Fassade verputzen, Tipps für Fertiggebinde gesucht

05.03.2013



Hallo,
ich habe vor meine Fassade zu renovieren.
Haus ist von 1932, Holzgefache, außen und innen verputzte Wände...
Der Außengrundputz ist intakt, nur der Oberputz bröckelt weg und ist unansehnlich. Insgesamt ist es eine Art Böbbelstruktur.
Mein Plan ist im Prinzip:
- loses abschlagen, bzw. soviel wie geht
- abdampfen
- Risse, ggf. Löcher ausfüllen
- neuen mineralischen Oberputz aufziehen, evtl. darin ein Gewebe mit einarbeiten
- einen Armierungsmörtel würde ich nicht gerne nehmen für das Gewebe (viel Zement, etc. und wohl auf den "Böbbel" schwer aufzutragen, bräuchte ja eher glatte Fläche, in den "Böbbeln" verzahnt sich aber ein neuer Putz normal auch ganz gut, wird noch aufgehackt mit Beil für weitere Haftpunkte)
- Streichen mit Silikonharzfarbe oder Silikarfarbe

Soweit die Theorie...

Meine ganz praktischen Fragen:

- welchen Putz verwende ich ? An der Garage habe ich das schon mal mit quickmix K1 (Kalk-Zementputz) ausgeführt wie oben beschrieben, war vor ca. 5 Jahren und hebt hervorragend.
Jetzt geht es aber um die Wetterfassade und zur befahrenen Strasse hin...
Hat jemand einen Tipp ?

- Ob ich überhaupt ein Gewebe einarbeite ?

- Oder schon einen durchgefärbten Putz nehmen, braucht man da dann keinen Anstrich mehr ausführen ?


Über jeden Ratschlag bin ich sehr dankbar, da ich mich natürlich schon weit aus dem Fenster lehne mit dem Vorhaben...
Innen habe ich das ganze Haus mit verschiedenen, auch selbst angemischten Putzen verputzt, aber außen ist vom feeling zumindest schon anders...

(dachte auch ursprünglich an Kalkputz zB. solubel, aber da müsste es von Grund auf so aufgebaut werden und da es nur um die dünne Oberputzschicht geht, macht es meineserachtens mehr Sinn etwas "konventionelles" zu nehmen...)

mfG
Achim Brückner



Putz



Das sieht aus wie eine Zwiebel, auf dem ursprünglichen Spritzbewurf kam eine Farbschicht nach der anderen und zwischendurch wohl noch mal ein dünner Spritzbewurf. Das kann nicht gut gehen, vor allem nach dem letzten kunstharzmodifiziertem Auftrag. Spritz- Kratzputze waren mal in weil sie sich quasi selber reinigten. Die Oberfläche erodierte langsam weg und nahm den abgelagerten Schmutz mit, solche putze sind relativ weich. Wenn ich da dichte Farben auftrage wird die Erosion zwar gestoppt aber es besteht die Gefahr das sich Feuchte hinter der Farbe staut wenn die nicht diffusionsoffen genug ist. Schwachpunkte sind Stellen wo Feuchte den Putz verstärkt angreift, hier der kleine Sims zum Kellergeschoss. Sie können versuchen den Bereich noch mal auszubessern aber lange halten wird das nicht. Irgendwann ist dann wohl eine komplette Erneuerung des Außenputzes fällig.

Viele Grüße





also, weich ist nur die oberste Putzschicht. Das was auf dem Foto rötlich erscheint ist der Unterputz und der istz bockelhart.
Warum sollte ich da nicht einfach einen neuen Putz aufziehen können ?
Ich meine ja jetzt nicht über das helle beige...

Aber den Putz bis auf den Grund runtermachen, das halte ich für völlig übertrieben in dem Fall.
Und deckt sich auch in keiner Weise mit den Besichtigungen vor Ort durch Fachbetriebe.
Ich hätte ja vor allem gern einen Tipp für ein brauchbares Gebinde als Oberputz und hinsichtlich der Gewebefrage...



Außenputz



Das rötliche ist der alte Oberputz, genauer gesagt der Spritzbewurf.
Wenn Sie den ganzen neueren Krempel schadlos vom alten Putz abkriegen dann nur zu.

Viele Grüße