sanierung außenfassade mittelalter

13.04.2013 1599



Hallo liebe Gemeinde,
immer mal wieder lese ich gern die Kommentare in den Foren.
Nun bin ich selbst mit einer Frage dabei.
Ich möchte ein Represenatives Haus Hof Gebäude von 1590
wieder auf Vordermann bringen. Es ist so der Stil rheinhessischer Hofreiten. Aber in einem Städtischen Bereich.
Mir würde das Bruchstein am liebsten freigelegt und ausgefugt gefallen,
der erste Stock ist wohl Fachwerk aus 18 Jahrhundert. Im EG sind die Sandsteingewände und Türbögen erhalten( auch Sandstein)
Die Untere Denkmalbehörde möchte aber verputzt.
Hat einer Argumente und evtl. Dokumente für meine Version?

Grüße
Bruno



Bruchstein



Nein, keine.
Alte Bruchsteinwände waren früher immer verputzt.
Bruchstein galt (und gilt unter Fachleuten) als minderwertiges Mauerwerk.
So etwas wollte man nicht zeigen, außerdem benötigen solche Mauern einen Witterungsschutz, den Putz.
Solche Wände vom Putz entblößt zu belassen oder freizulegen ist eine Mode die aus der Zeit des Klassizismus bzw. der Romantik stammt. Die Engländer fingen damit an.
Nur Bruchsteinmauerwerk, das ab der 2. Hälfte des 19.Jhr. neu im historisierenden Stil steinsichtig erbaut wurde kann man so belassen. Dieses "neue alte" Bruchsteinmauerwerk ist qualitativ hochwertig und mit besserem Mörtel aufgeführt.

Viele Grüße



Mittelalter



Hallo,

Wenn Sie es professionell machen wollen, machen Sie es so wie die Denkmalbehörde und Georg Böttcher es vorschlagen.

Mittelalterliches Bruchsteinmauerwerk war NIE steinsichtig.

Da es damals noch keine "Steinbruchmaschinen" gab, wurden die Steine von Hand ---oberflächennah--- abgebaut.

Das Material war also schon vorbewittert.

Da Regen schon immer "sauer" war, war der Aussenputz ein Opferputz , den man alte 30- 40 Jahre erneuern musste.

Wenn Sie eine Putzerfirma beauftragen wollen, suchen Sie sich einen Betrieb mit Restauratorenausbildung.

Der Putz sollte aussehen und passen--- wie eine "alte Jacke"

viele Grüße



hallo,



sie sollten in jedem fall jemanden vor ort schauen lassen was für bedingungen vorherrschen und danach entscheiden wie sie zu verfahren gedenken...haben sie einen fachkundigen experten rät er mit sicherheit erst nach Begutachtung zu einer maßnahme...alles aus der ferne ist reine spekulation und kann eigentlich nur zu verwirrung führen...