Kalkputz als Grundlage mit oder ohne Trass?

02.04.2012



Hallo!

Wir haben einen Altbau aus Vollklinker, der wegen des Fachwerks von Innen gedämmt wird. Es steht nun der Ausgleichs- oder Grundputz an, den wir mit Kalkputz von Gräfix durchführen wollen.

Da gibt es nun den Typ Gräfix 61 Grund-Kalkputz und den Gräfix 71 Trass-Kalkputz.

Welchen Putz würdet Ihr verwenden, wenn danach der Kleber für die Mineraldämmplatten kommt?

Vielen Dank und beste Grüße!

Michael



Neder Woch



Hallo

Weder den einen
noch
den anderen
noch den Kleber für die
noch die
Mineraldämmplatten …

dann können Sie gleich einen billigen KZ-Mörtel vom Baumarkt nehmen - der macht auf lange Sicht das Selbe.

Sie "glauben" mir nicht?

Sie werden sehen!

FK



Na da...



... wäre eine Begründung zu dieser Aussage doch eine feine Sache!

Besten Dank im voraus!

Michael



Wie viel Seiten …



… hätten Sie denn gerne?

zum Thema:

- Innendämmung Nein Danke!
- Putze Gräfix
- Kalkputze
- Trass Kalk Märchen
- Kleber für
- Mineraldämmplatten
- Vollklinker
- Fachwerkhaus

für jedes Thema 5 Seiten (mindestens) = min 40 Seiten

ist etwas umfangreich, finde ich!
(klingt arrogant, gell - ist aber nur gut gemeint)

FK



Ohne Details ...



... zu kennen, kann eigentlich nur gesagt werden, daß eine Innendämmung einer FW-Konstruktion mit MiDä- oder CaSi-Platten nicht machbar ist. Diese Platten werden für die Innendämmung auf mineralischen Untergründen eingesetzt: Vollziegelmauerwerk oder Bruchsteinmauerwerk.

Oder wollen Sie nur die Gefache dämmen? Das wäre keine gute Idee. Sie brauchen einen durchgehenden inneren Verputz als regen- und winddichte Ebene.

Für die Innendämmung von FW-Bauten kommen Holzfaserplatten und Lehmmörtel/-putze zur Anwendung. Ist auch etwa um die Hälfte preiswerter als es Kalkputze sind.

Oder gibt´s eine Mischbauweise: teilweise Vollklinker (EG) und FW im OG? dann können beide Dämmplattearten verwendet werden, je nach Untergrund. HoFaPlatten passen auch in Lehm auf´s MAuerwerk. Ansonsten könne Sie den Kalkgrundputz auf MW verwenden, es sei denn der Hersteller der CaSi- oder MiDä-platten spricht sich bez. seines PLattenklebers dagegen aus. Der Kalkputz braucht aber eine längere Zeit zum Abbinden, je mm Stärke etwa einen Tag. Wird er zu früh "eingepackt", erhärtet et nicht oder nur sehr langsam, weil die CO2-Zufuhr beeinträchtigt ist.


Trass-Kalk-Putze sind wegen des hohen Anteiles an Feinstkornanteil sehr hart und dicht, neigen zur Rissbildung. Sie werden überwiegend als Mauerwerksmörtel verwendet oder als quasi zementähnliche Putze in hochbeanspruchten Bereichen wie dem MW-Sockel. Am FW haben sie im Grunde nichts zu suchen.

Was die kryptischen Ausführungen von Herrn Kurz angeht: damit müssen wir leben. Er verfügt scheinbar über ein kosmisches Wissen um die Dinge, ist aber nicht bereit, uns Sterbliche in unserem vermessenen Drang, widersinnige Fragen zu stellen, daran teilhaben zu lassen. So bleibt uns Erlösung verwehrt und das große karmische Rad wirklich dummer Fragen dreht sich immerfort weiter ...



Gräfix hat eine langjährige Erfahrung in Sachen Kalk....



... warum nicht Gräfix selbst mal fragen:

Wolfgang Endress GmbH & Co KG
A. Ehrhart
Laufer Straße 12
90542 Eckental- Eschenau
Tel.: 09126-2596-0
Fax : 09126-2596-17
eMail: W.Endress@t-online.de
www.graefix.de

Hier in der Community seit 2006 und vielleicht noch aktiv:

Wolfgang Endres GmbH

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



kryptische Kosmologie



Hallo Kosmologen

die Sätze:
Trass-Kalk-Putze sind wegen des hohen Anteiles an Feinstkornanteil sehr hart und dicht, neigen zur Rissbildung. Sie werden überwiegend als Mauerwerksmörtel verwendet oder als quasi zementähnliche Putze in hochbeanspruchten Bereichen wie dem MW-Sockel. Am FW haben sie im Grunde nichts zu suchen.
sind nur bedingt richtig.

