Vorsatzschale

05.01.2013


Wie man sieht ist die Idee mit seltsamenen Vorsatzschalen nicht neu. Diesen Wandaufbau hab ich heute im Kinderzimmer vorgefunden. Unter und zwischen den Fenstern Konstruktion aus Brettern mit ca 1 cm Abstand, Stroh als Putzträger, darauf (Kalk ?)Putz, Luftspalt nach innen ca 2 cm, dann 12er Klinker als Gefachausmauerung, außen noch verputzt.
Ab ca 1,20 m nach oben war komplett mit Strohlehm verputzt.
Bisher keine Schimmelbildung.




Detail



Hier sieht man das Ganze besser, werde dann mal de Rest noch aufmachen, mal sehen was noch an Überraschungen kommt.
Meine Idee war alles runter bis auf die Ziegel, komplett neuer Putzaufbau mit Lehm, geplant ist irgendwann den Außenputz zu entfernen (der muß eh runter), Dämmung mit HWF und Lärchenschalung als Boden/ Deckelschalung da Wetterseite.
Jemand bessere Ideen ? Dann her damit ;-)



Noch eins



besser zu sehen



Moin creuzburger,



wir haben 16cm Holz-UK, darauf 4cm HWP, dazwischen ausflocken und dann Verputzen lassen.

Putz passt besser in unserer Gegend und ich hatte keine Lust später in 11m Höhe an der Wetterseite rumzukraxeln, um die Lasurschäden auszubessern.

Ob das jetzt 'ne bessere Idee ist, lass ich mal offen.....

Bei den Lärchenverschalungen in meiner Gegend finde ich's halt grauslig anzusehen, wenn unter dem Dachüberstand das Holz noch orange leuchtet, während es unten seine natürliche Patina angenommen hat.

Gruss, Boris



mit



diesem Wandaufbau dürfte die EnEv wahrscheinlich weit überboten worden sein ;-)
ist natürlich auch Ansichtssache dem Haus 20 cm außen drauf zu packen
Ich muß glaub ich bei Außendämmung eh meine Nachbarn konsultieren da das Haus mit 3 Seiten Grenzbebauung ist und ja damit Fremdgrundstück beansprucht wird
Beim spielen mit u-Wert hab ich bei meiner Idee keine Probleme gesehen, geplant ist in den Lehmputz noch Wandheizung, dürfte das ganze ja eigentlich nur ins positive beeinflussen
Regionale Besonderheiten ist hier eher nicht so Thema, der Ort war nach dem 2.WK zu 80 % weg, ich hab eines der wenigen Häuser ohne Kriegsschäden, offenes Fachwerk im Ort eher weniger, oft WDVS mit MiWo oder Styropor, manche Häuser auch Bieberschwanz- oder Holzverkleidung
obiger Wandaufbau ist im 1. OG, da an mehreren Wänden, denk mal daß das ja eher die berühmte Kondensatfalle darstellt, wie das Fachwerk das bisher verkraftet hat muß ich noch herausfinden



Moin creuzburger,



nö, die 20cm waren nötig, um insgesamt die geforderten 75 kWh/m/a zu erreichen, was auch geklappt hat. Kein Vergleich zu den 11cm Wändchen vorher und Sichtfachwerk war es eh' nie.

Mein Zimmermann hatte mich gewarnt: "Wenn du da 'ne Holzverkleidung bis oben machst, sieht das aus wie 'ne Scheune". Alternativ hätte ich jedes Stockwerk noch etwas auskragen können, um es optisch aufzulockern, dann hätte der Dachüberstand aber nicht mehr gereicht......

Da ich die neuen Fenster etwas rausgesetzt habe, geht's noch mit der "Schiessschartenoptik" und die Nachbarschaft erfreut sich an dem Blumenschmuck auf den breiten Fensterbänken, den meine Liebste dort jedes Jahr hinzaubert.

Ich vermute du wirst keine grossartigen Fachwerkschäden vorfinden, da der Strohlehmputz das meisste wegpuffern konnte. Evtl. in Bad oder Küche, bei schlechten Heiz- und Lüftgewohnheiten der Vorbewohner.

Frohes Schaffen,

Boris



Dachüberstand



ist bei mir auch nicht gerade doll, Giebelseiten ca 20 cm, ansonsten knapp 30 cm,
Das Scheunenargument bei komplett Holz ist nicht von der Hand zu weisen
Was mir halt zu denken gibt ist diese Art Vorsatzschale an ca 75 % der Außenwände im OG, der Putz selbst ist darauf in 3 Zimmern soweit ok ,nur o.a. Außenwand hatte leichtere Putzschäden

Vermutlich ist mit Kondensatausfall zu rechnen wenn die Zimmer später intensiver als Wohnraum als bisher beim Vorbesitzer genutzt werden ? Eine Möglichkeit diese 2 cm Luftspalt irgendwie mit was auch immer ordentlich auszufüllen fällt mir nicht ein,
Wohnküche im EG hat neuen Lehmputz auf Lehmziegeln, da war der Wandaufbau ohne dieses seltsame Konstrukt