Wände verputzen/isolieren in altem Fachwerkhaus

02.07.2013 scherlock



Hi,
ich habe im Fachwerkhaus meiner Mutter in einem Zimmer die beiden Ausenwände vom Putz befreit, da er recht lose war. Es war weder Gips noch Zementputz, soeht aus wie ein Kalkputz. Die Gibelseite ist mit Backstein gemauert und die ander Wand besteht aus altem Fachwerk und die Gefache sind mit Bruchsteinen und teils mit Backsteinen ausgemauert. Da ich nun wieder einen Putz an die Wände bringen muss, lautet meine Frage, welchen Putz ich für die Fachwerkwand nehme und welchen für die Backsteinwand. Ich war im Baumarkt und da hat mir ein Gipsermeister geraten ich solle alles erstmal mit Kalkzement Verputzen dann Styropor Kleben und dann Rigipsplatten draufmachen, das scheint mir aber nicht unbedingt ne gute Lösung zu sein. Wenn das was ich weggeklopft hab Kalkputz war, dann hat der ja gut und gerne 70-80 Jahre seine Dienst an der Wand getan und war weder schimmelig noch rissig, obwohl er nur mittels nägel und Drahtgeflecht direkt auf, bzw. über die Balken gezogen wurde.Vielleicht kennt sich hier ja jemand aus wie ich dies beiden Wände richtig verputzen kann, wie gesagt eine Fachwerk, eine aus Backstein. Ich freue mich über aussagekräftige Antworten.



Wände verputzen/isolieren in altem Fachwerkhaus



moin
der "Gipsermeister" soll sich mal an seinem LEisten festhalten. Bloß kein Zementputz auf FAchwerk, und erst gar kein Styropor!!! Niemals im Baumarkt solche Fragen fragen. Das sind wirklich keine FAchleute. Schon garnicht in Sachen Sanierung von Altbauten. Auch sonst nicht. Die können da auch nix für, die bekommen ja keine Schulungen. Die sollen den Mist verkaufen, der hinten im Lager liegt. Und da liegen Berge Styropor. Die müssen weg. Aber nich an ein Fachwerkhaus.

In deinen Breiten bräuchte das Fachwerk grundsätzlich keinen Putz. Auf der anderen Seite gefällt das auch nicht jedem. Wenn das HAus nicht unter Denkmalschutz steht, kannst Du außen fast alles machen:

- mit Holzfaser/Steinwolle dämmen
- Sichtbrettschalung drüber
- oder hinterlüftete Schalung mit Naturschiefer, oder Prefa
- oder überputzen (dann aber mit Kalkputz, gibt auch Holzfaserdämmung im fertigen Wärmedämmverbundsystem)
- oder nur putzen und innen dämmen (Stampflehm o.ä.)
- oder oder oder

Is auch ne Gestaltungsaufgabe. Wie sehen die Häuder in der NAchbarschaft aus? Gibt es da typische Elemente, die man aufnehmen könnte? Farbgebung? Steht das Haus frei oder in einem dörflichen oder städtischen baulichen Kontext eingebunden?

Was soll erreicht werden? Energieenisparung? Historisch gerechte Sanierung? Reine Modernisierung? Ist das ein Wochenendhaus oder dauernd bewohnt?

Gruß





Innenputz?

Kalkputz für beide Wände würde ich sagen. Bis zu 5% Zementzuschlag ergibt schneller eine nutzbare Anfangshärte. Auf den Balken hält der Putz nicht. Da muss vorher Ziegeldrahtgewebe oder Schilfrohr draufgenagelt werden.

Eine lokale Dämmmaßnahme für ein kleines Zimmer macht wohl keinen Sinn, wenn es da bisher keine Probleme mit Schimmel oder Heizung gab.





hallo Klingsor,
danke für deine Antwort, aber du hast da glaub ich etwas falsch verstanden. Es geht um den Innenputz für 2 Außenwände eines Zimmers und nicht um die Außenfasade. Was für nen Putz nehm ich da ?



trotzdem



Was machst Du mit den Wänden außen - wir reden ja hier immer über Wandsysteme, es kommt auf das Zusammenenspiel aller Bauteilebenen an, damit die Wand auf Dauer funktioniert und Du keine Schäden im Fachwerk bekommst.
Wie sollen die Räume genutzt werden?





die Ausenwände sind schon seit mehr als 50 jahren verputzt, Fachwerk ist nicht mehr sichtbar, Der Raum wir als Schlafzimmer genutzt .





Innen mit Lehm putzen.
Bei Bedarf Holzweichfaserplatten als Dämmung flächig in den Lehm kleben und dann mit Lehm und Gewebe überputzen.
oder in diesem Forum mal nach Innenwanddämmung suchen. Aber bitte vorher 3Liter Kaffe und Verpflegung für eine ganze Woche auf den Schreibtisch stellen...