Technik des verputzens...

29.05.2009


Hallo,
nachdem ich auf den meisten Wänden Lehmunterputz aufgebracht habe, folgte nun die erste Wand mit Oberputz.
Mein Ziel bestand darin, die Wand möglichst im Lot und eben zu verputzen. Mangels Putzmaschine habe ich den Lehmputz manuell mit Bohrmaschine/Rührer angerührt.
Da die Wand eine Türöffnung besitzt, habe ich 3 Holzbretter in die Öffnung eingebaut, die ich dann als Lehren benutzt habe.
Dann habe ich den Putz mit der Kelle auf die Wand aufgezogen (nicht angeworfen).
Mit Alurichtlatten habe ich dann den Lehm mit Hilfe der Lehren eben abgezogen, u.s.w.

Nun zu meinem Problemen:
Beim abziehen mit den Richtlatten gab es immer wieder Riefen, die durch kleine Steinchen oder Stroh entstanden sind. Die Riefen habe ich dann, nachdem die Wand soweit verputzt und abgezogen war, mit der Glättekelle und Lehmputz ausgefüllt.
Wie kann ich diese Riefen verhindern?

Ohne Lehren bekomme ich keine ebene Fläche hin, die dann auch noch Lotrecht ist. Ich friemel dann mit der Richtlatte, die auch eine Wasserwaage hat, mache hier und da lotrechte Vertiefungen in den frischen Putz und versuche dann den Zwischenraum einigermaaßen eben abzuziehen. An den Rändern zu Wand, Decke und Boden ist es auch immer eine fummellei, bis ich eine schöne gerade Kante hinbekomme.
Das geht doch sicherlich mit ein paar Tricks (und natürlich viel Übung) auch einfacher. Gibt es evtl. auch ein paar gute Lehrbücher zum verputzen?

Wer kann mir evtl. mit ein paar Tips weiterhelfen?

Gerry





Bei Ebenen Flächen den Putz vollflächig auftragen, etwas antrocknen lassen,nochmal leicht anfeuchten und dann Filzen, zum schluß mit der Glättkelle nacharbeiten.



Mal ganz



grundsätzlich, so wie Sie die durchgeführten Arbeiten beschreiben, haben sie die ersten 3 Arbeitsschritte des Putzens durchaus richtig ausgeführt, nämlich die Vorarbeiten (Türbretter etc), das Mörtelanrühren und das auftragen des Mörtels auf die Wand. Ob nun anwerfen oder aufziehen, das richtet sich nach dem Putzmörtel und den persönlichen Vorlieben. Diese Arbeiten sind bei allen Putzen gleich.
Wenn nun Mithilfe der Richtlatte oder Kardätsche eine scheit- und fluchtrechte Fläche hergestellt ist, wird die Oberfläche hergestellt. Dass heisst, mit geeignetem Werkzeug wird in den Abbinde- und Ansteifungsprozess hineingearbeitet, und diese Arbeiten sind je nach Putzart und gewünschter Oberfläche unterschiedlich. Für einen Lehmunterputz wird ein Überarbeiten mit einem Reibebrett ausreichen. der richtige Zeitpunkt ist dann, wenn das Brett sauber über den Putz läuft und keine Kanten mehr verursacht. Dieses abreiben dient nicht nur der Oberflächengestaltung, sondern auch dem verdichten und verfestigen des Putzes. zu diesem Zeitpunkt lassen sich auch die Randbereiche sauber anarbeiten.
Und dafür gibts nur eine Lernmethode:
Learning by verkehrtmaching
MfG
dasMaurer



Heut hab ich mal mit einer



1 m langen Richtlatte die Ebenheit auf meiner Wand kontolliert.
Da gibt es sehr ebene Wandteile, aber auch Teile, die ein wenig wie seichte Berge und Täler anmuten und vielleicht bis zu 1 mm von der Ideallinie abweichen. Wahrscheinlich kommt das davon, dass ich gestern noch diese Riefen mit einer zusätzlichen dünnen Schicht mit der Glattkelle überzogen habe.

Ist das ein aktzebtabler Wert?

Optisch allerdings derzeit kaum zu erkennen - mal sehen, wie es aussieht, wenn es weiß gestrichen wird.

Soweit ich es also verstanden habe, muss vor der Endbearbeitung durch Richtlatte oder Kardätsche erst die Ebenheit hergestellt werden. Ausgleichen mit einer Glattkelle ist später nicht so gut möglich.

