Umbau altes Schweden Haus.

24.01.2010



Hallo,
wir besitzen im schönen südschweden ein altes haus von 1922. Diese ist im laufe der zeit mal hier und mal da renoviert worden. Das haus hat eine verputzte fasade von außen mit Stroh hinterm putz, Balken stehend dann spähne und rauspund + gips. Nun ist angedacht im alten sowie im neuen teil des hauses 80mm Mineralwolle von außen aufzubringen und zu Verputzen mit dünnbettputz.
Sollte man im alten teil den Putz entfernen oder sitzen lassen wo er ist? Sollte mann im alten teil des hauses eine Dampfbremse einbauen. Da wir sowiso eine instalationskonstruktion benötigen könte man ja auch eine dampfbremse 3-8m einbauen? Bin für ratschäge offen.
Vielen Dank
Manu



Hallo,



es stellt sich mir die Frage warum es abgedichtet werden soll. Bewohnt ihr es ständig? Immerhin hat es so ja bis jetzt den Bewohnern genügt. Falls es unbedingt zusätzliche Dämmung braucht würde ich nur auf Materialien zurückgreifen welche bereits verbaut wurden. Ich kenne die Gegebenheiten in Schweden nicht, wage aber zu bezweifeln das eine Dämmung wie Ihr sie vorhabt nicht Probleme hervorruft. Immerhin ist es ein massiver Eingriff für Dein Haus. Mineralwolle halte ich da für eine sehr schlechte Variante. Kann diese nicht anfangen zu schimmeln? Auch eine Dampfbremse würde ich persönlich nicht empfehlen. Immerhin verlegt ihr mit der neuen Dämmung den Taupunkt. Aber wohin? Das kann denk ich besser von einem erfahrenen Schweden direkt vor Ort evtl besser gelöst werden. Hier könnte ich mir vorstellen wäre eine Innendämmung in Form von Lehm und Holzweichfaser welche diffusionsoffen angelegt wird vielleicht besser. Aber ich bin kein Fachmann diesbezüglich. Mein verstand sagt mir jedoch das die Lösung am ehesten von einem schwedischen experten (je Älter desdo besser) zu erreichen ist.

Viel Glück





Sehr geehrte Herr Ahrens,
ja wir wohnen seit drei jahren permanent in diesem haus .
Angedacht ist das haus mit steinwollplatten 039 zu verkleiden da wir das auch schon bei anderen hier gesehen haben. Einen taupunkt hat es vorher ja auch schon gegeben und das haus ist trotz trotzdem nicht weggeschimmelt da dieser meiner meinung nach im Holz oder stroh bereich gelegen haben muß . Die frage stellt sich mir nun wenn wir den taupunkt in die steinwollplatten Verlegen kann es ja eigentlich nicht schlechter sein als jetzt, wo der taupunkt in der holzschicht der Wand sein müßte. An eine dampfbremse habe ich gedacht da wir das haus komplett moderniesieren wollen und hier kein Stein mehr auf dem anderen stehen wird.
Wie gesagt eigentlich ist bisher nur ein wenig kaputt renoviert worden. Die neuen dreiglasfenster sind so undicht an den laibungen das mann das gefühl hat man sitz draußen auf einer terasse. Ich bin selber zimmerer und weiß das dies nicht mal eben so entschieden werden kann. Daher erhoffe ich mir aus diesem forum ein wenig hilfe und anregungen. Wenn ich mich hier in S erkundigt habe dann bekommt mann von drei verschiedenen leuten drei verschiedene antworten.
Manuel
Die frage die ich mir halt stelle ist, ob es sinn macht den vohandenen putz auf der alten fasade draufzulassen. stroh und putz sind ungefähr 50mm stark. Wovon der putz ca.35mm ausmacht.





Hallo Manuel,

im Prinzip kann der Putz, so er dann fest ist, drauf bleiben. Wenn Sie ihn aber abnehmen, können Sie die Fachwerkkonstruktion auf Schäden untersuchen und wenn nötig reparieren. Für eine Außendämmung ist keine Dampfsperre erforderlich, eine fachkundige Beratung würde ich, auch die Dämmstoff Wahl betreffend, unbedingt hin zu ziehen. Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Die Thematik Taupunkt scheint hier etwas falsch verstanden zu sein.
Er darf weder an, noch in der Wand liegen.

Grüße aus Schönebeck