Kondensation an Wärmebrücken

29.05.2011



Guten Tag,

Ich habe folgendes Problem:

Wohnung 1969 nicht gedämmte Außenwand und neue Fenster führen zu Kondensation und Schimmel an den geometrischen Wärmebrücken. Folgende Maßnahmen sollen ergriffen werden:

Rauhfaser runter, Gipsputz durch Kalkputz ersetzen. Eventuell Dezentrale Lüftung mit WRG.

Da eventuell nicht alles auf einmal umgesetzt werden kann ist die Frage, was die größten Erfolgsaussichten hat.

Die Kondensation tritt auf da ja nicht mehr genügender Luftaustausch im Winter stattfindet und es an kritischen Stellen zur Kondensation der Luftfeuchte kommt.

Ich gehe davon aus der Kalkputz wird mit stark wechselnder Feuchte besser zurecht kommen und schneller nach dem Fensterlüsten wieder austrocknen.

Die dezentrale Lüftung käme nur in Frage wenn auch der Kalkputz in dem Fall nichts mehr bringen würde. Diese würde den neuen Putz aber wieder überflüssig machen.

Ist es wahrscheinlich, dass schon der neue Putz das Problem im Winter löst?


Mit freundlichen Grüßen

David S.



Wärmebrücken



Hallo David ,

Wenn Sie wollen ,kann ich Ihnen eine PDF- Datei schicken.
Das ist die Zusammenfassung eines Vortrages, den ich mal gehalten habe.

Schon jetzt kann ich Ihnen sagen : Der Austausch des Putzes wird das Problem nicht lösen;-((

viele Grüße





Gerne, habe Ihnen eine Email geschrieben.

Mfg,

David S.



Wenn...



...Raufaser weg und Putz in Kalk erneuert ist, KANN durchaus das Schimmelproblem verschwinden, wenn auch die Farbe (Kalkfarbe) nicht absperrt. Das Problem ist ja nicht eine kurzzeitig auftretende Feuchteablagerung, sondern deren Konzentration auf nicht saugfähigen Untergründen oder unter Kondensatfallen (Tapete).

Hierbei setze ich ein richtiges und ausreichendes Lüften voraus (Tgl. 2x 5min stoßlüften bringt viel mehr als lange angekippte Fenster).

Grüße

Thomas



Das die



dezentrale Lüftung das Problem beseitig ist oft die falsche Schlussfolgerung. Das Problem ist die Oberflächentemperatur an der "geometrischen Wärmebrücke". Hier ändert sich durch den Einsatz der Lüftung wenig und das zu hohen Kosten.

Meine Empfehlung ist in diesen Bereichen Dämmplatten aufzubringen, die die Oberflächentemperatur anheben und den Kondensatausfall reduziert.
Natürlich sind da auch Kalk- und Lehmputze und die entsprechend Farben mit hohem Trocknungspotential hilfreich.

Grüße



und



nach Luftfeuchtequellen im Wohnraum suchen, um die im Interesse des Bestandes zu reduzieren, z.B. Pflanzen, fehlende Zwangsbelüftung im Bad, Abzugshaube statt Fettabscheider in Küche (Deckel auf Kochtopf!) usw. Und selbstverständlich mehr als das Minimum an Lüften, um das problem zu beseitigen. Den Zwangsentlüftungen würde aber die geplante Be- und Entlüftung entgegenstehen.
Und Möbel von den Wänden abrücken !



Calcium- Silikat- Platten



Die besten Erfahrungen haben wir mit C-S- Platten gemacht. Die verringern nicht nur die Wärmebrücken und tragen einen nicht unerheblichen Teil zur Wärmedämmung bei.Sie sind ein großer Pufferspeicher für die Luftfeuchtigkeit, sind schimmelhemmend und extrem diffusionsoffen. Natürlich müssen die Platten genauso atmungsaktiv belegt werden