen zur Fensterleibung (Holzbalken) bearbeiten?
(letzte Putzarbeiten waren 1989 als Grenzer an unserer Kasernenwand)

- für die HWPI-Platten müßten wir da so vorgehen:
1. alten Gips abklopfen,
2. Lehmfächer nässen -> HWPI-Platten mit Lehm auf die Fächer kleben,
3. Platten verputzen. Richtig?

Ehrlich gefällt mir die Variante etwas besser, leider sprechen wohl Zeit und Geld dagegen so das es eher Verputzen wird.

Irgendwan ;-) fliegt sowieso der jetzige Fußboden raus und wird mit Parkett verlegt, dann sind auch Geld und Zeit da für die Neugestaltung der Lehmfächer. Mit dem Zustand hinter den Paneelen hatten wir nicht gerechnet. Hinteher ist "Mann" halt immer schlauer.

Steffen




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