Der Trass ist ein "Hydraulefaktor" ähnlich dem Zement der für die Erhärtung nicht nur "unter Wasser" ausschlaggebend ist.
Nicht der Feinkornanteil macht die Härte!
Manche H-Faktoren können sinnvoll angewendet sehr gut die Härte des Kalkmörtels beeinflussen, manche aber werden im Laufe der Zeit immer härter und aus dem braven und unschuldigen Kalkmörtel wird ein hartdichter Holzvernichter und Absperrer.

Diese H-Faktoren kann man als Zugaben beigeben oder sind zum Beispiel als "Sandzuschlag" schon latent vorhanden - die einen sollte man angeben die anderen müssen nicht deklariert werden.

So macht sich jeder seinen Reim daraus und andere finden das mystisch oder kosmologisch.

Bezahlen tuts der Bauherr - blöderweise!

Ich bleib bei meinen Ratschlägen

FK



Informationsgehalt



Hallo Herr Pickartz,

ich beziehe die von Ihnen erwähnten "wirklich dummen Fragen" einfach einmal nicht auf die meine und bedanke mich für den ersten sachlichen Beitrag auf meine Frage.

Es ist wie in so vielen Bereichen: Die Arroganz der vermeintlich Wissenden verschreckt die Laien und führt dazu, dass man sich lieber beim freundlichen Obi-Berater bedient - schon alleine aus der Scheu heraus, in solchen Fachforen bloßgestellt zu werden.

Die gleichen Fachleute mockieren sich anschließend darüber, dass ihre ach so altruistischen Ratschläge nicht umgesetzt werden. Mögen sie sich in ihre Hütten aus naturbelassenem Kuhdung zurückziehen und über das Ende der Welt durch die Beimischung von Zement fabulieren.

Dem Beitrag von Herrn Pickartz sowie meiner eigenen Recherche entnehme ich, auf den Kalkputz mit Trass aufgrund der eingeschränkten Durchlässigkeit zu verzichten.

Die Grundlage für den Ausgleichsputz besteht aus Vollklinker mit dem für Fachwerk typischen Holzbalkenanteil. Der alte Putz wurde abgeschlagen und wird nun durch den angesprochenen ersetzt.

Darauf kommen dann die Mineraldämmplatten von Dennert mit einem (angeblich zusatzfreien) Kleber (ich kann das wissende Lachen der "Zusatzkritiker" förmlich hören). Auf den Dämmplatten sitzt dann die Wandheizung und der abschließende Kalkputz.

Vielen Dank für die Tipps.

Michael

PS: Herr Kurz - Sie sprechen in Ihrem letzten Beitrag von Ratschlägen. Auch nach wiederholter Durchsicht des gesamten Threads konnte ich jedoch einfach keinen solchen entdecken?!



Mineralschaum auf Fachwerkkonstruktion?



Hallo Michael,

da würde ich bei Dennert noch mal nachfragen, wieweit die Mineralschaumplatte auf einer Fachwerkkonstruktion verlegt werden darf.

Eine Alternative wäre dann die Holzdämmplatte.

Grundsätzlich sollte aber das Ganze sehr druchdacht sein. Auch wenn Florian Kurz seine Bedenken nur angedeutet hat. Ich würde einem Gesamtkonzept ohne Innendämmung ebenfalls den Vorzug geben. Dies kommt aber auf die Gesamtsituation an.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Resistent



Sie schreiben:

Welche Ratschläge?
Zitat:
Weder den einen
noch
den anderen
noch den Kleber für die
noch die
Mineraldämmplatten …


reicht das nicht?

Den Ratschlag etwas nicht zu tun negieren Sie!

Ist ja Ihr gutes Recht oder: ausbaden müssen es sowieso Sie!

der Baumeister

FK



Persistent



"... time ist running out, and all you gotta do is blubber ´n´smoke ..."

captain beefheart (r.i.p)



And also from Captain Beefheart:



"The stars are matter, We're matter, But it doesn't matter."

In diesem Sinne: Vielen Dank für die Hinweise. Das Thema ist erstmal für mich erledigt.

Frohes Schaffen!

Michael