Wenn ich sehr intensiv und lange an der Ebenheit mit den Alugerätschaften arbeite, dann entsteht mit unter Abrieb, der zu schwarzen Stellen führt - sind wohl die Oxidationsresultate des Metall-Abriebs. Da hilft wohl nur Übung, den ob Alu oder Edelstahl, beide Materialien scheinen diesen Abrieb zu haben?

Das Filzen bzw. nässen kann man doch auch mit einem Schwammbrett machen, oder bekommt man durch die rauhere Oberfläche des Filzes bessere Bedingungen für das nachfolgende Glätten hin?

Gerry



Lehmputz ist kein Gipsputz!


Schornstein mit Lehmputz

Entschuldige bitte, wenn ich hier gleich so lospoldere, aber diese überdrehten Ansichten zum Verputzen mit Lehm, da bekommen wir immer kalte Füße bzw. graue Haare.
Warum in Himmels Namen alles ins steril brachialgerade prügeln?
Dazu ist das Material für einen Selbstbauer ganz einfach nicht gemacht.
Die Herangehensweise an Deine Arbeiten ist ja im großen und ganzen nicht schlecht, aber eben die Betarchtungssituation.
Türen und Öffnungen eingelattet ist erst einmal gut für einen Do-it-yourselfer.
Grundputz auf Wandheizungen unter Wärme verputzt und dann auch vollflächig Gewebe eingebettet?
Nach Durchtrocknung dann den Oberputz auftragen.
Für den Selbstbauer sollte eine gute Benetzung mit einem großen Pumpsprüher von Vorteil sein, denn da stockt der Putz nicht so schnell an und man kann noch gut nacharbeiten und eben auch aufziehen.
Wir erledigen dies meist mit einer H-Kartädsche, Länge ca. 120mm. Alle anderen Flächen werden mit einem 40er Edelstahl-Glätter erledigt. Und dies gleich im frischen Zustand, so dass man nachher nur noch mit dem Schwammbrett fertigstellen braucht.
Ob beim Aufziehen der Oberputzfläche Schlieren oder Lunker sind, ist unerheblich, weil die mit der Glätternacharbeit sich beseitigen.
Und warum muss Deine Wand so steril gerade sein?
Bauteilbegleitungen sind wichtig, dass diese präzise sich gestalten oder mitlaufen, aber an sonsten kann die Wand eigentlich schön freihändig hergerichtet werden.
Wichtig ist nur, dass sie optisch gerade ausschaut.

Zum Lehm verputzen noch etwas, Lehmputz sollte immer geworfen werden, wenn es um stärkere Putzschichten (mind. 1cm!) sich handelt.
Feinputze oder Colorputze können gespachtelt weden!

Viel Glück,
Udo



manche nehmen`s genauer



lieber Udo, Du bist aus verständlichen Gründen für natürlich krumme Sachen - sprich handgearbeitete Oberflächen - wenn aber jemand wie Gerry aus was für Gründen auch immer eine absolut ebene Fläche haben will - dann darfst Du nach meiner Meinung eben nicht lospoltern - das ist doch seine eigene Entscheidung. Vielleicht ist er Werkzeugmacher, Lehrer oder Rechtsanwalt oder hat andere Gründe. Wichtig ist hingegen die Hinweis, dass man (alle) Putze möglichst anwerfen sollte. Aufgespachtelte Dickputze ziehen meist Blasen und es dauert auch länger - aber das muß man auch können. Die Oberfläche abfilzen - das geht am besten mit einem alten Schwamm - ich sammle dazu alte Schaumstoffmatratzen. Feuchte der Wand und des Schwammes sind reine Gefühlssache, muß jeder selber austesten. Oftmals ist ein handfeuchter Schwamm besser als triefend nass. Man kann sich auch helfen, indem man einen Eimer mit Lehmschlämpe neben sich stehen hat und dort "ditscht". Selbst ein Schuss Kalk dazu hat bei mir zur Nacharbeitung von alten Putzen gute Dienste geleistet .....

ansonsten wünsche ich Euch ein schönes Pfingsten und gutes Gelingen. und nehmt das Bild auch nicht so ernst ...

MFG Olaf



Bin weder Jurist noch Uhrenmacher



hab berufl. allerdings schon mit einer Materie zu tun, die Ungenauigkeit nicht zuläßt, weil es sonst schnell zu einem "Fatal Error" kommen könnte....

