Alten Lehmputz wieder verwenden?

01.07.2013



Wir wollen bei unserem Bauernhaus eine Innendämmung mit einer Stampflehmmischung vornehmen (sieh anderer Forumseintrag). Da der Stampflehm ohne Hohlräume mit der bestehenden Fachwerkwand einzubringen ist, entfernen wir derzeit innen die bestehenden Putzschichten an den Außenwänden. Es handelt sich um reinen Lehmputz (ca. 2-3 cm dick aufgetragen). Auf den Balken wurden kleine Schilfmatten aufgetragen (als Putzträger). Ansonsten wurden die Wände nur farblich behandelt, also keine Tapeten.

Nun meine Fragen:
kann/sollte man den abgehackten Lehm wiederverwenden?
Wenn ja, für was? Kann man dieses Material einfach unten den Stampflehm rühren?
Oder kann man diesen „Schutt“ auch einfach nur in die Hohlräume einbringen, die sich unter der Fußbodendielung befinden? Denn der Fußboden soll ebenfalls erneuert werden und hier soll ohnehin noch eine Dämmung (lose Lehmschüttung o. ä.) erfolgen.

Ich bin auf eure Meinungen/Anregungen gespannt!



Also



Stampflehm ist nicht da richtige Produkt für eine Innwanddämmung.

Besser geeignet ist ein Leichtlehm mit einer Dichte kleiner 700kg/m³.

Wenn der Lehmputz gut auf der Wand haftet muss er nicht für einen hohlraumfreien Aufbau entfernt werden.

Das Material läßt sich gut wie schon angedacht in den Deckenkonstruktionen einbringen.

Grüße



Auch hier danke



für die Antwort und Nachfrage.

Es handelt sich um ein Lehmgemisch, welches explizit für die Innendämmung vorgesehen ist (mit Blähglas). Der Putz muss innen runter, da er nicht mehr überall gut haftet und um die Fenster ohnehin entfernt werden muss, da die Beschaffenheit der Balken begutachtet werden soll.



Alten Lehmputz wieder verwenden



alten Lehmputz kann man ruhig wiederverwenden, kommt allerdings auf die Mischung an, wenn der alte Putz etwa stark gesandet hat, braucht es mehr richtigen Lehm als neues Bindemittel. Aber das geht problemlos. Einfach trocknen (falls feucht), schön klein mahlen und unter die neue Mischung. Wenn Bedenken bestehen wegen der Wand, dann auf alle Fälle für den Boden wiederverwenden - es wäre schade drum, den alten Lehm wegzuwerfen.



Hallo Herr Fröhlich,



gerade habe ich diesen Beitrag von Ihne gelesen...
Wer hat Ihnen dazu geraten???
Lassen Sie bloss den Lehmputz an den Wänden( der nicht locker ist). Verstreichen Sie mit Lehmunterputz eventl. vorhandene Risse/Fehlstellen und arbeiten mit der Unterkonstruktion+ Blähglas auf den Lehmputz drauf.
Die komplette Lage Lehmputz auf der Fachwerkwand bringt eine gewisse Winddichtigkeit, so das eine Hinterströmung der Dämmlage ausgeschlossen werden kann, weiter schützt sie die Leichtlehmdämmung vor eindringendem Wasser ( z. B. bei Schlagregen) und wird helfen entstehendes Kondensat besser abzuleiten/abzutransportieren.

Mit Grüßen
Danilo



Vielen Dank



für die Hinweise.

Zum einen muss der Putz um die Fenster herum ohnehin ab, da die alte Laibung (aus DDR-Zeiten) raus soll und zudem die Balken um die Fenster herum komplett freigelegt werden sollen um zu sehen, ob hier Schäden bestehen und die Balken ausgebessert bzw. ausgetauscht werden müssen. Da bleibt dann am Ende nicht mehr viel Putz an der Wand übrig, den ich dranlassen könnte...

Zudem wurde mir immer gesagt, die Leichtlehmdämmung innen muss hohlraumfrei an die Außenwand anschließen aufgrund der Diffussionsfähigkeit, damit sich nicht in den Hohlräumen Kondenswasser an der Außenwand niederschlägt. Da der Putz bei uns schon aber ohnehin an einigen Stellen nicht mehr sehr bündig ist, wollte ich ihn komplett entfernen.



Lehmputz nicht bündig,



liegt der Putz nicht mehr an der Fachwerkwand an oder ist hohl bzw. Hohlräume vorhanden, dann ist es der richtige Weg ihn zu entfernen.

MFG Danilo