Lehmputz

11.03.2011



Ich habe eine Holzfaserinnendämmung ohne Nut und Feder (nur stumpf gestoßen) und möchte Lehmputz aufbringen.

Muss ich an den Stoßstellen der Dämmplatten ein rissüberbrückendes Gewebe anbringen? Hält der Lehmputz an den Dämmplatten oder muss ich komplett ein Gewebe aufbrinden und es an der Dämmung befestigen?
Ich habe noch keinen Lehm verputzt und kenne das Verhalten und die Eigenarten(Schwinden, Reißen, ...) von Lehm als Putz noch nicht.

Danke im voraus für Hinweise jeder Art.



Hallo



Es ergeben sich 2 oder 3 Gegenfragen. Mit welchem Lehmputz arbeiten sie ( es gibt immer Herstellerempfelungen) ? Wenn sie die Platten stumpf zusammen verlegt haben sollten sie ein Armierungsstreifen auf dem Stoß verputzen. Wie dick soll die Putzstärke sein? Wenn sie mit Unter- und Ober- und dann mit einem Feinputz arbeiten empfiehlt es sich ein Armierungsgewebe einzuarbeiten.
Oder sie rufen mich einfach mal an, so können sie weitere Fragen stellen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Lehmschwalbe aus der Uckermark
Ralf Pawlik



OK



Mit meinen aktuellen Kenntnissen würde ich einen Lehmhaftputz auf die Holzfaserdämmung aufbringen. Dann wäre der Haftverbund zur Dämmung gewährleistet. Den würde ich, gemäß allgemeinen Hersteller- und Verarbeitungshinweisen ca. 3 bis 5 mm stark aufbringen. Hierin würde ich schon den Armierungsstreifen auf den Stoßkanten einbetten. Anschließend kommt dann wieder 3 bis 5 mm stark der Oberputz.

Kann das eine funktionierende Lösung sein?



Egal



welche Holzfaserdämmplatte eingebaut worden sind, kann ich nur eine vollflächige Arnmierung empfehlen.

Grüße



???????????????????



Wenn ich hier im Forum lese, scheint es hier eine Menge Leute zu geben, die über sehr viele Dinge Bescheid wissen.

Mich wundert, dass es zu dieser, aus meiner Sicht recht einfachen Frage, kaum Antworten gibt. Hat denn niemand hier Erfahrungen mit Lehmputz auf Innendämmung???



Ich denke



das 2 Meinungen reichen.

Und bedenkle das diese freiwillig und kostehnlos sind!

Du solltest mal in den Verarbeitungsvorschrifeten der Herstellen nachlesen die Systemlösungen für solche Fälle anbieten.

Hier läßt sich dann wunderbar nachlesen, dass Alle eine vollflächige Gewebeeinlage VORSCHREIBEN!!!!!!!!!!!!

Und wenn das noch nicht reicht kann man sich KOSTENPFLICHTIG eine Berater KAUFEN!!!!!!!



Oh KOSTENLOS!



Danke Herr Meurer für den aufklärenden Kommentar.

Ich gewinne die Erkenntnis, dass dieses Forum kostenlos ist und aus diesem Grund die Qualität und die Quantität der Beträge natütlich nicht besonders gehaltvoll sein können. Dann kann man hier auch nicht auf Erfahrungen, die andere gemacht haben, hoffen. Ich muss also die recht häufig geschönten Herstellerhinweise weiterhin bedingungslos glauben. (Welchem Hersteller sollte ich denn hier glauben? Dem der mir die Dämmung herstellt, oder besser dem Armierungshersteller oder dem Putzhersteller? Ach ja dem Systemhersteller, will der mir nicht alles verkaufen??!!)

Ich hoffe, dass die Meinung "hier kostenlos=schlecht" und "teurer Berater=gut" nicht bei allen vorherrscht.

Ich hoffe weiterhin auf Hinweise aus Erfahrungen bzw. Fachwissen.



Lehmputz



Lieber Claudius,
der Sie sich Haussanierer nennen:
Da erhalten Sie eine Antwort von einem professionellen Lehmverarbeiter, der Ihnen kostenlos! eine individuelle Beratung am Telefon anbietet.
Was mißfällt Ihnen daran?
Schlecht, weil es kostenlos ist?
Dann gibt es eine weitere Antwort zum Thema von einem SACHVERSTÄNDIGEN für Lehmbau, der sein Geld mit Lehmbau verdient.
Gefällt Ihnen auch nicht.
Übrigens glaube ich wenn Sie den Gerd wie den Ralf anrufen, beantwortet er auch Fragen, kostenlos. Das scheint aber in beiden Fällen unter Ihrer Würde zu liegen.
Die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller, nach denen sich alle Profis richten (weil sonst die Herstellergewährleistung nicht trägt) gefällt Ihnen auch nicht.

