Hilfe: Lehmputz hält nicht!

19.01.2003



Die Innenwände unseres Holzständerhauses wurden von einem - im Lehmbau erfahrenen - Gipsermeister mit Lehmsteinen ausgemauert. Anschließend wurde ein strohhaltiger Lehmgrundputz aufgebracht. Nach dem Trocknen der Wände hat sich der Putz von den Lehmsteinen gelöst und konnte ohne großen Aufwand großflächig von den Lehmsteinen abgezogen werden. Um dem Putz eine bessere Haftung zu geben, hat man vor dem zweiten Putzversuch die Lehmwände mit Lesando Putzgrundierung gestrichen, was eine rauhe Oberfläche ergeben hat. Anschließend wurde erneut ein Grundputz - dieses Mal ein Lehmputz der Fa. Maxit ohne Strohanteil - aufgebracht. Auch dieser hat sich nach einigen Tagen von den Lehmsteinen gelöst. Nachdem auch der zweite Versuch, die Lehmwand mit Lehmputz zu verputzen, gescheitert war, hat man als Haftgrund eine Lage Kalkputz aufgebracht. Auf den getrockneten Kalkputz wurde dann der Lehmputz aufgetragen. Wenngleich die Haftung nun deutlich besser ist als bei den beiden Putzversuchen zuvor, so gibt es dennoch einige Stellen, wo sich der Putz wieder zu lösen beginnt. Nun hat der Gipser vorgeschlagen, die betroffenen Bereiche mit Dübeln und Schrauben auf der Lehmwand zu befestigen. Ich bin allerdings nicht so sehr begeistert von dem Vorschlag, da ich der Ansicht bin, dass der Putz auch ohne Schrauben einwandfrei auf der Lehmwand haften muss. Der Hersteller der Lehmsteine hatte nach dem fehlgeschlagenen zweiten Putzversuch sogar vorgeschlagen, die Lehmwände mit BETONKONTAKT!!! zu grundieren, um so für eine bessere Haftung zu sorgen. Meines Erachtens ist der Grund für die fehlende Haftung in einer mangelhaften Qualität der Lehmsteine zu suchen. Dies würde allerdings bedeuten, dass die Steine entfernt und durch neue, einwandfreie Steine ersetzt werden müssten. Ihr könnt euch vorstellen, mit welchem Aufwand, sowohl zeitlicher als auch finanzieller Art, dies verbunden wäre. Schließlich müssten die Wände eingerissen, neu aufgemauert und neu verputzt werden. Außerdem wäre die Elektroinstallation zu erneuern. Die nächste Frage ist, wie dem Steinhersteller dieser Fehler nachgewiesen werden kann, so dass er für den Schaden aufkommen muss. Irgendwelche Kommentare, Tipps oder Lösungsvorschläge? Vielen Dank!



Versuchs"kaninchen"?



Soeben ereilte mich der Hilferuf über unseren Plattformeigner, den Hr. Stöpler, wo er mich in einem präzisen Telefonat bat, mich sofort Ihres riesigen Problemes anzunehmen. Ich habe beim Lesen Ihrer problematik wirklich eiskalte Füße bekommen. Bei Ihnen lief warscheinlich alles falsch, was im Lehmbau falsch laufen kann. Ich möchte mir zwar nicht anmaßen, über einen Handwerker negativ zu urteilen, solange ich nicht seine Fachlichkeit selbst gesehen und kennengelernt habe, doch wenn ich höre ein Gipser hat Ihnen den Lehmputz aufgebracht, da biginnt eigentlich schon die Schoße. Nicht's gegen den Gipser eben, doch leider ergeben sich gerade durch die bis her bekannten Putzmethoden die eigentlichen Schwerpunkte, mit Lehm umzugehen. Im ersten ist da eigentlich nicht's anderes gegenüber den hydraulisch abbindenden Putzsystemen im Putzhändling, doch leider ist bei Lehmputzen eine tiefgründigere Facherfahrung notwendig, welche auch ein Selbstbauer nicht immer gleich beherrscht. Wenn ich dann noch lese bei Ihnen, welche horrormäßigen Varianten zur Grundfestigkeit durchgeführt wurden, zeugt dies erst recht vom Unsachverständnis Ihres Putzers. Bitte rufen Sie mich doch schnellstmöglich bzurück, um daß ich Ihnen wirklich fachlich weiterhelfen kann, damit Ihr Bauvorhaben nicht in der absoluten Katastrophe endet und Sie doch noch eine lange Freude an Ihrer Entscheidung, mit Lehm zu bauen, haben. Eine vor Ort Besichtigung läßt sich da sicherlich nicht umgehen, da Ferndiagnosen nicht die fundierteste Beurteilung ergeben. Ich vermute, daß eben auch falsches Ausfachungsmaterial bei Ihnen eingebaut wurde. Meine Nummern finden Sie in der Plattform und ich denke, daß ich Ihnen aus Ihrem Schlamassel heraushelfen kann. Trotzdem beste Grüße aus der Oberlausitz, die Lehmbude.



