Welcher Putz ?

03.05.2008


Ich möchte mein Wohnzimmer Verputzen den alten Putz hab ich schon abgeschlagen.Das Haus ist von 1930 und hat eine Vollziegelwand.
Außen ist ein Zementputz 1970 aufgebracht worden was warscheinlich nicht so gut war.
Meine Frage wäre jetzt welcher putz , Tiefgrund ja oder nein und spricht was gegen Fließestrich?





Guten Tag,
ich würde einen Kalkputz nehmen. Leicht Verarbeiten lässt sich z.B. Schaefer 450, fein, Kalk-Trass-Putz.
Material weist eine sehr gute Homogenität und Haftung auf.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies



und spricht was gegen Fließestrich?



Hallo,
Wollen Sie mit dem Fließestrich Ihre Wand verputzen????
viele Grüße



Lieber reinen Luftkalkputz hernehmen!!!



Empfehle reinen Luftkalkputz, zum Beispiel von der Firma SOLUBEL (www.solubel.de)
Kein Trass!

Folgendes mal kurz durchlesen:
http://www.konrad-fischer-info.de/2kalk.htm

Gruß, Pauli Börner





Aus Kostengründen würde ich einen Kalk-Gipsputz anraten, da kann man in diesem Fall nix verkehrt machen!



Innenputz



Sie haben 2 Möglichkeiten entweder einen Lehmputz wir empfehlen Fa. Claytec oder ebenfalls wie schon erwähnt, wenn es ein Kalkputz sein soll Solubel-Luftkalk.Einen Innen-Putz erstellt man nur einmal,man sollte seinen Blick auf die Qualität der Baustoffe legen und nicht auf Quantität und Preis.Ich gehe davon aus das Ihr Wohnzimmer nich mehr als 70m² Wandfläche hat ,da sind die Kosten für Lehm oder Luftkalk überschaubar.

MfG Torsten Selle



Nachdem kein Holz stört...



...laß die Kirche im Dorf und halte dich an Bernd oder Roland. Bei Rolands Vorschlag würde ich auf den Untergrund eine Aufbrennsperre streichen, inwieweit das bei Bernds Trasskalk notwendig ist, weiß ich nicht.
Lehm hat seinen Sinn, wenn man im System bleiben will, aber da es sich nicht um um eine uralte Fachwerkhütte handelt, muß es nicht sein. Zum Hinweis auf KF's Heimseite zum Thema Luftkalk bei einem Massivbau aus den Dreißigern sage ich mal nix...
Wichtig ist eine gewisses Feuchtepuffervermögen und da sind nicht alle Putze wirklich schlecht (auch ein Gipsputz nicht), sofern sie nicht nach dem Aufbringen grundiert werden, damit was aufgebracht werden kann.

Gruß Patrick.



Meinung



Zitat
"Zum Hinweis auf KF's Heimseite zum Thema Luftkalk bei einem Massivbau aus den Dreißigern sage ich mal nix..."

Warum denn nicht? Ist doch nicht schlimm, seine Meinung zu sagen.

Gruß, Pauli Börner



Innenputz



Herr. Neika Warum kein Lehmputz??? Wir arbeiten mit Lehmputzen auch im Neubau-Altbau Bereich(nicht nur im Fachwerkhaus) und immer mehr mit Luftkalk auf jeder Art von Untergründen .Einen Gipsputz im Altbau würde ich ablehnen!!!!Für den kleinen Geldbeutel einen Kalkmörtel Vorort im Baumischer herstellen,
Sand gewaschen + Weißkalkhydrat vom Baustoffhandel (die helfen da sicher weiter) ohne Zement geht alles, wenn man will.Bei uns in Dresden gibt es diesen als fertige lose Erdfeuchte Baustellenmischung.


MfG Torsten Selle



Kalk oder Lehm


Lehmputz wird aufgezogen

Ob man sich für Kalk- oder Lehmputz entscheiden möchte hängt vom eigenen Anspruch ab.
Ich würde hier nicht den Preis unbedingt in den Vordergrund stellen wollen.
Die Entscheidung hinsichtlich zu Lehmputz bringt aber sicherlich einige wenige Vorteile gegenüber dem Kalk.

Lassen Sie sich die Entscheidung doch dazu nochmals gründlich durch den Kopf gehen und vielleicht haben Sie noch die Möglichkeit, sich bei Freunden oder Bekannten fertig verputzte Lehmräume einmal anzuschauen.
Nur so bekommt man ein besseres Gefühl für die Entscheidung.
Wir können Ihnen dabei sicherlich auch weiter mit behilflich sein.

Grüße

Udo Mühle





Und was sind diese "einige wenige Vorteile" ?



Mir ging es um die gute Verarbeitbarkeit...



