Gefache verputzen

18.07.2005



Hallo,
ich möchte die freigelegten Gefache an unserem Haus neu verputzen. Ich wollte ein Kalk-Zement-Putz verwenden, habe aber hier im Forum schon gelesen, das es ein Kalkputz auch tut.
Wie ist die optimale Zusammensetzung?
Wieviel Sand und Kalk brauche ich ungefähr? Es sind ca. 240 m² und soll einlagig werden.
Muß ich Armierung verwenden?
Vielen Dank im voraus
Thomas



da fehlen noch infos



hallo thomas
welcher Untergrund ist vorhanden??
ich selber habe mit kalkputz keine erfahrung, kaan aber aus den fehlern anderer sagen, wenn du mit einem zement/kalk putz arbeitest hält das Fachwerk höchstens 40 jahre, ganach kann man die Balken mit einem zahnstocher ausbauen.
hast du schon über Lehm nachdedacht?? habe damit nur gute erfahrungen gemacht



Untergrund



Der Untergrund ist aus Ziegeln gemauert und die Balken sollen sichtbar bleiben.
Mit Lehmputz habe ich keine Erfahrungen und wollte daher keine Experimente machen.
Thomas



KALKPUTZ



kalkputz ist nicht verkehrt
aber einlagig ist immer schwer zu verputzen
weil in fugen bereich kann reißen
besser so: einwerfen grob ebnen stehen lassen,und noch eine Schiecht aufziehen nach 15 min (ODER LÄNGER )
Und nicht zu lange mit Glättkelle glätten,besser filzen
nicht aufs Holz putzen leicht mit Bauch



Gefacheputz



Hallo
Würde keinen Putz nehmen, der auch nur geringe Mengen an Zement aufweist!
Der Satz: "Ein bisschen schadet doch nicht!" kann man widerlegen!
Sand - Kalk Zusammensetzungen und Mischungsverhältnisse sind abhängig von den Materialien, die vorhanden sind - auf die Sieblinie kommt es an und auf die Verarbeitung (nicht im Sommer in der Hitze)
und die Mehrlagigkeit ist ein Qualitätsmerkmal: d.h. eine Lage: geringe Qualität - 2-3 Lagen sind dann optimierte Qualität!
Armierung ist in manchen Kalputzen schon drin - (Dachshaare)
bei der Verarbeituung auf den Kellenschnitt achten!

Ich würde einen Fachmann hinlassen! Suche mal den Lehmbären hier im Forum! Oder Albert Ruf! ...

Viel erfolg

Florian Kurz



Gefachputz



Dachog. Ein Kalkmörtel im Verhältnis 1:4 ist schon richtig. Vor Putzbeginn den Putzgrund säubern (abfegen, lose Bestandteile entfernen, eventuelle Löcher, Unebenheiten beiputzen). Beiputzstellen gut vornässen. Wenn große Beiputzstellen, alles durchtrocknen lassen und am nächsten Tag weiter machen. Vor Autragen des Unterputzes die Wand gut vornässen, dann den Putz o,5 bis 1,00 cm stark anwerfen und grob abziehen. Dieser dünne Unterputz kann ruhig im Verhältnis 1:3 angemischt werden. Auch er muß gut durchtrocknen und wenn es zwei Tage dauert. Er soll ruhig in sich rissg, warzig o.ä. sein, damit sich der folgende Oberflächenputz gut in dem Unterputz verkrallen kann. Er muß aber insich eben sein. Darf also keinen Dellen aufweisen oder aus dem Lot gehen. Ist der Unterputz hart und fest, gut durchgetrocknet, kommt der Oberputz an die Reihe. Der soll nicht zu fett angemischt sein, also höchstens MV 1:4. Bevor der Oberputz angeworfen wird, ist die vorherige Putzlage gut und ausreichend zu wässern. Ich spreche von der gegenwärtigen Jahreszeit und dem gegenwärtigem Wetter. Mit dem Oberputz soll man sehr früh beginnen, so um 4.00 Uhr, damit man genügend Vorlauf vor der aufgehenden Sonne hat. Schafft man dann es nicht mehr, sollte man für diesen Tag die Arbeit beim Putzen einstellen. Nachdem einstellen oder unterbrechen der Putzarbeiten ist die geputzte Fläche vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Bauplanen o.ä. über die Gerüststangen an denen man in gewissen Abständen Wasser ablaufen läßt, drücken schon die Gefahr, daß der Putz verbrennt. Mfg ut de ole Mark



