Disput über erforderliche Trockung einer Lehmwand vor dem Malen mit Sumpfkalkputz,,,

14.06.2005



Hallo!
Beim Auf- bzw. Umbau unseres Fachwerkhauses gibt es derzeit einen "Disput" zwischen Lehmbauer und Maler:
Die Innenwände des Fachwerkhauses wurden mit Lehm (Wandaufbau: OSB-Platte/ bzw. Weichholzplatte und Gittex als Putzträger) geputzt und gefilzt. Die Wände hatten anschließend einen sehr hohen Feuchtigkeitsgrad. Da die Trocknung der Wände ohne Trockungsbeschleuniger (Heizstrahler etc.) erfolgen sollte, war die Wand relativ lange "feucht". Der Lehmputzer ist der Meinung, dass die Wand kurz nach dem Filzen (1-2 Tage) mit Sumpfkalkputz (weiß, Firma Haga) gestrichen werden kann. Der Maler hingegen möchte die Wand erst trocknen lassen und erst ab einer Restfeuchte von höchtens 50% Streichen (vor dem Auftragen der Farbe wird die Wand kurz besprüht, damit die Farbe sich besser verbindet).
=> Hat schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?`
=> Muß die Wand vorher in irgendeiner Art und Weise "Grundiert" werden, oder reicht der Sumpfkalkputz aus?
=> Kann der Putz beim sachgemäßen Streichen "herunterkommen"?
=>Inwiefern muß der Sumpfkalkputz (Firma Haga) verdünnt werden?
DANKE, für alle Antworten (zur Belohnung gibt es bald Bilder von unserem fertigen, alten Haus ;-))



Hallo,



es macht Sinn einen Kalkputz frisch mit Kalkfarbe zu streichen. Lehmputz sollte durchtrocknen, da durch Trocknen der Putz noch schwindet. Ein Streichen des feuchten Lehmputzes macht für mich keinen Sinn, da die dirkte Verbindung zum Untergrung nicht stattfinden kann.



Da die Restfeuchte im Malgrund eine tiefere Bindemittelverankerung



verhindert. Es wird also leicht zur aufsitzenden Malschicht-Kruste kommen können. Ihr Maler hat also recht. Sein Vorsprühen verhindert ein Aufbrennen des Neuanstrichs, verhindert aber nicht das Eindringen der Bindemittel in unzulässigem Maße.

Weitere Detailinfo:


Wissenswertes zum
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