Ehemals nasse Wand neu verputzen

31.01.2011



Hallo Forumsleute,
ich habe hier schon so Einiges zum Thema Wand nach Feuchtigkeitsschaden neu Verputzen gelesen, frage aber sicherheitshalber hier noch mal nach:
Wir haben eine "Kelleraussenwand" im Treppenabgangsbereich, die komplett außerhalb des Hauses steht. Teilweise ist sie überdacht ( Eingangspodest EG ) aber eben auch tw. nicht und eben auf jeden Fall im Freien :)Nachdem wir nach jahrelanger Suche das Loch in der Abdichtung - da hatte doch der Abwasseranschliesser "vergessen" die äußere Durchführung abzudichten - gefunden und abgedichtet haben, soll nun der abgeschlagene ( da abgeplatzte ) Putz ersetzt werden.

Untergrund :Kalksandstein
Neuer Putz: Kalkputz solubel oder Selbstanmischung
Geht das so ?
Leider haben wir Salzausblühungen im Bereich der "Sohle"
Wie kann und sollte ich überhaupt diese Stellen vorbehandeln ?
Freue mich über Tipps
Anna



in Ihrem Fall …



… würde ich den solubel SP50 nehmen

FK



stimme zu



sp50 von Solubel verwenden

grüsse



dachte



ich mir schon
Solubel sp 50 ist auch meine 1. Wahl. Da das dann mit diesem Material mein Erstlingswerk :) wird, nur noch zum klaren Verständnis:
Die Ausblühungen (Salzflaum) muss ich dann nur abbürsten und nicht weiter vorbehandeln ??
Danke
Anna





Genau Anna,

und auch nach dem dem Verputz mit dem “Super” Solubel Mörtel müsst Ihr die Salze immer wieder abkehren.
Selbstanmischen wird bei gleichem Ergebnis um einige preiswerter.

Grüße aus Schönebeck



Selbst anmischen



ist wirklich am preiswertesten und Sie ärgern sich nicht so sehr, wenn der Putz nach ein paar Jahren durch die in der Wand enthaltenen Salze wieder abplatzt.



am billigsten



ist Aldi oder OBI

Wenn das alte Gemäuer voll Dreck gesogen ist sollte man es erst "ausdrecken" also Opferputz drauf - entweder billiger Lehmputz oder selber Kalkpampe.
Dazu sollte man die Wand untersuchen und so weiter und so fort …

Alle Unwägbarkeiten hier rein zu schreiben - wird wohl nicht gehen …

Abdichten wird immer nur eine Notlösung sein - aber die ist beliebt - gute Untersuchung - gutes Konzept - gutes Ergebnis …

FK





Eben Florian,

warum den den teueren HIG-TEC Putz von Solubel (den gabs früher auch nicht wohl aber die Baustellenmischungen) nehmen wenn er auch nur geopfert wird?



Nix Altbau



bevor hier weiter spekuliert wird. Es handelt sich um ein Baujahr 1997 - also nach allen Regeln der Kunst mit Sperrlagen und gegen Schichtenwasser einer Abdichtung mit schwarzer Bitumendickschichtpampe. Nur weil unser lieber Abwasserverleger bei der Durchführung der äußeren Kellermauer ( wir haben auch noch eine innere )vergessen hatte eine Abdichtung (glaube heißt Schrumpfmuffe) einzubauen, konnte Wasser in den Bereich eindringen. Da wir leider jahrelang an falscher Stelle suchten ( Bodenplatte hängt etwas und das Wasser suchte sich einfach merkwürdige Wege )und zusätzlich an anderer Stelle die schwarze Pampe undicht wurde( böse Birke ) kam es über längere Zeit (ca. 10 Jahre) zu versteckten Schäden und nach dem Abplatzen zu Salzausblühungen. Also keine Salzausblühungen durch Viehzeug, es sei denn meine Katzen zählen dazu, aber die sind sauber :).
Ich hoffe, dass hier nun kein Opferputz notwendig ist.
Freue mich auf weitere Antworten
Anna



hallo Olli



warum weißt du, dass es diese Putze "früher" nicht gab?

Untersuchungen gemacht?

allerdings glaub ich nicht, dass irgend jemand wirklich viel Erfahrung hat in "Baustellenmischung" heutzutage - es ist halt nicht damit getan einfach Wand und Kalk zusammen zu schmeissen und fertig …

Früher gabs Handwerkskunst - heute meist nur "Möchtegerns" die mit der Hand arbeiten ..

alleine die Worte: "Salzausblühungen im Bereich" kann x Sachen zur Ursache haben - aber hier ist ein Forum und keine Bauberatung auf höchstem Niveau …

FK



Es stellt sich mir die Frage,



warum ein Putz der nach alter Rezeptur gemischt wird als high tec Putz bezeichnet wird?