Luftkalkmörtel



würde da Luftkalkmörtel nehemen mit Zusatz von Dachshaar.

Hier kurze Beschreibung..Bei Intresse unterbreite ich Ihnen ein Angbot....

Untergrundvorbereitung
Vorhandenen Altputz abschlagen, loses und mürbes Fugenmaterial ca. 2 cm tief auskratzen. Mauerwerk mit Stahl-oder Straßenbesen gründlich abkehren. Haftungsbehindernde Trennschichten wie Staub oder Verwitterungsprodukte etc. mittels Druckluft oder Nebelstrahlverfahren reinigen.

Freigelegte und gereinigte Untergrundfläche mit 4%-iger Tonerdelösung satt einsprühen und sofort frisch in frisch Spritzbewurf einwerfen.

Materialverbrauch/qm: ca. 0,3 ltr. Tonerdelösung
Arbeitszeit/qm: ca. 2 - 4 min
Haftspritzbewurf
Vorbereiteten und grundierten Untergrund dünn und vollflächig mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 6 mm bzw. 4 mm) vorspritzen. Standzeit max. 1 Tag. Spritzbewurf ggf. aufrauen.

Materialverbrauch/qm: ca. 8 - 12 kg
Arbeitszeit/qm: ca. 10 - 15 min
Egalisierung von Untergrundvertiefungen
Auswerfen von Fugen, Fehlstellen, Vertiefungen etc. auf ausreichend angesteiften Haftspritzbewurf mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 6 mm bzw. 4 mm). Anschließend mit einem Holzbrett auf Mauerwerksniveau abziehen. Nach ausreichender Ansteifung der Putzoberfläche für Carbonatisierung und nachfolgender Putzhaftung aufrauen (Putzkamm, Zahnspachtel). Max. Schichtstärke 25 mm, bei größeren Schichtstärken ist mehrlagig zu arbeiten. Standzeit 1 - 3 Tage.

Materialverbrauch/qm: ca. 15 - 25 kg
Arbeitszeit/qm: ca. 10 - 15 min
Grundputz
Anbringen eines Grundputzes auf vorbereiteten und egalisierten Untergrund mit Solubel Luftkalkmörtel (Körnung 4 mm) mit einer mittleren Schichtstärke von ca. 15 mm. Waage- und senkrecht mit Holzlatte abziehen. Nach oberflächlicher Ansteifung für Carbonatisierung und nachfolgender Putzhaftung aufrauen (Gitterrabbot). Standzeit 1 - 3 Tage.

Materialverbrauch/qm: ca. 20 - 30 kg
Arbeitszeit/qm: ca. 12 - 18 min
Feinputz
Aufbringen eines Feinputzes auf Grundputz mit Solubel Luftkalmörtel (z.B. 1 mm Körnung). Anschließend kann die Oberfläche abgefilzt oder nach Musterfläche gestaltet werden. Schichtstärke 2 - 4 mm. Evtl. Nachbehandlung ist zu berücksichtigen.

Materialverbrauch/qm: ca. 7 - 9 kg
Arbeitszeit/qm: ca. 10 - 15 min
Anstrich
Mehrmaliger freskaler Sumpfkalk-Kaseinfarben-Anstrich (siehe Solubel Sumpfkalk-Kaseinfarbe)

Gruß Peter Schneider



Vielen Dank



Vielen Dank für die vielen Tipps - super Community