Sanierputz, ISO-Putz, oder Entfeuchtungsputz?

04.10.2007



Hallo!

Habe mal ´ne Frage. Was ist für die Entfeuchtung von Sandsteinmauerwerk sinnvoller Putz? Sanierputz, ISO-Putz, oder gar ein Entfeuchtungsputz? Wie kann ich mich ordentlich darüber Informieren?

Habe gedacht, dass alles ein und dasselbe wäre. Vorallem, was muss alles getan werden? Putz abgeklopft, Verfugung erneuert, Anti-Salpether? Oder gibt es was, das direkt auf die verputzte Mauer getan wird? Kann mich jemand mal richtig aufklären!

LG Andy



feuchte und putz



hallo zuerst will ich mal auf ihre erste frage eingehen die endfeuchtung einer sandsteinmauer. da Sandstein immer kapilar aktiv ist( soll heißen das durch die poren des steins immer wasser eindringen kann und es nicht sinnvoll ist den Stein zu sperren) sollten sie auf jedem fall einen kapilar aktiven putz wählen damit sich die fauchte nicht staut. das zur vorgehensweise nun zum Material hier sollten sie darauf achten das der putz möglichst zementfrei oder mit nur wenig Zement versetzt ist, dafür aber mit hohem kalkanteil auch als Luftkalkmörtel bezeichnet, dazu kommen möglichst viele fuftporen und der verzicht auf kunststoffe dann haben sie genau das material was sie benötigen.wenn sie nun die mischungen der Hersteller vergleichen, werden sie wohl kaum einen putz unter den WTO Sanierputzen finden der sinvoll wäre da sie hydrofob also sich sperrend eingestellt sind zusätzlich werden ihnen kunststoffe beigesetzt die eine leichtere verarbeitung und dichte garantieren sollen was aber auch wieder der feute in der Wand nicht zuträglich ist ,weil sperrend .ok also was soll ich ihnen noch sagen?? sollten sie nun noch fragen haben melden sie sich einfach mal grüße aus herdecke U. dahlbüdding



Welcher Putz für welche Wand?



Hallo Andy,
zunächst mal ein zwei Fragen.
Welche Wandseite, innen oder außen?
Wie sieht das Schadensbild aus?
Was möchtest du mit dem neuen Putz erreichen, welche Anforderungen soll er erfüllen?
Wenn Außenputz, ist der Putz Erdberührt?
Wenn Innenputz, welche Räume und wie genutzt?

Gruß Jens



Sanierputz, ISO-Putz, oder Entfeuchtungsputz?



Hallo Jens!

Es sind die Innenwände, die Verputzt werden sollen. Es ist so, dass teilweise die Hände feucht sind, wenn man die Mauer berührt, das kann nicht gut sein, mal davon abgesehen, dass ein direkter Zugang zum EG ist, nur durch eine Holztür getrennt, und direkt auf dem Keller das Fachwerk ist, das bei dauerhafter Feuchtigkeit sich wohl nicht gerade freut.

Erreicht soll eben werden, dass a) die Pilzwucherung an der Holzdecke (direkte Verbindung zum Fussboden im EG) aufhört, b) wir nicht so hohe Heizkosten haben, c) es in dem Haus nicht so feucht bleibt, d) muss geschaut werden, dass die Feuchtigkeit im Keller nicht bis nach oben durchzieht, da ich noch einen Holzwurm im Dachgebälk habe, den ich mit herunterbringen der Feuchtigkeit im Gebälk unter 15 % ausmerzen will, d) es auch nicht so toll ist, wenn man täglich durch den Keller gehen muss um in den Garten zu gelangen, bzw. die Wäsche zu waschen, Holz holen.

Naja, Schadenbild ist eigentlich das, nach Wasserrohrbruch im Januar und tropfendem Wasseranschluss über 6 Wochen im Bad, haben wir teilweise offensichtlich feuchtes Mauerwerk, Salpeter, weißlicher Schimmel, Pilzbefall der Holzkonstruktion durch Becherling und Schopftintling, wird halt alles nicht besser durch den Keller.

Was nun Jens?

Gruss Andreas



Sanierputz



Hallo
Zu diesem Thema gibt es einiege Meinungen - eine wichtige ist die Ursache der Feuchte zu erkunden.
Dann würde ich die Randbedingungen überprüfen und zum Schluss mit einem Luftkalkmörtel arbeiten.
Ich halte von dispergierenden und zemententhaltenden Putzen nichts auch nichts von hydraulischen kalken - Diese sperren im Prinzip zu sehr und halten mehr zurück als das sie rausholen!
Lesen Sie mal auf der www.solubel.de Seite nach - evtl. gewinnen Sie darin etwas an Sicherheit bei diesem Thema!

gutes Gelingen

FK





In ihrem Fall halte ich die schon erwähnten Produktempfehlungen (Solubel und Klimasan) für sehr gute Tipps.