Handwerkl. Arbeit kann man schon sehen dürfen, jedoch möchte ich nicht, dass man meinen Wänden ansieht, dass ich sie gemacht habe. Außerdem habe ich zwar ein altes Haus, jedoch ist es massiv gebaut und hat keinerlei Fachwerkteile, sodass alles (einigermaßen) gerade ist und zu starke Unebenheiten wohl eher störend wirken würden.

@Udo
Die Arbeit sieht auf dem Bild so aus, wie ich es gerne auch hinkriegen würde. Optisch schön gleichmäßig, sowohl die Form, als auch die Farbe des Putzes.

Werde wohl noch etwas üben gehen...

Vielen Dank erstmal für die Tips und schöne Pfingstfeiertage!

Gerry



@ Olaf


Lehmoberputz zwischen Deckenbalken aufbringen

leider scheinst Du der Verfechter der Gruppe zu sein, die eben den Lehm gerne noch in der "Pampeschiene" sieht!
Mit selbstgebastelten Matratzenschwämmen (I gitte gitt!) und Lehmschlämpe 'rumtitschen, das gehört unseres Erachtens in die Stallputztradition.
Leider muss ich Dir widersprechen, wenn Du denkst, dass es bei uns schluderige, krumme und beulige Wände gibt.
Fehlanzeige.
Unsere Wände werden größtenteils freihändig hergerichtet und auch solche Flächen, die nachher sogar mit Fliesen belegt werden, wo dann noch eine Küchenzeile anbindet.
Und außerdem befinden sich unter unseren Kunden auch Werkzeugmacher, Lehrer, Rechtsanwälte und auch Architekten.

Und was die Werkzeuge angeht, dann gibt es für jede Qualitätsstufe die passenden Schwammbretter. Und mit einem Schwammboi von den Fliesenlegern geht die Arbeit hoch professionell von der Hand.

@ Gerry

Was die Farbe des Putzes betrifft, so kommt es ganz einfach auf das Herstellerprodukt an.
Was kommt bei Dir zum Einsatz?
Die Genaugkeit der Oberflächen solltest Du ganz einfach an Bauteilangrenzungen orientieren.
So wie Fensterrahmen, Mauerecken, Deckenbereiche, Vorsprünge etc. Wenn diese Blickachsen halbwegs gerade sind, dann erscheint Deine restliche Wand ebenfalls optisch genau.
Und wenn dann eine Lampe an diesen Wänden das Licht fluten lässt, tritt erst die wahre Schönheit der Lebendigkeit zu Tage.
Mediterranes Flair eben.

Lasse Dich also nicht verrückt machen und probiere an einer Wand die verschiedensten Techniken und Deine Fähigkeiten aus.
Wenn wir Kunden haben, die viel selbst machen wollen, dann beraten wir sie komplett mit allem drum und dran und diese bekommen dann von uns ein entsprechendes Werkzeugrundpaket.
Wenn dies interessant ist, dann können wir Dir sicherlich auch damit helfen.

Grüße in die Probierwerkstatt,
Udo Mühle



Nachtrag


Lehm klebt fantastisch!

Bei richtigem Lehmputzmaterial bleibt sogar das Werkzeug in Reichweite.



Thema Bauteilbegleitung


Fertige Fensterlaibung mit Lehmfeinputz

Hier kannst Du einmal sehen, was ich unter Bauteilbegleitung meine.
Freihändig aufgezogen und abgeschwammt.



Mal was für Olaf!


Lehmoberputz und verschiedene Bauteile zusammen

Bauteilübergänge freihändig aufgezogen, nur mit 120er H-Kardätsche, 40er Glätter und abgeschwammt.



und noch was für Olaf


Viel Lehm in einem Bad

Übergänge und Anbindungen sollten stets sauber und präzise aussehen.
Egal ob im Neubau (wie hier) oder auch im Altbau.



Werkzeuge



Hallo Gerry,

so sieht ein Teil unseres Werkzeusatzes aus.
Teile davon besorgen wir gern unseren Kunden.



@Udo



Der Lehm ist von Claytec und scheint etwas dunkler zu sein.
Vielleicht ist es aber nur eine Frage der digitalen Bildqualität und vom Monitor, der die Farben evtl. etwas anders wiedergibt als in Realität.
Heute habe ich die Wand mal mit einem Schwammbrett abgerieben - ohne Nachbehandlung. Die Wand erscheint jetzt insgesamt weicher und gleichmäßiger strukturiert.
Die Oberfläche ist nun Körnig geworden und einzelne Sandkörner scheinen keine richtige Haftung mehr zu haben.
-> Nach dem trocken evtl. mal abkehren?...
Auch sind nun die Strohanteile im Oberputz deutlicher zu erkennen, was mir eigentlich gefällt, meiner Frau allerdings nicht - mal sehen, wer das letzte Wort hat!

