Elektroinstallation Unterputz???

22.08.2005



Hallo @ all

es handelt sich bei dem Haus um einen Bau von ca. 1930, es gibt eine alte Aufputzelektroinstallation. Im Zuge einer kompletten Modernisierung soll neben einer neuen Heizung und neuen Türen auch die gesamte Elektrik neu gemacht werden. Da wir aber nun keine Aufputzinstallation mehr haben möchten wollten wir alles Unterputz verlegen, wo unsere Probleme anfangen... Der teilweise Lehmputz der in den Räumen aufgetragen ist, ist stellenweise nur einen guten Zentimeter dick. Wenn wir also nun mit der Mauernutfräse ordentliche Schlitze für die Kabelverlegung schneiden wollten, dann würden wir an manchen Stellen bis zu zwei Zentimeter in die Holzbalken schneiden! Wenn wir das so täten, könnte dann die Stabilität der Wände darunter leiden. Ist das so zulässig. Oder ist solch eine Unterputzinstallation in Fachwerkhäusern mit so gerigem Putzauftrag generell unmöglich.

Über genauere Infos wäre ich sehr Dankbar, denn wir stecken eigentlich schon mitten drin in den Umbauarbeiten. Uns ist leider viel zu spät aufgefallen, daß der Putz sooo dünn ist.

MFG Mario



frisch ans Werk



Lieber Mario

eine Zwischenfrage : ist das Fachwerk sichtbar?

ein einschlitzen der Balken von mehr als 1cm würde ich nicht raten. Die meisten Wände besitzen sowieso nur eine stärke von etwa 10cm. Unsere Vorgehensweise Einbau tiefer Dosen, die etwa 2cm aus der Wand schauen. Schlitze werden reingekratzt, nicht reingefräst, damit das Stroh im alten Lehm nicht abgeschnitten wird.(Verbindung beim schließen der Schlitze mit neuem Lehmputz) Verbindungen zwischen einzelnen Dosen mit Riffelrohr. Das kann mit Hakennägeln im Lehm angenagelt werden. Danach mit Lehm (vorher nässen)Schlitze schließen. Wenn das getrocknet ist aufputzen und 2 bis 3cm Wandstärke erhöhen. Klemmarbeiten können bei tiefen Dosen direkt in der Dose erfolgen, da keine Absweigdosen von nöten sind.