Wie schlimm schätzt Ihr die Wand ein?

17.08.2007



Hallo,

habe mal Bilder von den Kellerwänden gemacht. Es scheint teilweise Schimmel, Salpeter und wie eine Art Kalk zu sein. Kann mir jemand sagen, was das ist und ob ich den Putz erstmal komplett abmachen soll, bevor ich die Wände mit Kaminöfen über den Winter versuche trocken zu legen?

LG Andy



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Feuchtigkeit!



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Unter der Treppe!



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Noch mehr Feuchtigkeit!



Vorerst letztes Bild!



Hinter der Treppe!



Kellerwand



Ich bin leider kein Hellseher,
der über einem Paßbild mit seinem Pendel herumfuchtelt und dann sagt welche Niere entzündet ist.
Vermutungen über die Ausblühungen hast Du bereits selber angestellt, mehr kann ich auch nicht.
Entferne losen Putz und kehre die Wände mit einem kräftigen Beesen ab, danach trockne den Keller durch Lüften und Heizen im Winter.
Dann kann man überlegen, wie es weitergeht.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Kellersanierung



Hallo, wir besitzen ein Bruchsteinhaus mit Keller. Der sah ähnlich aus, Feuchte Wände, kein Schimmel, Salzausblühungen. Im Rahmen der Entscheidungsfindung habe ich von diversen Baufirmen Informationen eingeholt. Man hörte die dollsten Sachen. Maueraustausch, Bohrlochinjektagen wurden vorgeschlagen. Letzendlich haben wir den Putz abgeschlagen. Die Wände habe ich abgekehrt und dann mit einer Stahltopfbürste+Flex abgebürstet.Außen haben wir mit Dernoton abgedichtet. Der Keller ist in den letzten 2 Jahren wunderschön abgetrocknet. Wohlgemerkt nutzen wir den Keller nur als Lager.
Vorschlag: Wände reinigen, Müll raus, Lüften im Winter, Im Sommer Fenstr zu, abwarten.
Sonnige Grüße
Uwe



Danke!



Hallo Uwe! Heute war auch einer da bezüglich Bohrlochinjektagen, aber der hat selbst eingesehen, dass das den Aufwand nicht wert ist. Er rechnete mit gut 20-25.000 €, dazu käme die Ausgrabung von Aussen und eine Drenage, Gesamt also ca. 40-50.000 €, nur für die Sanierung eines Keller´s, das ist zuviel. Er sagte zu mir, es ist sinnvoll, den Putz anzumachen, die Mauer zu waschen und dann trocknen. Danach einen Kalkzementputz auftragen und alle 3-5 Jahre zu streichen. Jedoch werden wir den Keller nie so trocken bringen, dass wir ein Büro, 2.Bad dort unten reinmachen können. Es denkt, wir sollten von oben herab die Injektionen machen, da das Aussenmauerwerk teilweise schon so feucht ist, dass wir die Feuhte von unten her stoppen müssen um das Fachwerk zu retten. So wird es wohl auch gemacht werden. Das Mauerwerk unten ist teilweise bis zu 100% feucht, das bekommen wir nicht so schnell raus, vorallem weil das Holz feucht und sporig ist von der Decke her.

Danke nochmals für den Erfahrungsbericht.

LG Andy



Kellersanierung



Lass den Putz weg. Keinen Zement. Keine Farbe. Den Injektagen stehe ich sehr skeptisch gegenüber. Bevor ich da Geld "versenke", würde ich mir Refenrenzobjekte anschauen. Außerdem würde ich mir eine unabhängige Zweitmeinung einholen.
Alles Gute
Uwe





Ein Keller ist ein Keller ist ein Keller. Zweck des Kellers war ursprünglich die Lagerung von Lebensmitteln in kühler Umgebung, da ein Keller eine gleichmäßigere Temperatur aufweist als ein überirdisches Bauwerk.