Übrigens erkennt man auf Deinen Fotos keine Strohanteile. Ist das schon der Feinputz ?

Die Qualität der Arbeiten finde ich übrignes sehr gelungen.

Bzgl. Werkzeug verwende ich im wesentlichen:
200er Alurichtlatte mit integ. Wasserwaage
1,20 H-Kardätsche
28er Maurerkelle (Lux Profi plus)
Putzkelle
Venezianische Kelle (Lux Profi plus)
40er Schweizer Kelle, wobei ich die von der Handhabung unpraktisch finde,
und eine kleine Kunststoffkelle, deren vorderer Teil schräg abgeschnitten ist und mit der man sehr schön in die Ecken kommt.

Gerry



Das Bild vom Bad...



...ist mit Feinputz verputzt.
Die anderen Objekte sind alles Strohlehmputze.
Bei entsprechender Auftragsstärke des Oberputzes (wir nehmen nur noch die Unterputze als Oberputze!) mindestens 1 cm, und entsprechender Bearbeitung, ist nach dem Abschwammen kaum Stroh noch zu finden.
Es liegt etwas in der Tiefe.
Was Dein Phänomen mit dem Rauen und Körnigen nun angeht, so hast Du die kompletten Feinanteile weggeschwammt und bist nun nur noch auf dem eigentlichen Stützkorn.
Ist nicht weiter tragisch, eher eine geschmackliche Variante.
Lose Körnchen kannst Du abkehern, werden aber nach Streichen mit Lehmfarbe gleich wieder mit gebunden.
Ein Lehmstreichputz würde hier jetzt bessere Abhilfe schaffen.

1. 28er Maurerkelle (Lux Profi plus)
2. Putzkelle
3. Venezianische Kelle (Lux Profi plus)
4. 40er Schweizer Kelle, wobei ich die von der Handhabung unpraktisch finde

1. kannst Du weglassen, lieber eine viereckige Edelstahl benutzen
Was ist zweitens für eine?
4. Kenne ich nicht, kannst Du da mal ein Bild schicken?

Sind Deine Werkzeuge alle Edelstahl?
Für die Ecken benutzen wir noch eine große Eckkelle.

Grüße ins Handwerkerreich,
Udo



Meine Werzeuge



habe ich hier auch mal abgelichtet.
Bis auf den Spachtel (obwohl im Baufachmarkt gekauft), sind alle zumindest rostfrei.

Gerry



Viel Stroh im Oberputz



oder normal oder Verarbeitung nicht optimal?
Lehm ist von Claytec.

Gerry



genauigkeiten



Lieber Udo, ich habe nicht behauptet, daß Du krumme Sachen putzt, ich war nur dagegen, dass Du Deinen Sinn für natürliches Aussehen - und das ist positiv gemeint - anderen mit "lospoltern" gewissenmaßen einredest. Mehr nicht und ich finde Deine handwerkliche Arbeiten völlig in Ordnung bzw. bewundere ich sogar. Als gelernter Maurer halte ich mich sogar für Lehmbau ungeeignet, da uns handwerkliche Traditionen "anhaften", die im Lehmbau eher unzweckmäßig sind Daß ich aber einen Putz (trad. Kalk/Zement bzw Zement) gerade hingekomme, dass kannst Du mir auch glauben. Mir selber wäre die von Gerryangestrebten 1mm zu pingelig - aber soll er sich es machen wie er will !!

aus den Forumsregeln:
Zu einem guten Diskussionsstil gehört es u. a., gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt sie vorschnell zu verwerfen. Auch Eigenschaften wie Gelassenheit und Höflichkeit können für beide Seiten von Vorteil sein.



Ich lerne gerne dazu!



Wenn ich für eine optisch eben aussehende Wand bis an die Grenze der Toleranz gehen kann, die wohl deutlich über 1 mm liegen dürfte, dann ist mir das als Laie nur lieb, da ich so weniger Zeit benötige.

Dennoch interessiert mich halt, wie man technisch bzw. handwerklich möglichst ebene Wandflächen herstellt. Ist vielleicht etwas 'vermessen', aber Fragen darf man doch?

