Wie Putzreste entfernen?

04.05.2013 Georg



Hallo,

ich bin Eigentümer einer umgenauten Scheune. Im EG hat sich herausgestellt, dass einige Innenwände (überwiegend Sandstein, zum Teil aber auch roter Backstein) feucht sind. Da die betroffenen Räume die Kellerräume darstellen und keinen Wohnzwecken dienen, war die Überlegung, die Wände zunächst nur freizulegen und lufttrocknen zu lassen.

Dementsprechend habe ich angefangen den vorhandenen Putz (sowohl Ober- als auch Unterputz) abzuschlagen. Natürlich sind (Unter-)Putzreste übrig geblieben. Nun die Frage des Laien: Wie bekomme ich auch diese (weichen) Reste am Besten weg? Drahtbürste? Bohrmaschine mit einem Bürstenaufsatz? Feuchte ich die Wände vorher an? Eine Putzfräse scheint mir nur auf relativ ebenen Grund Sinn zu machen, der aber zumindest bei dem Sandstein nicht gegeben ist. Ach so, die zu säubernden Wände haben eine Fläche von rund 20m2.

Für hilfreiche Tips wäre ich sehr dankbar.

Georg



Kellerwände



Was ist denn genau nass bzw. feucht?
Die Putztoberfläche?
Der Putz?
Das Steinmaterial?
Die gesamte Fläche oder nur Teilbereiche?
Wie wurden die Räume genutzt, vor und nach dem Umbau?



was fecht ist:



Das Mauerwerk ist feucht und zwar von unten mehr oder weniger gleichmäßig in der Fläche nach oben bis ungefähr Kopfhöhe. Die Fugen sind zum Teil stark versandet.

Die Räume wurden zuvor als Abstellräume genutzt.



Putz



Ein wenig mager, Ihre Auskünfte.
Das Mauerwerk bzw. Steine feucht sind, passt nicht dazu was auf dem Foto zu sehen ist auch nicht zu den anderen Informationen.
Ich habe das Gefühl das die Aktion Putz abschlagen insgesamt überflüssig war.
Das was noch dranhängt dran lassen, dann kann der fehlende Putz wieder ergänzt werden. Als Feuchtequelle vermute ich eher Kondensatbildung auf dem Putz, auch Salze wären möglich.
Es bringt nichts, Mauerwerk trocknen zu lassen ohne die Feuchtequelle abzustellen. Die sollten Sie erst mal suchen und bestimmen. "Mauerwerk feucht" reicht da nicht als Entscheidungsgrundlage für eine Sanierung, sonst haben Sie nach ein paar Jahren wieder die gleiche Situation.

Viele Grüße



Hallo Herrr Böttcher,



da geht es Ihnen nicht anders als mir: was ich bislang von vermeintlichen Experten gehört habe, hat bei mir mehr Fragen offen gelassen als beantwortet. Und das war einer der Gründe, das Mauerwerk im unteren Bereich zunächst nur frei zu legen. Die anderen Ratschläge der bisherigen Experten zähl ich Ihnen nicht auf. Die waren zum Teil radikaler und natürlich auch kostenlastiger.

Als Laie filtert man eben das raus, was einem plausibel erscheint. Und hier spielte auch die Aussage eine Rolle, dass der vorhandene Putz nicht der richtige wäre (egal, woher die Feuchtigkeit rührt).

Da der Putz nun unten ist, würde ich gerne die Reste ebenfalls runter bekommen. Für andere Ratschläge oder Erfahrungen bin ich aber auch dankbar. Man lernt ja gerne dazu.



Putz



Die paar Reste können auf der Wand verbleiben wenn sie fest haften. Der restliche Putz kann bleiben wenn er fest ist, nicht hohl klingt und nicht sandet.
Da Sie nicht mit weiteren Informationen herausrücken gebe ich Ihnen ein paar zum Thema:

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Gab_es_frueher_trockene_Keller.pdf
und
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Wann_ist_eine_Wand_nass.pdf

Viele Grüße



Vielen Dank erst einmal für die links.



Zu den Informationen, die ich zurückhalte: Die bisherigen Experten haben allesamt von aufsteigender Feuchtigkeit als Ursache gesprochen und auf die fehlende Horizontalsperren in den betroffenen Räumen hingewiesen. Als feucht haben sich die alten Scheunenwände (Sandbruchstein, zum Teil auch roter Backstein) herausgestellt, während die neu eingezogenen Wände, die auf dem neuen Fundament stehen, weitesgehend trocken sind.

Nachdem ich u.a. hier im Forum gelesen habe, dass es auch andere Ursachen für die feuchten Wände geben kann, wie eben Salze oder Kondensatbildung, habe ich beschlossen das Ganze langsam anzugehen und eben erst einmal die betroffenen Wände frei zu legen (einige Wände sind bzw. waren mit Rigips zugestellt, so dass die ohnehin wegzunehmen waren) und parallel nach einem richtigen Fachmann zu suchen. Die verputzten Stellen habe ich freigelegt, da, wie gesagt, es für mich plausibel war, dass der vorhandene Putz nicht optimal ist und zwar unabhängig von der genauen Ursache für die Feuchtigkeit - die freigelegten Stellen insbesondere unter dem Putz machen einen versandeten (Fugen) bis salzigen (Steinoberfläche) Eindruck; dort wo Rigips davor stand, ist dies nicht so stark ausgeprägt.

Die Feuchtigkeit ist bislang nicht professionell gemessen worden. Der Klopapiertest war aber negativ. Nachfragen bei Nachbarn haben ergeben, dass Salzausblühungen auch bei denen vorkommen. Die vorherige Nutzung der Scheune habe ich noch nicht herausfinden können.

Das ist so der Stand der Dinge.