Welcher Sockelputz???

27.06.2009



Wir beschäftigen uns nun schon lange mit der Frage, welcher Sockelputz für unser Haus wohl geeignet ist. Wir haben kein Fachwerkhaus, aber ein 105 Jahre altes Haus aus Ziegelsteinen gebaut.
Nachdem eine 1m hohe, 10 cm dicke Schicht aus Zement und Zierklinkern entfernt wurde, soll jetzt -nachdem die Wände wieder richtig ausgetrocknet sind - natürlich ein neuer Sockelputz gemacht werden.
Nur welches Material ist das richtige? Wir bekommen ständig neue Auskünfte und Ratschläge. Jeder Maurer, jeder Maler hat einen anderen Vorschlag. Einmal Kalkputz ja, dann wieder nein, so etwas hat am Sockel nichts zu suchen... usw.
Eine Wand am Haus grenzt an einen 1,2 m breiten Bürgersteig, sonst ist es frei auf unserem Grundstück.
Wir sind für jeden Ratschlag dankbar.



Auf jeden Fall



sollte der Putz diffusionsoffen sein. Ein Kalkputz ist nur in permanent nassen Bereichen ungeeignet. Das ist bei einem Sockelputz aber nicht der Fall. Bei der Bürgersteigseite würde ich einen Kalkzementputz wegen höherer mechanischer Belastbarkeit nehmen, aber kein "kunstharzvergütetes" Fertigprodukt, sondern einen Kalkputz, bei dem ein wenig Zement zugesetzt wird.
MfG
dasMaurer



Sockelkalkputz



Hallo

Schauen Sie da rein:

http://www.solubel.de/produkte6.html

http://www.solubel.de/produkte7.html

dazu das Foto hier.

Gerade die "Ich tu überall Zement rein" Gewohnheit führt zu den Bauschäden, die landauf landab in den Sockelbereichen zu beobachten sind.
Ein sogenanntes bauliches "perpetuum mobile" - man kann immer wieder das reparieren, was man vor 5 Jahren hingemacht hat!
Für die Bauunternehmer ein lukratives Geschäft - für den Bauherrn ein ewigliches Ärgernis.

Den Putz (ohne die gewisse Priese Zement) mehrlagig auftragen, dann wirds gelingen!
Der viel besprochene "Trass" ist dafür genau so wie Kalkzement oder Zementputz m.E. ungeeignet.

Gutes Gelingen

FK



jeder Maurer



hatte eine andere Ausbildung und andere Erfahrungen, sie werden hier mit Sicherheit noch weitere Tips bekommen, aber entscheiden müssen Sie selber.
Wenn es sich um harte Backsteine / mauerziegel handelt, würde eine Zementvorspritzputz (Netzartig) und darauf ein Kalkzementputz hinreichend sein. Bliebe die Frage der Farbgestaltung .....
im übrigen Bereich des Grundstückes würde ein Kiesstreifen um das Haus von Vorteil sein, weil so das Spritzwasser(vom Regen) nicht so stark an den Sockel spitzt.
Ein normaler Zementputz wäre sicher auch möglich, den würde ich dann aber nicht streichen, reineer Kalkputz gehört wirklich nicht dort hin, wobei hier die unteren 30 cm vom Sockel gemeint sind.



Welcher Sockelputz



Der von F.K. empfohlene Sockelputz von Solubel ist kein reiner Kalkputz, wenn man die Bezeichnung wörtlich nimmt. Es sind verschiedene auch hydraulisch wirkende Zusätze drin. Deshalb wird er, eine fachgerechte Verarbeitung vorausgesetzt, als Sockelputz funktionieren.
Ich persönlich bevorzuge im Sockelbereich auch PIII als Vorspritzmörtel und Haftgrund und PII als Putzaufbau.
Ist billiger.
Etwas anderes ist es im Denkmalbereich oder bei bestimmten, eher weichen Untergründen. Da ist Solubel die bessere Wahl.

Viele Grüße



Vielen Dank, da haben wir wohl der Wahl der Qual



Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Aus Kostengründen werden wir dann wohl auf den Vorschlag von Herrn Bromm zurückgreifen. Das Angebot von Solubel mit über 1000,00 Euro ist uns doch etwas heftig. Die Arbeiten werden nicht von uns sondern einem Maurer ausgeführt und schließlich muss der auch noch bezahlt werden.

Hartmann