Aufbau der Fachungen

09.07.2013 stephan



Frage zum Aufbau der Fachungen, die Fachungen (Eichenstalken & Weidenruten) werden bei mir mit Stohlehm aufgefüllt so das ein Versatz zum Fachwerk ist - sind 10mm ok oder sollte ich auf 20 gehen. Dann soll ein Putzträger drauf, bei den Preisen der Claytec Edelstahlgitter hat es mir die Schuhe weggezogen. Kann ich auch normales Rippenstreckmetall benutzen bzw. warum Putzträger ? Früher waren auch keine verbaut, da hat der Stroh das gehalten. Für den Putz habe ich das Hessler-Kalk-System (HKS) empfohlen bekommen, bereits eingefärbt - eine Putzschicht und kein Farbanstrich mehr.



Fachwerkwand



Hallo Stephan,
das ist eine Scheune!
Den Giebel sollten Sie verbrettern nachdem die Lehmfüllungen repariert wurden. Die paar traufseitigen Gefache können Sie wie beschrieben verputzen, statt Putzträger empfehle ich Ihnen eine Putzbewehrung (Gittergewebe).

viele Grüße





Ja, das ist eine Scheune.
Der Giebel, defekte Bretter werden ausgetauscht, eine Unterspannbahn angebracht dann mit Naturschiefer Schuppen im Altdeutschen Verbund verkleidet. Wahrscheinlich aber erst im nächsten Jahr.
Warum Gittergewebe - wie bekomme ich damit einen ordentlichen Halt zwischen Lehm und Kalkputz ?
Grüße



Lehmverputz



Der Halt erfolgt rein mechanisch durch Verzahnung, dazu muß der Lehmuntergrund aufgerauht werden. Früher wurden Ziegelstücken mit in den Lehm gesteckt, Löcher hineingehackt usw. Die Bewehrung soll Spannungen und damit Risse im Putz besser verteilen.



bei



dem Gewebe aber nicht das für Armierung des WDVS, sondern für Putz. Die größere Maschweite (etwa 10 mm) gewährleistetm, daß der Mörtel auch bis zum Untergrund gelangt, Armierungsmörtel ist feiner und pastöser als Sand-Kalk-Putz. So zumindest meine Erfahrung. Auf Lehm putze ich aber ohne Gewebe- das macht den Oberputz nur unnötig dicker (Anschlußprobleme am Balken).