...da er in seinem Profil sich nicht gerade als Profiverputzer outet. Die beschreibt Bernd ja in seinem Vorschlag und bei Rolands Material weiß ich selber, daß er gut zu verarbeiten ist. Ich habe auch nicht behauptet, er soll Gipsputz nehmen (hätte ich bei den Ausgangsbedingungen auch kein Problem). Ich habe lediglich den beiden pragmatischen Vorschlägen beigepflichtet, weil sie mir in diesem Falle opportun (und geeignet) erscheinen.
Ich habe in meinem Leben schon etliche Tonnen Putz verarbeitet und weiß dennoch den Einsatz von Putzschienen zu schätzen. Als nicht Profi tut man sich damit leichter, eine gerade Wand hinzubekommen. Udos Bild zeigt einen Fachmann, denn er zieht gerade quer ab, was mir zeigt, daß keine Putzschienen im Einsatz sind. Daß soll mal einer machen, der noch nicht wirklich viel verputzt hat.
So, und jetzt stelle ich mir den Laien vor, der die Putzschienen mit einem nicht hydraulisch abbindenden Putz an die Wand "pappt". herzlichen Glückwunsch, darauf hätte ich keine Lust.
Wenn es nun ein Fachwerkhaus wäre, daß Lehmgefache hat und man im System bleiben sollte, hätte ich schon auf unsere Profis zum Thema Lehm verwiesen, die sich damit auskennen.
Aber bei einer massiven Ziegelwand plus der Wunsch es als Fachfremder selber zu machen bleiben aus meiner Sicht eben die beiden.
Und zum Thema "sag ich mal nix", in letzter Zeit häufen sich die Verweise auf diese Seite. Zunächst mal nicht schlimm, mich stört eher die Form. Meist "ich würde dies und das machen, schauen die doch mal unter..." (die Material- und Vorgehensweisenempfehlungen von Herrn Fischer sind ja überschaubar, es ist ja meist nicht dämmen und auf jeden Fall Luftkalkmörtel), obwohl der Antwortende nicht gerade auf die Frage eingeht. Es liest sich für mich immer so (pardon, aber so kommt es bei mir an): "da fragt jemand irgendetwas zum Thema Putz und egal, um welche gegebenheiten es sich handelt, verweise ich auf Herrn Fischers Empfehlungen". Das ist mir zu einfach. Ich habe begründet, warum ich die beiden genannten Vorschläge unterstütze und zwar der Ausgangssituation aus meiner Sicht angepaßt.

Gruß Patrick.



da gibt es mittelfränkische Lösungen....



die Adressen bieten sich ja förmlich an:

SOLUBEL Vertriebs GmbH
Historische Putze & Luftkalkprodukte
Flachstrasse 3
91207 Lauf - Neunhof
Tel.: (0 91 26) 49 43 Fax: (0 91 26) 54 66
Email: info@solubel.de

Ein heimischer Anbieter von "konventionellem" Trockenmörtel, der aber die Kirche im Dorf läßt und auch reiche baubiologische Erfahrung hat:

Gräfix von der Fa. Endres:
Eckental:Telefon 09126/25 96-0Fax 09126/25 96-17
oder in Lauf unter:Telefon 09123/95 46-0Fax 09123/95 46 50
Wolfgang Endress GmbH & Co KG
Laufer Straße 12
90542 Eckental
www.gräfix.de

Diese Firma bietet auch Beratung vor Ort an.

Aus der Region für die Region.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@ Thomas



Einige Vorteile vom Lehm gegenüber Kalkputz?
z.B. Die Feuchteaufnahmefähigkeit aus der Raumluft. Hier schafft der Lehmputz bis zu 300g Wasser in 2 Tagen pro m². Wissenschaftlich nachgewiesen von der Uni Kassel, FEB. Ich kenne keinen anderer Baustoff, der das schafft. Zum Vergleich: Gebrannte Ziegel liegen hier bei 10-30g /m² bei gleichen Testbedingungen.
Der Lehm kann somit Feuchtespitzen (z.B. Bad Küche) abpuffern. Durch die kontinuierliche, langsame Abgabe der Feuchtigkeit bei sinkender Luftfeuchte reguliert der Lehm ganz natürlich die Luftfeuchtigkeit.
Und natürlich ist die Verarbeitung meiner Meinung nach besser und Wirtschaftlicher als bei einem Kalkmörtel. Welchen anderen Putz könnte man z.B. mal übers lange Wochenende in den Putzschläuchen und in der Putzmaschiene lassen ohne Probleme?



Gruß vom Edersee





@Mathias Josef
Herzlichen Dank für die Information.
Beide Materialien sind sicherlich nicht von schlechten Eltern, und somit hat Gittel die Qual der Wahl welches Produkt im Wohnzimmer eingesetzt wird. Hier im Forum wirds wahrscheinlich immer so bleiben das auf der einen Seite die Kalk-Fraktion, und auf der anderen die Lehm-Fraktion ihr Produkt begünstigt und lobpreist. Aber so soll es ja sein, dann kann man das für sich wichtige rauspicken.