Den Pilzbefall wirst du nicht ohne professionelle Hilfe los.

Weiterhin würde ich direkt unterhalb der EG Decke eine Horizontalsperre ins Mauerwerk einbringen und im Sockelbereich(außen) einen Sperrputz(Zementputz) bis hinunter zur Sperre führen.
Frohes Schaffen/ Jens





Hallo Andy, Herr Dahlbüddin hat mit der folgenden Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen. "da sandstein immer kapilar aktiv ist( soll heißen das durch die poren des steins immer wasser eindringen kann und es nicht sinnvoll ist den stein zu sperren) sollten sie auf jedem fall einen kapilar aktiven putz wählen damit sich die Feuchte nicht staut."
Das Zauberwort ist und die Antwort auf Ihre Frage: " Putze mit aktiven Kapillar/Porensystemen". Das bedeutet wiederum- eine Feuchtigkeitsreduzierung durch einen porösen Baustoff durchaus eine wohl sehr gut funktionierende Tatsache ist. Zur Sanierung Feuchte- und Salzbelasteter Untergründe (Mauerwerk) wurden Sanierputze entwickelt. Diese sollen gleichzeitig die zerstörende Salzdrückekräfte im Porensystem einige Jahre so gut wie möglich in Griff bekommen. Leider entwickelten sich Sanierputze durch Vorgaben von WTA e.V- hinter dem Begriff- hydrophobe (wasserfeindlich, wasserabweisend) Porenstrukturen - zu Sperrputzen. Dh. hier kann die Mauerfeuchte durch die Wasserabweisende Putzbeschaffenheit gar nicht aufgenommen werden. Andererseits sollen die Salze in mittleren Putzschichten gelagert werden. Man fragt sich; "Wenn die Feuchtigkeit nicht ins Putzgefüge aufgenommen wird, wie die Salze in diese Putze eindringen und gelagert werden sollen!?" In den WTA Datenblättern (2-2-91/D ) sind sehr viele widersprüchliche Aussagen, die die ganze Sanierputzindustrie in Frage stellt. Dabei würde jeder poröser Baustoff, vorausgesetzt nicht mit Gewalt wasserabweisend- gemacht, dem darunter liegenden Untergrund durch einfachste Physikalische Gesetzmäßigkeiten Feuchte entziehen und dadurch auf die Dauer, den Untergrund von Feuchtigkeit befreien. Diese Feuchtigkeit wird dann durch Feuchtetransport und Diffusion selbst von dem Baustoff heraus verdunsten. Diese aufgezählten Vorgänge kann man mit ordentlichen einfach und naturgetreu hergestellten Baustoffen, die bei der Herstellung eine ordentliche Sieblinie, ausgesuchte Zuschläge und anorganische Additive verwendet, (keine Chemie- Suppe, mit verschiedenen Zusätzen, deren Wechselwirkungen untereinander sich zum Größten Teil selbst aufheben) gezielt fördern und steuern.
Sie können sich dazu unter www.aero-durit.de (aerodurit Entfeuchtungsputz 2010) ausführlich informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Cetinbas



sanierputz



hallo guten abend ich kann meinem "vorredner" was die kapilare angeht nur zustimmen . ich will hier noch mal darauf hinweisen das sanirputze nicht gleich nach der wta arbeiten müssen . es gibt gar keinen zwingenden grund sich nach ihr(wta) zu richten. zumal sie in sich zu viele wiedersprüche hat . ( ist nicht nur meine meinung) und chemische zusätze? müssen die denn eigendlich sein? . ich habe mich lange mit dem thema befasst und bin zu der auffassung gekommen das man ganz ohne auskommen kann wenn man die richtigen materialien nimmt das wären Kalk und statt sand- perlit hier mit bekommt man ein material was 8´Liter wasser in der halben stunde aufnehmen kann und auch in der lage ist dies im gefüge schnell zu transportieren bei einem difusions wiederstand von 6 ! ich finde das ist das beste material das es zu kaufen gibt bei einem unschlagbaren preisleistungs verhältniss und einer super leichten verarbeitung seht mal bei klimasan-perlit.de nach grüße aus herdecke ulrich dahlbüdding