Auf dem Bau wird eine etwas herbere Sprache gesprochen, damit kann ich (noch) gut leben.

Entscheident ist, was am Ende für mich an nachvollziehbaren und überzeugenden Hinweisen, Erfahrungen und Tipps ankommt bzw. verwertbar ist.

Gerry



Zum Lehmputzbild


Glättkelle:  400 mm

Also erst einmal Hochachtung für die flächige Qualität.
Das mit dem Stroh ist eher ein kleiner optischer Makel, der aber nach dem Streichen mit einer Lehmfarbe fast unscheinbar wird.

Zu den Werkzeugen kann ich hier nur sagen, dass es für Deine Erfordernisse eigentlich gut ausgestattet ist.
Schwammbrett eher ein weißes, so wie es die Fliesenleger benutzen.
Die linke Kelle unten ist wirklich eine Sache für sich!
Das Kunststoffbrett kannst Du eigentlich auch im Schrank lassen.
Schwalbenschwanz ist okay, brauch ich aber auch nicht, nur bei der 40er muss ich Dir sagen, dass ich diese anfänglich auch benutzt habe, aber nach ein paar Wochen über den Jordan geworfen habe.
Nun fragst Du sicherlich, warum?
Schau einmal über die Blattflucht. Dann wirst Du merken bzw. feststellen, dass das Blatt hohl ist.
Und mit so etwas kann man keine guten Flächen ziehen.
Deshalb die nachfolgende Kelle eventuell zulegen.

Handwerklicher Gruß
Udo (und weiter so)



@Udo



Die schweizer Kelle ist sogar 480 mm lang, hat aber ein ebenes Blatt, das mit Schrauben am Griff fixiert ist. M.E. eine ordentliche Qualität. Allerdings finde ich den Griff für das verputzen eher unpraktisch. Irgendwie fehlt mir das Gefühl der Kontrolle über das Blatt. Das habe ich eher mit der "normalen" Glattkelle, die allerdings ein wenig länger und schmaler sein könnte.
Daher könnte mir die Kelle von Pajarito schon gefallen. Allerdings habe ich die hier noch nirgends gesehen, obwohl der Hersteller aus Mettmann kommt, was ja hier in der Nähe ist.

Gerry



Nach ein paar Wochen Pause



ging es in dieser Woche weiter. Die 2. Wand im Zimmer mit Oberputz verputzt, die 3. Wand mit Unterputz.

Die 4. stellt noch ein kleines Problem dar:
Ursprünglich als 1. Teil einer 2-schaligen Schallschutzwand zum Nachbarhaus geplant, möchte mein Frau nun den 2. Teil der Schallschutzwand nicht mehr (wegen Platzproblem...).
Wand wurde aus Gipsbauplatten (2 x 12,5 mm) in metallständerweise errichtet. Das Profil der Metallständer hatte ich extra dünn gewählt, da ja noch eine weitere, innere Schallschutzwand errichtet werden sollte. Dennoch ist die Wand recht stabil.

Die Wand möchte ich nun verputzen:
1. Wand vollflächig mit Gipskarton-Spachtelmasse verspachteln.
2. Streckmetall vollflächig auf Gipskarton befestigen.
3. Mit Lehmunterputz verputzen (ca. 1 cm)
4. Lehmoberputz; ca 0,5 cm

Zu riskant?

Gerry



Platten behandeln



Viel einfacher!!!!
Wenn Du den Gipskarton verspachtelt hast, wird mit einer quarzhaltigen Lehmbasis vollflächig gestrichen.
Nach Durchtrocknung dann die erste Dünnlage Lehmfeinputz aufziehen und ein Spezialgewebe vollflächig einbetten und grob überziehen.
Den nächsten tag nochmals dünn darüber und oberflächenfertig abschwammen.

Viel Spaß
Udo



@Udo



Danke für den Tipp. Hört sich in der Tat recht einfach an, aber dennoch hätte ich ein paar Fragen:
Die "quartzhaltige Lehmbasis" dient wahrscheinlich dazu, um die Haftung für den nachfolgenden Lehmauftrag durch die Körnung zu erhöhen. Ist Quartzsand der Körnung 0-0,5 zu gebrauchen?
Als Spezialgewebe könnte man evtl. Armierungsgewebe mit Maschenweite 0,5 cm nehmen?

Grüsse

Gerry