Kalkputz zwingend erforderlich auf Lehmgefachen außen ?

27.09.2009



Hallo, ich bin derzeit dabei, meine Gefache etwas herzurichten, welche gestakt sind mit Lehm. den desolaten Zementputz des Vorgängers habe ich entfernt. An einer anderen Wand habe ich mit reinem Lehmputz als letzte Außenschicht ein sehr gutes Ergebnis erzielt, d. h. in Bezug auf Haltbarkeit, Witterungsresistenz und Aussehen. (die Fassade ist Schlagregen NICHT ausgesetzt, schon aufgrund des Traufüberstandes). Kenne mehrere Leute, die dies ebenso mit besten Ergebnissen getan haben. Meine Frage : Ist dies so machbar, oder zieht der Lemputz aus der puren Außenluft Feuchtigkeit an und ich erhöhe damit unbewußt die Holzfeuchte des Tragwerks ? (dann müßten allerdings viele alte Scheunen mit abgeplatztem Putz erhebliche Probleme haben...)Bedanke mich recht herzlich für fundierte Antworten , vielleicht gibt es hierzu ja auch
genaue Zahlen ( Feuchte , sd - wert etc ?), danke nochmals!



Grau ist alle Theorie,



und Lehm ist als wasserlöslicher Baustoff als Aussenputz nicht zulässig, auch wird kein Hersteller seine Produkte für diesen Zweck freigeben.
In ungeschützter Form würde ich auf jeden Fall davon abraten, da bereits sehr geringe Mengen an Spritzwasser zu Schäden an der Putzfläche führen. Die Aufnahme an Luftfeuchtigkeit ist hier kein Problem, da die Feuchtigkeit auch permanent wieder abgetragen wird.
Gute Erfahrungen wurden mit Lehmputz und Sumpfkalkanstrich gemacht. Der Anstrich stört die physikalischen Eigenschaften des Lehms nicht, sorgt aber für eine wischfeste Oberfläche und Spritzwasserbeständigkeit.
MfG
dasMaurer



"Lehm ist als wasserlöslicher Baustoff als Aussenputz nicht zulässig"



...verboten?

"...da bereits sehr geringe Mengen an Spritzwasser zu Schäden..." wie denn?..KATZE MACHT PIPI - ALLE TOT...oder was?

Natürlich kann man im trockenen Außenbereich Lehmputz verwenden, der anerkannt ideale Baustoff für das Fachwerk.

Gruß...J.





danke für die Antworten, sie bestätigen meine Meinung, werde also wie gehabt weiter verfahren, an der niederschlagsgefährdeten Giebelseite wird eh eine Lärchenverschalung mit Deckleisten angebracht, dort wurde das Fachwerk ca. 1930 durch massives Ziegelmauerwerk ersetzt....
Viele Grüße aus Thüringen.



Bewitterte Seiten...



stets mit mineralischen Systemen (Kalkputze!) versehen oder eben gegen Schlagwetter verschalen (siehe unsere Altvorderen!!).
Lehmputz im Außenbereich ist denkbar, bedarf aber einiger sensibler Techniken.
Wir haben einige bisher ausgeführt und bis heute Mängel frei.
Aber eben die gewissen Betrachtungen nicht außer Acht gelassen.
Und dann kommt es auch noch auf die entsprechenden Endbeschichtungen (Anstriche!) an.

Grüße
Udo Mühle



Geht aber nicht unbedingt empfohlen



Ich empfehle einen Sumpfkalkputz und ebensolche Farben (Alternativ auch Silikatfarben). Haben aber einen Kunden, der Sein Fachwerk mit Lehmsteinen selbst vermauert hat und was inzwischen mehrere Jahren so steht. Optisch natürlich Geschmackssache und hier auch absolut Wettergeschützte Lage.
Lege mal ein Bild hiervon bei.
Gruß Gunther



@ Gunther



was soll denn auf diesem Fachwerk nun noch verputzt werden?
Die Ausmauerung steht doch schon Balken bündig?
War das früher nicht gar verschalt oder komplett verputzt?
Mir erscheint es nach betrachten des Fotos aber so.
Kann mich aber auch täuschen.

Grüße in die Runde
Udo



Empfehlen würde ich jedoch



2-lagiger sumpfkalkputz auf Lehmsteinausmauerung.
Gunther



@Udo



Jo, für Verputz sollten Lehmsteine vorher zurückstehen.
War aber hier nicht das Thema.
Gunther