Kritik ist wichtig, aber nehmt doch wenigstens die neuen Merkblätter



Diese sind bei Sanierputz 2-9-04/D, aber noch wichtiger ist die Ergänzung der Sanierputzsysteme (überarbeitete Fassung von 10/04)
Ersetzt Merkblatt 2-2-91/D u.2-6-99/D) für 20.00€.
Weitere: 2-10-06/D Opferputze 17.50 €
7 Merkblätter Oberflächentechnologie (2-3-92, 2-4-94, 2-5-97, 2-7-01, 2-8-04, 2-9-04, 2-10-06) 89.00 €
E-2-4-07/D Beurteilung und Instandsetzung gerissener Putze (überarb. Fassung vom Mai 2007) 8.00 €
E-2-11-07/D Gipsmörtel im Mauerwerksbau und an Außenfassaden
8.00 €
.
Und da stehen auch andere Werte als hier ein Wettbewerber angibt.
Über solche Begriffe, wie z.B. Entfeuchtungsputz ect. sollte hier auch nicht weiter diskutiert werden.
Das Thema ist doch schon ausgiebig beschrieben.



Da stehts schwarz auf weiss!



Hallo

Neue Merkblätter ersetzen alte Merkblätter!
Komisch?
Waren die Alten so schlecht?

Kalkputz funktioniert seit ca. 8000 Jahren. Wenn mans richtig macht dann klappt das heute auch noch ohne Weiteres - auch ohne Merkblatt und ohne Zaubermittelchen, die den Putz "besser" machen!

Luftkalkmörtel mit Erfahrung und mit guten Handwerkern ist nicht zu ersetzen!
Das kann man nicht nachlesen und keine WTA oder DIN - Vorschrift kann da was verbessern!
Es fehlt meist die Erfahrung und das Können gute Putze zu verarbeiten. Nicht das "Pampig - Draufschlotz und gut " ist das wahre sondern gute Handarbeit von guten Handwerkern!
Fragen Sie einen Handwerker - die meisten könnens nicht mehr!
Dann solln sie es lernen! Wieder!

Aber lieber einen Luftkalkputz selber "schlecht" draufgemacht - als einen zementären Zauberputz nach xyz "gut" draufmachen lassen!
Qualität zahlt sich aus -meist erst nach einiegne Jahren!

Gutes Gelingen

FK



Oh mei Herr Kurz, was wollen Sie damit aussagen?



Wenn Sie wenigstens einmal auf der Seite WTA Merkblätter nachgesehen hätten, dann könnten Sie sehen und nachlesen, dass es auch ein Merkblatt.2-7-01/D Kalkputze in der Denkmalpflege
für 20.00 € gibt.
Und bevor Sie hier ständig rum mosern, wäre es an der Zeit - Ihre Kompetenz in einem dieser Arbeitskreise einzubringen.
Oder meckern Sie lieber immer, weil dies der einfachere Weg ist.
Und was für einen PH-Wert hatte der Regen vor 8000 Jahren?
Und da gab es auch keine Architekten die ohne Dachüberstand gebaut haben, und die Temperieranlagen als Horizontalsperre vorgeschlagen haben.
Mich stört an Ihnen besonders Ihre Ausdrucksweise. Können Sie nicht andersß
Was soll denn dieses dumme Gerede von Pampen usw.- wen wollen Sie damit überzeugen?
Ist das immer Ihr Vokabular im Umgang mit Menschen?



Ja mei Herr Bromm (off topic)



