Verputzen des Haussockels

16.01.2007 Mark B.



Hallo,

ich möchte den Haussockel mit Kalk Trass Zement 465 von Schäfer und Krusemark (oder auch von Tubag) verputzen. Die Mauer ist aus Bruchstein. Bodenfeuchtigkeit und Salzausblühungen sind vorhanden.
Kann man diesen Trasszement hierfür verwenden??
Ich suche einen Putz, der Wetterfest und äußerst langlebig ist (incl. der Eigenschaften wie Spritzwasserfest, Atmungsaktiv etc).

Gruß

Mark



Tip vom Maurer



Mein Tip www.Solubel.de nehmen Sie wenn moöglich diesen Luftkalk.
Mit freundlichen Grüßen
Torsten Selle



Verputz Haussockel



Lieber Mark,
es ist möglich, das der Verputz Deines Sockels, egal mit welchem Material,die Schäden nur verschlimmert. Daher solltest du zuerst einmal prüfen, wie dein Sockel erstellt wurde. Vor Einführung der Dichtmaterialien und des Zementes als Massenbaustoff, also vor etwa 1870, wurden die Mauern durch die Sockelausbildung gegen Feuchte von unten geschützt. Man setzte als Sockelmauerwerk eng gefugte, vollflächig bearbeitete große Werksteine möglichst einhäuptig ein. Vermauert wurden die Steine mit Mörtel, der aus Kalk und scharfem, grobkörnigem Sand bestand. Die dichten Steine, die praktisch kein Wasser aufnehmen und die geringe Fläche der Stoßfugen verhindern das Aufsteigen von kapillarer Feuchte. Spritzwasser dringt zwar in den groben, porösen aber wenig kapillaren Mörtel ein, sickert bzw.trocknet aber schnell wieder aus.
Wenn auf einen solchen Sockel ein Putz aufgebracht wird, wird eine kapillare Brücke zu der über dem Sockel liegenden Wand geschaffen, in der Wasser und Salze nach oben transportiert werden.
Etwas anderes wäre es, wenn Dein Sockelmauerwerk aus der Gründerzeit oder später stammt. Man fand damals historisierende Bauweisen schick und kopierte altes Natursteinmauerwerk. Da das Original teuer war, wurde häufig Mischmauerwerk erstellt, außen eine Natursteinvorlage, innen Ziegelmauerwerk. Bei billiger Ausführung und wenn die dafür notwendige waagerechte Abdichtung versagt hat, macht ein Sperrputz im Spritzwasserbereich Sinn, da er das kleinere Übel darstellt. Allerdings solltest Du hinsichtlich der Wirksamkeit und der Haltbarkeit keine Wunder erwarten.
Mit dem Putz verhält es sich folgendermaßen:
Irgendwo unten fängt der Putz an, wenn Du Ihn nachträglich aufbringst. Dort kann Feuchtigkeit eindringen. Regen- und Spritzwasser gelangen an die Putzoberfläche. Mag sein, das es Mittelchen gibt, die Putzoberflächen völlig wasserdicht machen, aber wehe wenn nicht bzw. nicht mehr. Dann dringt Spritzwasser ein, trocknet aber nur schlecht wieder ab. Je dichter ein Putz ist, je kapillarer ist er. Die von unten eindringende Feuchte und Spritzwasser werden im Putz verteilt und nach oben transportiert, im diffusionsoffeneren Putz über dem Sockel trocknet das Wasser ab. Bei Frost friert das Wasser auf und kann die Struktur des Sockelputzes schädigen. Tausalze dringen mit ein, werden nach oben transportiert und akkumulieren sich, das Ergebnis sind Absprengungen durch Kristallisationsdruck und Ausblühungen. Wenn Du durch die Stadt gehst, achte einmal auf die verputzten Sockel alter sanierter Häuser. Nach ein paar Jahren treten die ersten sichtbaren Schäden auf.

Viele Grüße
Georg





Danke für die Antworten. Leider hab ich mir das mal wieder leichter vorgestellt und kann daher jetzt exzessive Exkursionen durch div. Baumärkte tätigen, um die Vielfalt des Putz und Mauermörtels zu bestaunen, um dann hoffentlich die richtige Wahl zu treffen.

Gruß

Mark



sockel woraus?





nochmal sockel



hallo, wie gesagt was ist es denn für ein Sockel ,aus welchem Material ist er?
Ein Foto wäre auch hilfreich um eine Empehlung abgeben zu können.
bis bald





Meiner Meinung nach wurde der Sockel vor 1870 (Variante 1 lt. Beitrag von Georg) gesetzt.

Gruß Mark