@Mathias Josef
Lehm ist schon ein toller Baustoff und Putz. Ohne Frage, empfehle ich immer wieder gern, schreibe ich aus etc.
Aber plant Gitte in Ihrem Wohnzimmer ein Feuchtbiotop?
300g Wasser in 2 Tagen pro m² sind schon eine Hausnummer.

Nun, ich kenne das Haus nicht, Gitte auch nicht und auch nicht ihr Lebensumfeld oder wie auch immer.
Besondere Anforderungen bez. Feuchteaufnahmefähigkeit aus der Raumluft sind hier wohl aber nicht vonnöten. Wenn ja, die Vollziegelwand wird sich irgendwann vor Feuchtigkeit nicht mehr retten können. Der diffusionsdichte Aussenputz aus Zement wird sein übriges tun.
Mir ging es nur um eine einfache und pragmatische Lösung, die wohl für das Gebäude verträglich erscheint. Der 30 Kg Sack für 8,50 € (netto) ist sogar noch bezahlbar.
Natürlich Gitte, es gibt sie noch, die guten Dinge:
Claytec Lehm, Solubel Luftkalkmörtel, Dinesen Holzdielen (raumlang), Natural Heißöl etc.
Wie werden Sie sich entscheiden?
Es grüßt Sie ein neugieriger,
Bernd Kibies
P.S.: Frank Lipfert hat Ihnen ein wirklich sinnvollen Tipp gegeben: Aus der Region für die Region!
Kann ich nur so unterschreiben!
P.P.S.: Vielleicht können Sie auch Konrad Fischer (sozusagen der Gottvater aller Bautätigkeiten), der auch aus Franken kommt, auf Ihre Baustelle schleppen. Dann wäre diese Fraktion auch noch bedient. Evtl. geplante Dämmmaßnahnen verwerfen Sie ganz schnell, das "gesparte" Geld können Sie ja dann in empfohlenen Baustoffe investieren.



... plant Gitte in Ihrem Wohnzimmer ein Feuchtbiotop?



wahrscheinlich eher nicht, aber ist doch trotzdem ein gutes Gefühl das der Lehmputz das kann, oder? Da wabern eben keine Nebelschwaden durch Bad und Küche, sondern diese Feuchtigeit und auch die, die wir Menschen tagtäglich selbst erzeugen, wird vom Lehm aufgenommen und wird dann über Stunden verteilt wieder abgegeben. So gibt´s eben keine staubtrockene, ungesunde Wohnungsluft... für mich Grund genug.

8,50€ für 30kg?
1BB Lehmunterputz gibts für 124,00€ Netto
das sind umgerechnet 40Säcke a 30kg=350€ Netto...
Also am Preis kann´s auch nicht liegen.

Viele Grüße



Putz?



Danke für alle Antworten aber jetzt weiß ich so viel wie vorher.

Der Putz wird mit einer Putzmaschiene aufgebracht ich bräuchte also Maschienen Putz.
Mein Putzer hat jetzt MP75 LF von Knauf vorgeschlagen.
Wäre der KGP-Filtz Schwenk oder der KIP von Schwenk nicht besser?



Jetzt bekomme ich wieder Schläge...



...aber mit denen könnte ich mich anfreunden in deinem Fall, sowohl der Kalk, als auch die beiden anderen. Soll nur gescheibt/gefilzt werden oder noch was drauf. Nur scheiben und streichen, dafür ist der MP 75 zu weich.

Gruß Patrick.





Schaefer-Krusemark 430 (Kalk-Maschinenputz) oder 440 (Kalk-Maschinenputz fein) sind z.B. Kalkputze für alle gängigen Putzmaschinen.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies
P.S.: Schade, daß es nun doch kein Lehmputz wird!



Lehm auch mit Maschine



Wenn mit Maschine, dann geht auch Lehmputz.
Hängt aber wiederum von der Technik ab.
Also mit was für einer Maschine.
Sicherlich eine G4!
Oder?
Wenn man also sich nun doch vielleicht für Lehmputz noch breit schlagen könnte, dann aber bitte keine von Maxit oder gar Bayosan.
Hier gehen auch die Trockenwaren von Conluto, Ziegelwerk Grün,
Claytec etc.
Und wenn man mit Kalkprodukten arbeiten möchte, funktionieren auch die bereits benannten Materialien von Gräfix bzw. Solubel mit der G4 oder ähnlichen Trockenfördermaschinen.

Gutes gelingen, aber nicht unbedingt mit den Knaufmaterialien.

Grüße Udo