Seit wann wird Grundputz grundiert



Die Lehmsteine sollten ausreichend aufgerauht werden, z. B. mit einem Nagelbrett. Selbstverständlich gehört in einen Lehmputz eine Armierung, im einfachsten Fall Strohhäcksel usw.... Ein Fachmann weiss dass, andernfalls dürfte er keine Rechnung stellen.





Das ist natürlich fettes Brot. Aber erstmal muss ich Udo ins Knie treten weil er mich beleidigt hat. Du Sausack! Man kann auch Gipser sein und trotzdem Ahnung vom Lehm haben. Im Gegenzug kenne ich eine Menge Lehmbaugurus die weder physikalisch noch chemisch wissen, was sie da in der Hand haben ein techn. Merkblatt nicht lesen können und weiterhin alles so machen , wie es schon immer gemacht worden ist, auch wenn sie dann sehen ,daß es vieleicht falsch ist was sie da machen, und dann kommt der blöde Spruch wie : Na ja in einem Holzhaus mit Lehmputz muss der Putzer nach einem jahr sowieso wiederkommen , da sich die Konstrucktion dann beruhigt hat. So eine Scheiße. Diese Götter sind doch nur zu dämlich die einfachsten Regeln der Bauphysik zu kapieren.Das ist genau so ein Blödsinn wie glattgeschalte Betonwände mit Lehmschlämme zu grundieren.Im übrigen kenne ich keinen Lehmbauer , der nicht aus der Not heraus zwischendurch was hydraulisches anfässt.So großn ist der Markt noch nicht , daß jemand zu 100% vom Lehm lebt. Zurück zum Thema.
A- Was für ein Stein von welchem Hersteller ist das?
B- Wie stark war der erste Putzauftrag? Hersteller?
C- Wie hoch war die Restfeuchte des Lehmsteines bei Einbau?
Warum frage ich das?
Es sind Baustoffe auf dem Markt, die von einigen Tonkristallen zuviel enthalten . Diese Quellen dann bei Wasserkontackt abnorm , schwinden aber genau so schnell wieder . Das macht der Putz nicht mit und verabschiedet sich. Der Stein ist halt zu fett. Das selbe kann aber auch für den Putz gelten. Wenn zuviel aufgetragen wird , macht er sich dünne und pellt sich wie nach einem Sonnenbrand. Es klingt nach einem Putzproblem in Verbindung mit Baustaub auf dem Stein. Die Frage ist: Hat der Putz auf der Rückseite Teile des Steines anhaftend ( Steinproblem ) oder nicht ( Putzproblem )
Anbei muss ich einem Kollegen wiedersprechen. Lehmputz brauch nicht zwingend eine pflanzliche Faserarmierung. Anderfalls hätten ca 40 Bauherren ein Problem und finden meine Nummer nicht mehr.





hab ich vergessen zu meckern. Irgenwelche Putzgrundierung für Lehm ist total schwachmatisch. Der Kollege gehört erschossen. Das muss ein wahnsinnig schlechter Lehmputz sein, der eine Grundierung brauch.



kontakt



hallo herr freund,

ich habe ziemliche probleme mit meinen lehmsteinen. bitte kontakt unter 0173.3048689