Fragen zu Innenputz mit Kalk

14.12.2009



Hallo Forumsgemeinde,
nachdem ich viele Einträge hier im Forum zu Wandputzen gelesen habe, habe ich mich
entschieden mein Wohnzimmer mit einem Kalkputz zu verputzen. Das Mauerwerk ist
Bundsandstein. Hierzu hätte ich foglende Fragen:
* Muss ich unbedingt das Mauerwerk vorspritzen oder kann ich direkt den Kalkputz
auf das angefeuchtete Mauerwerk auftragen? Die neue Putzdicke soll bei ca. 2-3 Zentimetern liegen.
* Wieviele Schichten sollte ich auftragen? Kann ich bei der angegebenen Dicke eine einzelne´Schicht aufbringen
oder ist es sinnvoll das Ganze auf 2 Schichten aufzuteilen?
* Eventuell kann ich aus diversen Gründen, die ich hier nicht im einzelnen aufführen möchte,
den alten Putz nicht komplett entfernen und wollte eine dünne Schicht Kalkputz drüberziehen.
Der alte Putz ist m.M. nach ein Zementputz. Ist das machbar/sinnvoll, oder kommt es zu unerwünschten
chemischen Reaktionen?
* Ist es möglich den Kalkputz direkt über Holzbalken putzen oder muss ich eine Armatur/Gewebe
dürberlegen um Rissbildung zu verhindern?
* Welcher Hersteller hat Kalkputze ohne Zuschläge wie Cellulose usw. im Angebot?
* Was wäre zu verarbeitungstechnisch beachten wenn ich mir eine Eigenmischung 1:3
(Kalkhydrat:Quarzsand) mischen würde?
Vielen Dank und Gruß,
Walter Baumgart



Da fragt einer



aber viele Fragen ;-)).
Der Vorspritz ist vom rein technischen nicht erforderlich, aber beim Putz auftragen wird der ganze Pamps locker-flockig an der Wand runterrutschen. Also: dünnen Mörtel netzartig mit "Schmackes" an die Wand werfen, so dass ca 2/3 der Fläche bedeckt ist. 2- 3 Tage stehen lassen und Austrocknung verhindern.
Der alte Zementputz sollte schon weitestgehend entfernt werden, aber ein paar kleinere "Restbestände" sind kein Weltuntergang. Allerdings sollte die Putzstärke dadrüber schon etwa noch 10 mm betragen.
Die Holzbalken sollten auf jeden Fall mit einem Putzträger überspannt werden und mit einer dünnen Putzschicht vorbereitet werden.
2-3 cm Putzstärke ist einlagig machbar. Empfehlenswert ist eine ganzflächige Gewebeeinlage.
Von Quartzsand als Zuschlag kann ich nur abraten, erstens zu teuer und zweitens ergibt die runde Körnung einen äusserst fies zu verarbeitenden Mörtel. Putz- und Mauersand aus einer regionalen Sandgrube kommt da wesentlich besser.
MfG
dasMaurer



Danke!



da wills auch einer richtig machen ;-)
Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Viele Grüße,
Walter Baumgart



wobei



es sich empfiehlt, das Holz mittels einer Lage Pappe vor dem Kontakt mit dem Mörtel zu schützen, der Putzträger selber darf aber nicht am Holz, sondern nur am Mauerwerk befestigt werden. Er überspannt dann das Bauteil, welches die Risse verursachen würde.