Holzfaserdämmplatten im Ständerwerk

17.05.2006



Hallo, ich möchte ein von aussen sichtbares Fachwerk von innen wärmedämmen. Die Wand ist ca. 14 cm dick. Das Fachwerk ist Eiche, die Gefache sind mit Lehmstakung ausgefüllt. Die Wetterseite ist nicht schlagregengeährdet, ca, Schlagregenbeanspruchung 1-2.
Ist eine Innenwärmedämmung mit Ständerwerk aus Holz oder Metallprofilen plus Dämmung mit Holzfaserdämmplatten (z.B. Steico Therm Flex) mit 40 oder 60 mmm Dicke, dann Dampfbremse (welche nehme ich?) und dann Rigipsplatte ungefährlich für die Fachwerkkonstruktion??? Bitte um Erfahrungsaustausch und Hilfe, denn Geld ausgeben für überteuerte Dämmstoffe und Methoden ohne wirkliche Einsparungen an Heizkosten kann ich mir nicht leisten und will ich mir nicht leisten. Als Normalverdiener und alleiniger Familienernährer brauche ich eine praktische, kostengünstige Dämmvariante. Bitte um Tipps, Ratschläge und Meinungen. Vielen Dank im voraus, Gruß, Jakob



Innendämmung



Guten Tag,

jede Innenschale, die Luftschichten erzeugt, ist potentiell gefährlich. Keine Luftschichten erzeugen, sondern platt auf platt arbeiten !
Rigips hat einige Eigenschaften, die fatal sein können, z.B. die fehlende Möglichkeit zum Feuchtigkeitsausgleich und die Eigenschaft bei Wasseraufnahme große Kristalle zu bilden.
Es gibt bessere Oberflächen: z.B. Lehmbauplatten oder einen reinen Kalkputz.
Als Dämmstoff kann man nur kapillar aktive Baustoffe verwenden: Holzweichfaserplatten, Wärmedämmputz(innen), Schilfrohrmatten etc.
Ein möglicher Aufbau könnte so aussehen:
- alten Kalkputz aufrauhen
- mit Staubkalk eine Haftbrücke aufquasten
- Grundputz als reinen Kalkputz Körnung 0/4 1,5 cm dick aufziehen
- in den noch nicht ganz trockenen Putz Holzweichfaserplatten als Putzträgerplatten ca. 40 mm
vollflächig einsetzen, Kleber mit der Zahntraufel auftragen.
Anschließend Innenputz nach Wunsch auftragen.

Gutes Gelingen !