Kalkputz verfestigen

29.02.2012



Guten Morgen in die Runde,

ich habe folgendes Problem: - Ich stehe kurz vor Beginn meiner Malerarbeiten. Es soll selbstangeührte Sumpfkalkfarbe werden. Im Treppenbereich und den Fluren Kalkkasein. Es gibt eine Innendämmung aus Holzweichfaser. Oberputz ist zu ca. 90% ein Kalkwerkmörtel von Hessler.

Auf meiner ersten Wand (die restlichen 10%) hatte ich noch einen Gräfix 66K. Das Ergebnis hat mich aber nicht überzeugt. Die Oberfläche sandet relativ stark. Kann aber auch an mir oder dem Untergrund gelegen haben. ... Nun habe ich gelesen, daß man neben Wasserkläsern für eine Verfestigung auch auf Sinterwasser zurückgreifen könnte.

Würdet Ihr das mit Eurer Erfahrung empfdehlen?
Welche Alternativen gibt es?

Würde mich sehr über Eure Unterstützung freuen!
Viele Grüße,
Friedrich



Kalkputz festigen



Hallo, ich komme bei der Fragestellung nicht ganz mit. Wenn der Putz sowieso gestrichen werden soll bedarf es auch keiner Festigung, das sollte eigentlich der Kalk übernehmen. Ich würde die Wand abfegen, damit lose Sandanteile weggehen, mit Sinterwasser Grundieren und dann die Wände kalken.

Bei dem 66K tippe ich auf falsche Verarbeitung, das Material ist eine Kalkglätte, da sollte nach dem aufglätten überhaupt kein Sand an der Oberfläche sein, wurde die Glätte etwa abgefilzt?





Hallo,

danke schon mal für die Antwort. ... Ich war leider nicht dabei als die Glätte aufgezogen wurde (bin kein Putzer), habe mich damals aber um die "Nachbehandlung" (leiches einsprühen zur Feuchthaltung) innerhalb der ersten 24h kümmern sollen. Mir hat damals ein Bekannter geholfen, der noch nicht so viel Erfahrung mit Kalk hatte.

Kann gut sein, daß er da mit dem Filzbrett rüber ist. Kann man das irgendwei bei der Glätte erkennen? ... Die Oberfläche sieht allgemein recht fein aus. Für mich eher zu fein. Grobe Körnung ist da nicht viel drinn, aber beim Drüberfahren rieselt es halt und ist auch mit Abfegen nicht zu stoppen.

"Ich würde die Wand abfegen, damit lose Sandanteile weggehen, mit Sinterwasser grundieren und dann die Wände kalken." ... wäre auch mein, zugegeben angelesener Ansatz gewesen. Reicht das also aus, um damit einen Tragfähigen Untergrund für die Kalkfarbe zu produzieren? ... Ich wollt's jetzt nicht einfach ausprobieren, um nicht genau das falsche zu tun (nur oberflächliche Verhärtung durch Sinterwasser und dadurch Applatzen anstatt Absanden).

Danke + Gruß,
Friedrich



Putzfestigung



mit Sinterwasser gibt´s keine Oberflächliche Verhärtung des Putzes, das könnte nur mit Wasserglas passieren. Wenn der Putz so schwach gebunden ist, daß selbst mit einem Anstrich bzw . mit Kalksinterwasser das absanden nicht zu stoppen ist, stimmt ohnehin etwas mit dem Putzgefüge nicht, dann gehört diese Schicht entfernt, wobei dieser Fall eher selten ist.