Wer bei der Baustellenmischung die Sieblinie nicht im Griff hat wird eben daran scheitern. Und um eine Baustellenmischung mit Kalk und Sand herzustellen benötigt man schon eine gewisse Erfahrung.

Und in diesem Fall spricht ME nichts gegen die Verwndung von Sp 50.

Grüsse Thomas





Mir stellt sich die Frage, warum ich mir von irgend wem aufschwatzen lassen muss das nur er in der Lage ist Mörtel nach alten Rezepturen zu mischen.

Da frage ich mich schon wie weit sich hier der ein oder andere für die Industrie prostituiert.

Bei aller Liebe, ein Kalkmörtel zu mischen ist nun wirklich keine Handwerkskunst.

Die Kosten einer Eigenmischung belaufen sich übrigens auf ca. 25% gegenüber derartiger Supermörtel.
Könnte ja den ein oder anderen Kunden interessieren.

Grüße aus Schönebeck



Wer spricht von



denen die es können? Und vor allem was spricht gegen die Verwendung von Fertiggemisch? Und was heisst hier prostituieren? Ich denke mal, dass es für den einen oder anderen wohl einfacher ist ein Fertiggemisch zu verwenden als den Kalkmörtel selbst anzumischen, vor allem wenn man es noch nie gemacht hat.

Grüsse



bei aller liebe



"Bei aller Liebe, ein Kalkmörtel zu mischen ist nun wirklich keine Handwerkskunst."

Für Dilettanten und Möchtegerns ist alles einfach!

"Aller Anfang ist leicht"

Je mehr man weiß, desto schwieriger und komplexer wird die Sache!

Weiter so!

FK



Ich liebe es…



auf der einen Seite zu monieren das es keine Handwerkskunst mehr gibt, auf der anderen Seite aber genau in das Horn derer zu blasen die genau nichts anderes ereichen woll(t)en.

Ich hoffe mal für Deine Familie lieber Florian, das Deine Frau noch die Handwerkskunst des Kochens und Backens ausüben darf.

Bei Dir würde es sicher nur fertige Backmischungen und Fast Food geben.


Grüße aus Schönebeck



ich liebe es



zu kochen, zu trinken und zu essen.

Hier kocht der Chef.

Ich hab nichts dagegen, wenn Handwerker Handwerkskunst betreiben - und finde das gut, wenn man das macht - und vor allem KANN!

Aber nur weil man gerade Bock hat und bisschen Handwerker spielen will und nur weil man etwas mit der Hand macht und eine Prüfung abgelegt hat oder ein Zertifikat oder eine Anmeldung in einer Rolle vorweisen kann heisst das noch lange nicht dass man es KANN und Erfahrung hat. - dass man Handwerkskunst betreibt.

Ihr Satz: Bei aller Liebe, ein Kalkmörtel zu mischen ist nun wirklich keine Handwerkskunst. lässt mich befürchten, dass es mit KÖNNEN und richtig langer Erfahrung hier etwas mangelt.
Ich kann mich ja auch täuschen - glaubs aber nicht.

Anbei ein Bild von den Bläsern und dem Horn:

FK



Watt der Bauer nicht kennt…



Ich glaube mich erinnern zu können das es zu meiner Lehrzeit (Maurer) keine fertigen Werkstrockenmörtel gab.
Es war viel schlimmer, Zement und Kalk kam oft lose (Carbidschlamm flüssig) auf die Baustelle.
Ja, ja, lieber Florion, der Osten iss ne Reise wert.
Guck Dir mal den in Baustellenmischung erstellte Außenputz vieler Häuser die in den 70er und 80er Jahren entstanden sind an.

Grüße aus Schönebeck



Nett zu lesen



um was geht es eigentlich, klar ist doch wohl, dass ein selbst mischen des Putzes für denjenigen der es nicht kann und die Erfahrung nicht hat zum Problem wird.

Für den der es kann und der die Erfahrung hat, wird es ja kein Problem sein. Aber Bauherren zu empfehlen den Putz selbst zu mischen weil es billiger ist finde ich etwas gewagt, vorallem dann wenn man es noch nie gemacht hat.
Und wenn selbst Fachleute bis auf wenige die Finger vom selbst anmischen lassen, gibt mir das zu denken aber das nur so am Rande.
Es eben nicht damit getan ein paar schaufeln Sand mit Weisskalkhydrat zu mischen und dann an die Wand zu werfen, denn wenn es so einfach wäre, dann würde es wohl den traditionellen Stukkateur als Handwerksberuf gar nicht geben.

Gr?sse Thomas