Entfeuchtungs- oder Sanierputz?

19.07.2004



Hallo,
nach einer im Herbst 2003 erneuerten Horizontalsperre sollen die Wände nun neu verputzt werden. Der alte Putz wurde auf 2 m Höhe bereits letztes Jahr entfernt und zur Zeit folgt der restliche Putz bis zur Decke. Die letzten Feuchtigkeitsmessungen haben leider ergeben, dass die Austrocknung erfolgreich läuft, aber die Wände für "normalen" Putz noch zu feucht sind. Leider, leider.
Ich suche jetzt Rat, Empfehlungen und Erfahrungen: Welcher Putz ist nötig und wäre am günstigsten (auch für den Geldbeutel). Ich habe z. Bsp. einiges über "Aerodurit 2010" gelesen, habe da aber so meine Zweifel. Und leider habe ich noch keine Preise dazu gefunden. Wer hat damit welche Erfahrungen gemacht?
Für Antworten wäre ich wirklich dankbar.
Grüße
Monika





Sehr geehrte Frau Altmann,

bitte nehmen Sie den Sachverstand meiner Kollegen in Anspruch. Es ist wenig hilfreich, wenn Sie auf dieses Wissen verzichten und dafür z.B. Verkäufer von Baumärkten (leider schon vorgekommen) befragen. Die Adresse "Fachwerk.de" stellt sicherlich eine Möglichkeit dar.
Aus dem Text ist z.B. nicht erkennbar, ob es sich um ein erdberührtes Kellermauerwerk handelt ( Feuchtetransport nur in den Innenraum gegeben) oder ein Mauerwerk mit beidseitiger Feuchteabgabe. Welche Restfeuchte besitzt das Mauerwerk noch ? Aus welchem Material besteht das mauerwerk ( z.B. Kalksandstein)? Sicherlich ist ein Kalk- Zement- Putz auf einem ausreichend tragfähigen Untergrund (erdberührte Außenwände außenseitig nur Zementputz) eine gängige Lösung. Ist der Untergrund zu naß, wird der Putz keinen ausreichenden Halt finden (Abgleiten).
Das klärt ein Sachverständiger oder die erfahrene Fachfirma vor Ort.
Also nehmen Sie die Hilfe von Fachleuten in Anspruch.

Dipl. Ing. Eckhard Kuszel
Sachverständiger für Schäden an Gebäuden
Tel. (030) 474 44 29, E-Mail: eckku@gmx.de