Hier liegt auch das Problem: Historische Nutzungsbestimmung und heutiger Nutzungswillen sind selten in Übereinstimmung zu bringen. Zement, Putz Farbe etc. haben in einem historischen Keller selten etwas zu suchen. (siehe UWE)

Im Feuchte-Kontext „Erdreich-Mauwerk-Kellerluft“ findet – vereinfacht gesagt – ein jahreszeitlicher Austausch statt, der einmal unterbrochen zu Wasserniederschlägen führen wird.
Meine persönliche Meinung ist hierzu: entweder man lässt den Keller Keller sein oder aber man findet eine Lösung, um das gute Stück 110% dicht zumachen (Von dieser Lösung würde ich dann gerne erfahren).

Viele Grüße aus Wiesbaden,

Christoph



Feuchte Wände trocken bekommen



Sehr geehrter Herr Kotzur,

die Ursachen sind zu ermitteln und abzustellen. Ein Entfeuchtungsputzsystem an der Wand spart die Energie für das Heizen zum Wohl der folgenden Generationen.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Kellersanierung



Hallo Andy,
ich habe seit 9 Jahren ein Haus aus 1902 an dem ich viel meiner freien Zeit werkele. Das Haus war bezüglich des Fundamentes sehr in Mitleidenschaft gezogen. Es Steht am Hang, ist Teilunterkellert (Hangabwärts) un hatte über Jahre keine funktionierende Dachentwässerung. Ich habe alle Wände bis auf min. 20cm unter Fußboden freigelegt und langwierig durch Mauerwerksaustausch (Bruchsandstein) unterfahren. Den Fußboden habe ich mit Folie Abgedichtet und Betoniert. Als Horizontalsperre Habe ich Noppennbahn (aus PP) eingebaut um eventuell horizontale Kräfte zu "fangen". Die Außenwände wurden mit Dickbeschichtung, Dränplatten und Filterfließ sowie Dreinage geschützt.
Der Keller ist inzwischen absolut trocken und die freigelegten Sandsteinwände sind mit Haftgrund "Versiegelt eine Augenweide.
Der körperliche Aufwand war jedoch riesig und ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen.



Das wichtigste ist doch erstmal zu erkunden woher die Feuchte kommt!



So wie es aussieht ist der Keller durch Kondenswasser an den Oberflächen geschädigt.
Es wäre gut zu wissen: wie hoch ist die Feuchte und welche Temperaturen haben die Räume und auch die Wandoberflächen.
Dazu braucht man ein Thermohygrometer (mit Min.- und Maximumaufzeichnung) und ein Temperaturmessgerät.
.
Abdichten kann man diese Räume nicht!
Es sei denn Sie heben dieses Haus hoch und dichten darunter und seitlich gegen drückendes Wasser ab.
Putze, welcher Art auch immer - sind oft auch nicht geeignet.
Wenn es nur Tauwasser ist, dann sehen Sie bei meiner Homepage unter Schriften die Nr. 12 und 14 an und das I-Bausystem.
Und um die Kosten ungefähr anzugeben, brauche ich noch die Länge der Wände und die Breite aber auch die Höhe.
Und lassen Sie den geschädigten Putz an der Wand.
Je offenporiger die Flächen werden, desto mehr kommt Feuchte nach.



nun



wenn es ihr platz erlaubt, dann nutzen sie den keller als das wofür er gebaut wurde-als lager-
entfernen ( zum beispiel sandstrahlen)sie alle putze, anstriche und was da noch so ist, lassen sie die wände und füßböden atmen und verzichten sie wenn möglich auf zementgebundene putze, sanieren sie die fugen entsprechend, sorgen sie für entsprechende Lüftung und erfreuen sie sich an ihren keller als natürlichen lagerraum
unabhängig davon sollten sie trotzdem einen fachmann zu rate ziehen, der sich die örtlichen gegebenheiten einmal ansieht
mfg
c.heise