Welcher Putz für Kellermauern aus Bruchsteinen

17.07.2007



Hallo,

habe gerade eine Kellermauer unseres Häuschens von 1 bis 3 cm Zementputz befreit. Darunter kam eine ziemlich Feuchte und moderig riechende Wand zum Vorschein, die im unteren Bereich aus Bruchsteinen mit einem Lehm-Sand-Gemisch dazwischen zu bestehen scheint und ab ca. 1 m Höhe aus Backsteinen mit einem sehr ähnlich aussehenden Gemisch als Mörtel. Ursprünglich wollten wir die Mauer "nackt" lassen, aber es gibt so viele Schadstellen, hier ein Abwasserrohr, dort ein Wasserrohr, mal mit Zementmörtel mal mit Gips eingesetzt, daß es kein wirklich schöner Anblick wäre. Nun meine Frage: gibt es einen Putz der zwar für eine ansehnliche Oberfläche sorgt, ohne aber gleichzeitig die Mauer zu versiegeln oder eine ideale Schicht für aufsteigende Feuchtigkeit zu bilden?

Danke im voraus für Eure Ratschläge



Einfach mal



Einfach mal über Luftkalke informieren.
MfG Torsten Selle



Und was kann ich dabei lernen?



Hier fehlt noch einiges an Information!
Wie ist der Keller genutzt?
Welche Temperaturen sind zur Zeit und wie ist die Temperatur bei einer späteren Nutzung? Usw.....
Gibt es auch Fotos?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Verputz diese Fragen löst.



@ Hr. Bromm



Der Keller soll nur als Keller, sprich als Vorratsraum, Lagerraum und Heizungskeller genutzt werden, es ist nicht beabsichtigt dort zu wohnen. Der Putz soll übrigens keine Probleme lösen, er soll nur keine neuen schaffen. D. h. er soll nur die Wand ansehnlicher machen, ohne ihr zu schaden. Er soll sie NICHT trockenlegen, er soll NICHT verhindern daß Feuchtigkeit in den Keller kommt, er soll nur halten und sich, sagen wir mal, neutral verhalten.



Keller ansehnlicher



Guten Morgen,

ich würde zunächst die Fugen tief auskratzen, die Wand mit der Drahtbürste reinigen.
Anschließend neu verfugen mit naturhydraulischem Kalkmörtel und einem sehr groben Zuschlag (bis 4 mm Sand), bei uns heißt der auch Rheinsand oder grober Mauersand.
Dann enen klassischen zweilagigen Putz herstellen, Unterputz auf Spritzbewurf mit grobem Zuschlag, Oberputz 3 mm mit Weißfeinkalkhydrat.
Als Anstrich würde ich (nach etwa 5 Wochen oder später) eine einkomponentige Silikatfarbe wählen.
Das wäre das Rezept für Selbermacher und-Mischer, es ist am billigsten vom Materialeinsatz her.

Es gibt natürlich auch die Werksfertigmischungen, sehen Sie mal bei www.solubel.de oder bei Rheinkalk in Wülfrath !

Qualitätsunterschiede: ja natürlich, aber selber probieren macht auch Spaß.

Gutes Gelingen
Dietmar Beckmann



Es gibt nur eine dauerhafte Lösung für nasse Wände



Hallo,

tragen Sie einen wasserdampfdiffusionsoffenen Entfeuchtungputz auf (Kein Sanierputz!) - dieser ist von Dauer und bleibt auf der Wand und tut dort zuverlässig seinen Dienst - er zieht die Feuchtigkeit permanent aus der Wand. Auch bei Mischmauerwerk ist er sehr gut geeignet - der Vorteil ist auch Sie müssen nicht warten und können den Putz auf die noch nasse Wand auftragen. Nach Ihrer Frage zu urteilen fehlt auch eine kapillarbrechende horizontale Sperrschicht.

MfG Andrea Cyba