Keller-Fragen

28.11.2010



Hallo,
ich habe ein etwa 100 Jahre altes Haus aus Backsteinen mit einem Keller, der z.T. aus Bruchsteinen und Ziegelsteinen besteht.
Der Keller ist bisher -leider- mit einem dicken Zementputz versehen und Absperrfarbe gestrichen. DIe Feuchtigkeit ist -trotz Horizontalsperre - so bis ins Erdgeschoss gestiegen.

Der Keller ist nur halb unterirdisch (etwa 90cm unter der Erde und 90cm ueber), es gibt eine Bitumenbahn als Horrizontalsperre in den Innenwaenden zwei Ziegelsteine ueber Kellerbodenniveau, in den Aussenwaenden knapp ueber dem aeusseren Bodenniveau (also etwa auf 95cm Wandhoehe).
Von aussen ist der Keller unterirdisch nicht abgedichtet, oberirdisch ist das Haus verklinkert.

Ich habe nun angefangen den alten Putz abzuschlagen, teilweise ging es ganz gut; Probleme machen mir im Moment die Innenwaende. Dort wurde ein Zementputz angebracht, der sich mit dem Bohrhammer nur mit groesseren Verletzungen der Ziegelsteine abschlagen laesst.
An den Aussenwaenden ist bis zur Horizontalsperre so etwas wie eine Dichtschlaemme aufgetragen, die sich auch nur sehr schwer entfernen laesst.

Der Keller soll als Keller genutzt werden, d.h. er kann ruhig kalt und leicht feucht sein, ich moechte nur verhindern, dass mir staendig der Putz abfaellt und dass die Feuchtigkeit weiter bis ins Erdgeschoss steigt.

Die Idee ist, den Keller vom Zementputz zu befreien, trocknen zu lassen und mit Luftkalkputz zu verputzen.

Fragen:
1. Ist es in den Innenwaenden auch moeglich den Putz nur bis knapp ueber der Horizontalsperre zu entfernen und dieses dann neu zu Verputzen und auf dem Rest der Wand den alten Zementputz zu belassen (wie gesagt, das Abschlagen zerstoert die kompletten Oberflaechen der Ziegel).
2. Was mache ich mit der Dichtschlaemme auf den Kelleraussenwaenden? Abmachen (sehr schwierig), wieder etwas aehnliches auftragen (da ist die Wand ja unter Bodenniveau ist und auf jeden Fall feucht) oder einfach mit Luftkalkputz verputzen?

Viele Gruesse und vielen Dank
Alef



Keller feucht



Ich verstehe nicht ganz, warum Sie Dichtschlämme und Zementputz abschlagen wollen, vor allem an den Innenwänden.
Dann stellt sich mir die Frage, wo bei Ihrem Keller die Feuchtequellen liegen.
Das sollten Sie zuerst ermitteln und sich dann Gedanken machen, wie man diese Quellen abstellen kann. Das können manchmal ganz banale und einfache Mittel sein.
Deshalb empfehle ich Ihnen erst einmal aufzuhören die Wände Ihres Kellers mit dem Bohrhammer zu malträtieren.
Feuchte kann z.B. als Kondensat auf dem dichten Putz anfallen, die Feuchte OBERHALB und kurz unterhalb der Geländeoberfläche stammt fast immer aus Spritzwassereintrag am Sockelbereich.
Da nützt kein Bohrhammer und kein Luftkalk im Keller.
Wie sieht es mit der senkrechten Abdichtung aus?
Welchen Lastfall (ich vermute Bodenfeuchte) gibt es?
Also erst Herkunft der Feuchte ermitteln, Ursachen abstellen und dann erst die Wände sanieren.

Viele Grüße





Hallo,
vielen Dank für die Antwort.

Der Keller war mit Zementputz verputzt und mit Fliesen versehen. Die Fliesen vielen fast von der Wand und hinter dem Putz war es nass.
Inzwischen ist es in dem einen Raum, den ich freigelegt habe nur noch im unteren Bereich (also unterhalb der Bitumenbahn feucht, also Feuchte, die -so glaube ich- vom äusseren Erdreich kommt. Mein Haus steht in der Naehe eines Bachlaufes.
Der Boden des Kellers ist Stampflehm.
Eine senkrechte Abdichtung gibt es nicht, um das Haus ist alles gepflastert.
Da der Sockel verklinkert ist, denke ich, dass dort keine Feuchte eindringen kann (dieser Klinkersockel geht bis über den Fussboden des Erdgeschoss (oder wohl richtiger Hochpaterre) hinaus. Über dem Klinker sind die Aussenwände verputzt.

Viele Gruesse
Alef