Lehmputz in Wohnzimmer

29.01.2003



Hallo,

hab mich nun entschlossen ins zukünftige Wohnzimmer einen Lehmputz zu machen. Da noch extrem viel und sehr dick alter Putz drauf ist (Kalkputz oder andere Zentimeterdicke MAsse) stelle ich die Frage, ob er alte Putz ab muss oder nicht. Wäre der Putz ab läge das FW frei welches mit Steinen ausgefacht ist. Eine Dämmung der Wand soll diesen oder nächsten Sommer von aussen erfolgen. Kann ich den Putz direkt auf die Steine und das Gebälk auftragen oder brauche ich einen Unterbau (Schilfrohrstangen etc.)? Das Holz vorm Putzen evtl. mit Leinöl etc. behandeln?
Gibt es eventuell Probleme wenn ich auf den alten Putz auftrage oder wenn ich zusätzlich zur Aussendämmung noch Schilfrohrmatten im Innenraum verwende? Was muss ich beachten damit der Putz sauber haftet (Schichtstärke, Anzahl Arbeitsgänge usw)?

Mfg

Markus



Lehmputz



Da es über eine Ferndiagnose schwer möglich ist Ihren speziellen Fall zu beurteilen, nur einige allgemeine Regeln: Der Untergrund muss fest, tragfähig und ausreichend aufgerauht sein, um eine gute Putzhaftung zu gewährleisten. Kalkputz kann bei ausreichender Festigkeit überputzt werden, Zementputz sollte in jedem Fall entfernt werden. Beim Überputzen der Balken muss ein Putzträger auf die Balken aufgebracht werden. Sollten diese sichtbar bleiben ist es sicher von Vorteil Sie zuvor mit Leinöl zu grundieren, Da sie Sich dann nach dem Verputz leichter reinigen lassen. Stark Wassersaugende Untergründe müssen gut vorgenässt weden, Putz Zweilagig auftragen. Unterputz gut durchtrocknen lassen. Vor dem Endbewurf Fläche evtl. mit Edelputzkratzer aufrauhen und wieder gut Vornässen. Um Rissbildung vorzubeugen empfielt sich der Einsatz einer Gewebeamierung



Lehmputz



Hallo,
alles was lose ist runter, dann je nach Untergrund und Aufbaustärke Schilfrohr und Unterputz, dann Gewebe und Oberputz.
MfG
J. Frase



Kalkputz statt Lehmputz



Hallo,
Früher war der Aufbau bei Fachwerkhäuser so üblich:
Ausfachungen mit Stake, Umwicklung mit Stroh-Lehmgemisch und anschliessend einen reinen Kalkputz darauf. Die Bauherren vergangener Zeiten wussten Bescheid über ein obtimales Raumklima. Dies vergessen die meisten, oder wissen es nicht, wieso als oberste Schickt Kalk verwendet wurde. Kalk ist basisch und vermittelt ein obtimales Raumklima. Lehm ist super als Untergrund, also der Lehm hat diese Funktion, er gibt die Feuchtigkeit an den nächsten Baustoff ab also an den Kalk und durch diesen kann sie natürlich ausdiffundieren. Auch die desinfizierende Wirkung des Kalkputzes (er muss ohne Zement und Kunststoffe sein) darf man nicht unterschätzen. Während der Lehm die Pilzsporen schon in sich trägt finden Pilze und Schimmel auf dem Kalk keinen Nährboden. Diese Gesetzmässigkeiten beim Bauen wussten Handwerker früherer Generationen. Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie uns doch einfach an wir beraten Sie gerne. Wir haben auch eine ausführliche Broschüre. MfG Veronika Klepac





Herr Frase und herr Joseph können nur noch an einer Stelle ergänzt werden. Putzträger für das Holz wenn schon dann nur in den Gefachen verankern. und das Holz vorher mit Ölpapier vor dem nassen Putz schützen.



Hilfe !!!! Welcher Putz?



Es ist zwar noch etwas früh, aber ich frage mich schon jetzt, wie und mit was ich am Besten die Innenräume verputze. Wenn ich drei Leute frage bekommen ich drei unterschiedliche Antworten.
Also ich Erdgeschoss haben wir den kompletten Putz außer im Flur heruntergeschlagen. Im Obergeschoss nur da, wo er rissig war bzw. wo sich die alten Leitungen befunden haben.
Die Außenwände unseres Hauses bestehen aus Stein und die Innenräume aus Fachwerk mit Steinen ausgefacht.
Ich würde gerne die Innenräume mit Lehm verputzen, dabei das freigelegte Fachwerk sichtbar lassen.
Wie genau muß ich vorgehen? Gibt es GUTE Literatur (eventuell eine Art Arbeitsanweisung für den Laien). Muß ich wirklich ÜBERALL den kompletten Putz abmachen???? Wie sieht es mit Dämmung aus?
Bedanke mich jetzt schon mal für die Antworten.