Feuchter Keller bis Sperrschicht

25.05.2007



Hallo Forumleser, ich habe da mal eine Frage kann man mit Bitumen eine Abdichtung von innen erstellen um Putzabplatzungen im ersten Setin zu vermeiden?
Meine laienhafte Idee ich nehme Bitumen und streiche über den ersten Stein und auf Betonboden und zwar durchgängig, dann Putz drauf fertig. Anmerkung Sperre über dem ersten Stein völlig i.O.

Gruß
Micha



Moin



um Ihre Frage zu beantworten: Nein, denn die bituminösen Abdichtungen erzielen nicht den notwendigen Verbund, so dass die Abdichtung von der Wand gedrückt wird. Mit einer mineralischen Abdichtung funktioniert das aber. Allerdings sollten Sie beachten, dass sich das Wasser u. U. einen anderen Weg suchen wird; deshalb gilt auch hier, Ferndiagnosen sind schwierig, da ja z.B. nichts über den Wand und FB-Aufbau etc. gesagt wird. Ohne Ihen zu Nahe treten zu wollen, entnehme ich doch Ihrer Fragstellung, dass Sie zwar das Problem an sich erfasst haben sich jedoch noch mit Baustoffkunde und Baukonstruktionslehre befassen müssen oder Sie lassen sich vor Ort beraten. Dazu empfehle ich Ihnen ein neutrales Ingenieurbüro, da eine Firma natürlich ihre Leistung verkaufen will. Das wird zwar etwas kosten, allerdings dürfte das Ergebnis optimal sein.



Nur die Wand mit Entfeuchtungsputz behandeln



Hallo Michael,

etwas auf eine nasse Wand aufzutragen, was sich nicht verträgt, macht keinen Sinn - egal was auch immer Sie aufbringen möchten, ausser Entfeuchtungsputz.

Dieser ist durch seine Struktur diffusionsoffen, lässt aber nachweisbar kein Eindringen von schädigenden Salzen zu.

Damit wäre zumindest der Wandverputz auf Dauer gewährleistet. Alles weitere muss man vor Ort anschauen und nachmessen.

MfG Andrea



Moin



und hallo Frau Cyba,

natürlich lässt der Putz kein Eindringen von Salzen zu, die sind ja auch auf der anderen Seite, also schon in der Wand und Raumseitig, es denn es wäre eine Salzlagerhalle, kommt bestimmt kein Salz in die Wand. Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, so kann doch Ihr Entfeuchtungsputz nicht mehr Wasser aufnehmen als er an Porenvolumen hat



das funzt wie doll



Sehr geehrter Herr Bernhardt,

physikalisch und logisch nimmt der Putz mehr Feuchtigkeit auf als er zum abbinden braucht - das mehr wird über das Porensystem an die Luft abgegeben (durch die Pore passt das Salzmolekül nicht durch).

Sie können gar nicht so schnell gucken wie der Putz wieder "alt und grau" wird durch die Verdunstung (mehr grau weiniger alt), herkömmliche Putze sind doch noch nach Wochen an der dunklen Färbung zu erkennen. Weil diese mehr das Wasser speichern als es abzugeben in der Lage sind.

MfG Andrea



Hallo



Frau Cyba,

jeder Putz, selbst dichter Zementputz nimmt mehr Feuchtigkeit auf als er zum abbinden braucht. Herkömmliche Putze speichern auch nicht mehr als sie abgeben können. Es gibt nur Putze die für eine gewisse Zeit sehr viel Wasser aufnehmen könne um es in trockenen Phasen abgeben zu können, alledings können diese Sanierputzsysteme auch nicht zaubern.
So wie ich das sehe ist doch Ihr Entfeuchtungsputz nichts anderes als ein Sanierputzsystem (oder Opferputz), macht ja auch Sinn, aber wenn der Putz voll ist, sind die Salze wieder da und das ist ja auch nicht das Problem von Micha, sondern die Abdichtung.
Ach ja, bevor ich es vergesse, wenn Sie in der Lage sind einen Putz so dicht zu schaffen (rein verarbeitungstechnisch), dass ein Salzmolekül nicht mehr durchpasst, wäre Copperfield die reinste Nullnummer



kein "Opferputz" kein "Sanierputz" ein Entfeuchtungsputz



Sehr geehrter Herr Bernhardt,

es funktioniert auf einfache physikalische Weise und hat nix mit einem Sanierputz zu tun oder diesen Opferputz. Diese putzen ja die Opfer und die vermeindlichen Sanierer, weil Sie es nicht besser wissen. Für eine Feuchte Wand gibt es keinen anderen Putz! Wenn Sie skeptisch sind biete ich es Ihnen auf Erfolgsbasis an - kein Problem mit Meßprotokoll.

Selbst die DIN für die Dampfbremse bei der Dachisolierung schreibt eine Abdichtung mit dichter Folie vor - nachweisslich jedoch haben dort viele Bauschäden Ihre Ursache. Wer wohl so eine DIN macht? Daher verstehe ich Ihre Reaktion gegenüber neuem.

MfG Andrea



Feucher Keller bis Sperrschicht



Liebe Frau Cyba,
schon wieder beginnen Sie, uns mit den Perlen Ihrer Weisheit zu überschütten:

... "Es funktioniert auf einfache physikalische Weise..."

Genau diese Erklärung, wenn man einmal von fachlich unsinnigem Geschwafel absieht, sind Sie immer noch schuldig.

"...Selbst die DIN für die Dampfbremse für die Dachisolierung schreibt eine Abdichtung mit dichter Folie vor..."

Da hätte ich doch gern mal gewußt, was das für eine DIN ist.
Gilt sie für beide Arten von Dampfbremsen oder für die dichte Folie? Meinen Sie damit eine Dampfsperre?
Übrigens: Dächer werden gedämmt, nicht isoliert. Der Elektriker isoliert!
Einfach aus ein paar Fachbegriffen irgendein konfuses Zeug zusammenschreiben, das Laien beeindrucken soll, reicht hier in diesem Forum nicht!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Feuchter Keller bis Sperrschicht



Hallo Herr Böttcher,

es wird immer so geschrieben wie der Fragende es am leichtesten versteht. Um Ihnen gerecht zu werden meine ich natürlich die Dampfbremse. Diese sollte eben gedämmt werden und nicht "isoliert" wie DIN.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba