Altputz




Hallo zusammen,

nachdem ich nun einige Zeit erstmal ohne Anmeldung mitgelesen habe, möchte ich gerne vorab meinen Dank an alle richten, die uns freundlicherweise hier mit vielen Tipp`s und Trick`s behilflich sind!!!

Nun zu meinem Anliegen:
Wir haben uns ein unsaniertes Haus Bj 1930 gekauft, wobei wir den Innenausbau neu gestalten wollen. Nachdem ich leider nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung habe, scheiden bestimmte Varianten schon mal aus. Deshalb habe ich mich für den Baustoff Lehm entschieden. Und bin schon mal über die Möglichkeiten echt begeistert...

Also, wir haben lt. dem Architekten eine 33er Ziegelwand, ungedämmt mit einem ca. 2-3 cm Innenputz (Kalk-Zement-Mörtel?? anno 1930).

1. Ich bin mir nun nicht schlüssig, ob ich nun den Innenputz noch verwenden kann - also dranlassen- oder ab. Die Meinungen gehen da wohl etwas auseinander, ich habe hier im Forum gelesen, soll ab - der Architekt sagt, kann dran bleiben. Geplant ist danach ein Lehmunterputz und je nachdem ob die Finanzierung möglich ist, dann Schilfrohr 5cm, dann nochmals Putz, dann Wandheizung und dann Oberputz.

2. sollte die Finanzierung nicht klappen, dann muß ich wohl den Lehm z.B. mit Stroh anreichern, da weiß ich dann nur nicht, wie dick ich die Schichten in welcher Stärke planen muß...

3. welche kostengünstigen Alternativen wären dann noch denkbar?

Sicher hat es den einen oder anderen Hinweis hier im Forum schon gegeben, ich sitze schon seit Wochen hier und recherchiere. Sollte ich einen Beitrag überlesen haben, der diese Fragen schon behandelt, dann bitte ich hier um Verständnis für mein nochmaliges Fragen!!!

Danke für die Hilfe schon mal im Voraus!!!
mrs.neugierig



Moin,



könntest du noch ein paar Bilder hochladen? Dann kann man mehr sagen.

Wir haben unseren Putz (Frühestens Anno 1947) drangelassen und ausgebessert, Auro-Streichputz drauf, fertig, sieht gut aus.

Wir hatten auch über einen Lehm Innenputz nachgedacht. Unser Putzer meinte es reicht den alten Putz anzupickeln, damit der Lehmputz besseren Halt hat. Das haben wir dann in einer Ecke probiert, aber der alte Putz war noch so fest, das wir beschlossen haben ihn dranzulassen.

Gruss, Boris





Hallo,

Ihnen geht es also
a) um eine Temperierung der Wandoberfläche
b) minimale Innendämmung
c) natürliche Baustoffe.

meine Empfehlung zu geringstmöglichen Kosten:
Altputz bleibt, weil noch tragfähig.
4 cm Holzweichfaser in Lehmkleber, zusätzlich dübeln
(kosten ja nach Händler zwischen 11,25€ und 16,00 €).
Grundieren, Spritzbewurf
Einlagen-Kalkgrundputz ca. 1,5 cm, filzen und Glätte aufziehen oder Rollputz.

Grüße



Hallo



danke für die Antworten.

Hr. Webler,
Bilder habe ich momentan keine hier. Bin erst wieder zu Ostern im Haus. Putz sieht aber noch ganz gut aus, ist kaum beschädigt. Da das Haus aber lange leer stand und nicht geheizt wurde, die Außenwände undicht waren (wurde alles schon repariert) haben sich unter der alten Plastiktapete allerdings an mehreren Stellen Schimmel gebildet, aber nicht Flächendeckend, dort bröckelt nun der Putz schon etwas.

Hr. Beckmann
grundsätzlich haben Sie es richtig verstanden. Ich möchte gern wenigstens ein bißchen was zwischen meine Wandheizung und meinem Mauerwerk einbringen. Die ca. 2cm Putz erscheinen mir etwas zu wenig...
Danke für die Alternative, wo ich aber nochmals nachfragen muß:

Die Holzweichfaser - sind das dann Späne oder meinen Sie die Platten? Naja, der Preis ist auch nicht anders als bei den Schilfrohrplatten - da liege ich so bei 1qm (5cm Dicke) ca. 12 Euro. Mein Problem ist, das ich mehr als 360qm nur alleine für die Außenwände brauche und mein Budget schon ziemlich ausgereizt ist. Kfw kommt wohl nicht in Frage, da ich dann den Standard für kfw haus erfüllen muß, den ich mir finanziell schon mal gar nicht leisten kann.


Danke
mrs.neugierig