Mal eine Gegenfrage:
Welche Anworten und die möglichst in hoher Stückzahl erwarten Sie denn?
Loblieder auf Ihre Kompetenz und Ihre Leistungen?
Die können Sie hier nicht erwarten, der Begriff "Haussanierer" ist da ein wenig mager.

Viele Grüße



Loblieder?



Wenn ich Kompetenzen hätte, würde ich solche Fragen hier nicht stellen. Aus diesem Grund erwarte ich keine Loblieder Herr Böttcher.

Bei anderen Themen ergeben sich hin und wieder recht nette fachliche Diskussionen. Bei meiner Frage wird mir aber erzählt, dass zwei Meinungen reichen und die auch noch kostenlos sind.

Eine unqualifizierte Äußerung, wie ich meine.



Lehmputz



Aha, jetzt verstehe ich Sie.
Sie möchten 10, 15 verschiedene Meinungen lesen.
Suchen Sie sich dann die Ihnen am besten passende heraus?
Oder machen Sie eine statistische Auswertung?
Die häufigste Meinung gewinnt die Wahl zum Lehmputz des Jahres, wie demokratisch.

Viel Spaß bei der Meinungsfindung



Gerne Claudius,



ich denke das die Antworten klar und wenn Sie richtig gelesen werden auch hilfreich sein könnten.

Für Sie offensichlich nicht, das tut mir leid.

Natürlich können hier 20 Leute darüber sprechen ob eine Armierung auf der Dämmplatte notwendig ist oder nicht.

Aber zum Glück besteht in diesem Bereich kein Diskussionsabeddarf mehr, da der überwiegende Teil der Mitgleider die ohne Gewebe auf Dämmplatten arbeiten Rissprobleme haben.

Und dabei ist es völlig unerheblich ob die Dämmplatte aus Schilf oder Weichholzfaser ist.

Warum bitte sollte ich Gewbee empfehlen an derem Verkauf ich mich bereicheren kann?

Grüße





Nun haben wir endlich eine rege Beteiligung an der Diskussion.

Das die Armierung sinnvoll zu sein scheint, entnehme ich den Äußerungen und würde ich auch so sehen. Darauf muss ich nun nicht von allen hier wiederholt hingewiesen werden.
Ich hatte ja weiterhin gefragt, ob der Lehm ausreichend an der Holzfaserdämmung haftet. Die meisten hier sind Fachleute genug, um zu wissen, dass eine Armierung nicht zwingend auch ein Putzträger ist. Deshalb hatte ich auch hier um Hinweise und Erfahrungen gebeten.
Macht es zum Beispiel Sinn, den Putz so dünn wie möglich aufzutragen, um Schwindrisse, durch kürzere Trocknungszeiten des Lehms und damit verbunden weniger Quellverhalten der Dämmung, zu vermeiden? Oder ist es vielleicht sinnvoller einen kräftigen Unterputz aufzutragen, welcher duch seine Stroh- oder Hanfanteile zusätzlich armierend und damit vielleicht beim Trocknen rissmindernd wirkt? Wo sollte die Armierung im günstigsten Falle angeordnet werden? Dierekt auf der Dämmung oder doch besser im äußeren Drittel der Putzschicht? Hat jemand Erfahrung mit einem handelsüblichen Universallehmputz?

Ich halte das Thema für diskussionswürdiger, als einfach nur zu sagen: "Da muss Armierung rauf."

Die Anzahl der Antworten ist nicht entscheidend. Hinweise mit qualifizierten Begründungen fände ich gut. Meine Entscheidung treffe ich nach dem Sinngehalt der Begründung. Wobei die Entscheidung dadurch zugegebenermaßen eine subjektive Note bekommt.



Die Armierung



sollte in das oberer drittel der Gesamtputzlage eingearbeitet werden und darf nicht mit einem Putzträger wie Streckmetall oder Schilfrohr verwechselt werden.

Ich bevorzuge zum Beschichten der Weichholzfaserplatten einen dickeren Unterputz, von einen Dünnbeschichtung aus Lehm halte ich auch wegen der Druckfestigkeit nix.

Eine Grundierung halte ich, wenn das richtige Material eingesetzt wird und die Oberfläche staubfrei ist für unnötig.

Und noch zuletzt, ja ich habe Erfahrung mit Unversallehmputz.

Grüße



Druckfestigkeit



Das Thema Druckfestigkeit hatte ich in meinen Überlegungen noch gar nicht berücksichtigt. Da halte ich einen dickeren Unterputz auch für sinnvoll, sogar notwendig.

Danke.