Putzproben anlegen

22.05.2013 joerjen



Hallo Ihr Lehmexperten,

ich möchte einige Putzproben mit meinem Baulehm erstellen. Wie mache ich das am besten? Untergrund ist eine Porotonwand.

Ich würde die Wand ordentlich vornässen und dann in einer Lage 15-20mm dick putzen und trocknen lassen?

Habe ich nachher bei den Wänden und Handputz eigentlich ausreichend Zeit das gewebe einzubringen oder wie wird das da gemacht?



Innenputz



Wenn die Wand gerade ist (das sollte man bei einer neuen Wand voraussetzen) reicht eine Putzlage mit ca. 10 mm Dicke aus.
Wenn Unebenheiten ausgeglichen werden müssen dann über einen Ausgleichsputz als erste Lage. Nach Durchtrocknung dann die zweite Lage aufbringen. Die Steine ewig nasszuspritzen ist bei Lehm nicht erforderlich, sie müssen staubfrei sein und möglichst nicht vollfugig gemauert. Putzbewehrung ist bei gleichartigem Untergrund normalerweise nicht erforderlich. Wenn dann kann die Armierung in die aufgezogene Putzlage eingearbeitet werden.

Viele Grüße



Lehm sollte zweilagig



verarbeitet werden!

Eine Probe würde ich über einen Keil abziehen. Je nachdemn wo der Putz reißt muss mehr oder weniger Sand rein.

Der Untergrund muss nicht vorgenässt werden er sollte staubfrei sein und gleichmäßig anziehen.

Grüße



Lehmputz



Hallo...

Danke erst mal für die Infos.

Zweilagig bedeutet Grundputz und Oberputz/Feinputz, richtig? Das bedeutet ich arbeite hier eine ebene Grundputzfläche aus und drücke da dann das Gewebe ein oder kann ich den Grundputz trocknen lassen und mache das Gewebe dann in den Oberputz (eine Schicht aufziehen, Gewebe rein und dann noch eine Schicht aufziehen und abreiben/filzen)?

Ein Keil? Wie darf ich mir den vorstellen? Ich hätte einfach zwei Leisten von 10-15mm Dicke an die Wand gemacht und dann dazwischen einige Mischungsverhältnisse angeworfen und abgezogen - wäre das in Ordnung? Kann man die Trocknung mit Heizern ein wenig beschleunigen oder reicht ein Lüfter?

Der Baulehm ist von Conluto - hat jemand damit Erfahrungen was die MV angehen? Ich wollte 1:3 - 1:4 ausprobieren (Sand aus dem Elb-Saalewinkel mit 0-2mm)...

Danke



Ja



der Unterputz ist i. d. R. fetter (tonhaltiger) als der Oberputz ist und je nach Wunsch eine grobe oder feine Oberfläche.

Das hängt auch von der Korngröße des Sandes ab.

Wenn der Putz über eine Keil abgezogen wird kann ich nach dem Wegnehmen des Keils sehen bei welcher Dicke der Putz reißt.

Dann kann der Sandanteil entsprechend angepasst werden.

Grüße