Das mit der WTA ist m.E. so:
Zitat eines Herrn Kollegen, der die Arbeit evtl bei diesen Institutionen beurteilen kann, denn er hat das bei beiden mitgemacht:
"Der Unterschied von DIN und WTA ist mittlerweile nur die Grösse! Bei beiden werden eigentlich nur die tonangebenden Industrien protegiert und setzen sich durch"
Sie können meinen "Ton" mögen oder nicht, das hilft uns beide nicht weiter.
Es macht zwar der Ton die Musik aber die Tonart und die Aussage bleiben bei diesen oder jenen Tönen die gleiche.
Und der Spruch mit dem Arbeitskreis ist doch auch hier im Forum schon an anderer Stelle gefallen: "... und wenn man mal nicht weiter weiss, dann macht man einen Arbeitskreis ..." (ist nicht von mir) Allerdings denke ich auch ähnlich!
Gerade in den klassischen Kalk-Erfindungsländern hat man auch ohne Dächer gebaut und Kalk verbaut - und macht das bisweilen immer noch - solange nicht die europäische "Entwicklungshilfe" mit ihren lauteren Mitteln den betreffenden Ländern nicht eingeredet hat: "Ohne Beton und Zement geht gar nichts!"
Und "dummes Gerede" über Pampen uns Konsorten werde ich auch weiterhin machen ohne mir von Ihnen die Absolution darüber einzuholen.
Da bin ich so frei! Danke!
Ich bin gegen diese "Blätterhörigkeit" allergisch. PCB, Lindan, diverse Medikamente, Klimakatastrophe etc. - alles wird "bewiesen" - ist "rechtens", ist "genehmigt" und von irgend einer "Institution" etabliert: ob es allerdings wirklich dann so stimmt bezweifel ich sehr stark.
Was in den Anfangsjahren gut und vertretbar war hat sich im Laufe der Zeit zu einem Selbstläufer entwickelt, der nur noch für sich arbeitet und auf eigenen Profit und auf eigenen Selbstbestätigung aus ist!
Ich mache mir halt meine eigenen Gedanken und versuche selbständig mir eine Meinung zu bilden, obwohl ich die klassische Bildungslaufbahn durchgemacht habe. Dabei sind mir dann eben immer mehr Zweifel gekommen, weil es an allen Ecken und Enden auf Kompromisse herausläft, die dem Bauherren letztendlich das Geld aus den Taschen zieht und er denn nach X Jahren vor einem Schrotthaufen steht - und dann geht das wieder von vorne los: Versprechungen, "noch bessere" weil modernere Baustoffe, etc.
Der Geldbeutel wird leerer und die Substanz schlechter!
Das bilde ich mir ein!
Und Sie propagieren Ihr System!
Der eine auf der Seite - der andere auf der anderen!
C'est la vie!

Ne schöne Zeit

FK



Ich hatte auch nicht erwartet, dass Sie auf den Hinweis -"Kalkputz in der Denkmalpflege" eingehen.



Ihnen geht es nicht um die Sache, sondern ausschließlich um eine Selbstdarstellung. Dabei glauben Sie auch noch mit primitivem Sprachgebrauch gut anzukommen.
Immer schön draufhauen - die böse Industrie!
Ihnen ist auch nicht bewusst, dass der Unterschied von DIN (nur Neubau) und WTA (Merkblätter nur für Bauen im Bestand) darin besteht, dass es bei einem Altbau/Denkmal nicht um Normen eines Neubaues geht?
Und dies hat grundsätzlich nichts miteinander zu tun hat. Sie können es auch nicht wissen, weil Sie weder hier - noch da mitarbeiten!
.
Was hat PCP und Lindan hier mit allem zu tun?
Hier wollen Sie schon wieder mit Schlagwörtern aufsehen erhaschen, jedoch ist dies hier völlig unangebracht.
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Und auch Ihre Worte "Ich mache mir halt meine eigenen Gedanken und versuche selbständig mir eine Meinung zu bilden" - dies zeugt doch auch wieder davon, dass Sie überhaupt kein Interesse zeigen, mit anderen fachlich darüber zu reden (oder auch zu streiten) was der Sache dienlich sein kann. Nur wer von und mit anderen lernt - kann Wissen erlangen.
Also, bei aller Liebe auch dieser Schuss geht nach hinten los.
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Ihr letzter Satz ist auch noch besonders zu werten.
Natürlich empfehle ich "mein System" (welches Sie auch immer meinen), denn meine Erfahrungen sollten ja allen denen helfen, die ein Problem mit Feuchteschäden haben.
Und da ich mich lange genug mit diesen Themen auseinander setze, weiß ich auch von was ich rede.
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Mir ist auch noch wichtig, weil Sie die WTA in eine Richtung schieben möchten, klar zustellen, dass insbesondere beim Referat "Grundlagen" in der Hauptsache Wissenschaftler arbeiten und die haben mit Ihren oberschlauen Bemerkungen auch nichts zu tun.
Noch eine Bitte, da dies mit der Eingangsfrage nichts mehr zu tun hat, wenn Sie glauben dazu noch etwas beitragen zu müssen, senden Sie mir Ihre Antwort (bitte mit einem anderen Ton, da dies sonst sofort in meinem Papierkorb landet) auf meine e.mailadresse.
.
Nur mit einem Satz kann ich mich anfreunden „mit Erfahrung und mit guten Handwerkern“, denn dazu zähle ich mich.
Also noch ein schönes Wochenende